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Sicherheitsforscher wollten auf einer Konferenz neue Sicherheitslücken im SCADA-System WinCC von Siemens präsentieren. Auf Bitten des Herstellers und des Department of Homeland Security fällt der Vortrag aus.
Die Sicherheitsproblematik bei Industrieleittechnik wird gerade dadurch brisant, dass einerseits Steuerungen immer weiter vernetzt werden, diese Systeme aber kaum Funktionen zum Schutz vor Angriffen aufweisen.
Der Wurm wurde mit mehreren gezielten Angriffen auf Firmen in Umlauf gebracht. Bei den Firmen handelt es sich vermutlich um Dienstleister oder andere Auftragnehmer in Zusammenhang mit der Urananreicherungsanlage in Natanz.
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass der Wurm Stuxnet exakt auf eine iranische Anlage zur Uran-Anreicherung zugeschnitten war, und dass ein Expertenteam dahinter stecken musste. Die New York Times veröffentlichte jetzt Hintergrundinfos.
Das SIMATIC Security Update von Siemens zum Schutz von WinCC-Systemen vor Infektionen mit dem Stuxnet-Wurm schließt die eigentliche Lücke nicht – und lässt sich zudem von Angreifern leicht aushebeln.
Chinesischen Medienberichten zufolge soll der Stuxnet-Wurm innerhalb weniger Tage mehrere Millionen PCs und fast 1000 Industrieanlagen befallen haben. Die Ursache für die schnelle Verbreitung ist unklar.
Laut Siemens entfällt rund ein Drittel der 15 dem Hersteller bekannten Infektionen auf deutsche Anlagen in der Prozessindustrie. Stuxnet wird jedoch nur auf bestimmten Anlagenarten aktiv. Angaben dazu, welche Typen betroffen sind, macht Siemens nicht.
Der Wurm kann nicht nur die Visualisierungssysteme in Anlagen infizieren, sondern sogar die etwa zur Pumpen- oder Ventilsteuerung eingesetzten speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) manipulieren.
Die bislang ungepatchte Sicherheitslücke sorgt in vielerlei Hinsicht für Aufruhr. Das Internet Storm Center erwartet eine umfangreiche Angriffswelle und hat die Warnstufe von Grün auf Gelb erhöht. Ein Schädling, der sich über die Lücke verbreitet, hat es auf das SCADA-Prozessleitsystem WinCC abgesehen, das in Kraftwerken zum Einsatz kommt.
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