Es ging nicht nur um Netzpolitik: Auf der Internetkonferenz in Berlin konnte man Cyborgs, Drohnen und Weltraum-Rover entdecken. Ein fotografischer Streifzug.
Während eines Vortrags ständig an seinen Gadgets herumzufingern ist eine grobe Unhöflichkeit gegenüber dem Referenten.
Die re:publica ist zu Ende. Was vor sechs Jahren als kleine Konferenz von Bloggern begann, ist zur Großveranstaltung geworden. Viele Vortragende nahmen sie als ultimative Veranstaltung zur Kontaktpflege und Selbstvermarktung wahr, eine richtige Messe.
Der Aktivist Cory Doctorow forderte zum Abschluss der Netzkonferenz, dass in alle vernetzten Geräte eine "Freiheitsschicht" eingebaut und DRM außen vor bleiben müsse. Für das Bewahren der Netzneutralität brachte er eine simple Lösung ins Spiel.
Guter Datenschutz sei kein Wettbewerbsvorteil für Firmen, hieß es auf der Internetkonferenz von Industrieseite. Online-Dienste, die laxer mit der Privatsphäre der Nutzer umgingen, würden nicht weniger genutzt.
Ohne Dokumentation keine Kollaboration: Auf der Internetkonferenz diskutierten Teilnehmer der "Global Innovation Lounge", wie Open-Source-Hardware nachvollziehbar beschrieben werden kann.
Auf der re:publica wurde auch diskutiert, wie die öffentlich-rechtlichen Sender Inhalte aus dem Internet in ihre Angebot integrieren können. Auch ob die Gebührenpflicht noch zeitgemäß ist, war dabei kontrovers.
Crafting ist angesagt: Im Internet ist in den letzten Jahren eine neue Strick-, Häkel- und Näh-Szene entstanden. Mit Omas Strickpulli hat das nicht mehr viel zu tun.
Experten waren sich auf der Internetkonferenz einig, dass es sich bei derzeit für den Heimbereich erschwinglichen 3D-Druckern um "Spielzeuge für den Eigengebrauch" handele. Sie stünden aber für den Beginn einer dezentraleren Produktion.
Die Arbeitswelt hat auch dank des technischen Fortschritts isolierte Arbeiter ohne Rechte hervorgebracht, die mit Mindestlöhnen abgespeist werden. Darüber wurde auf der Berliner Konferenz gesprochen.
Blogger sind die unerschütterlichen Optimisten, die den Kampf gegen Zensur und Uterdrückung aufgenommen. Auf der re:publica wurden wie in den vergangenen Jahren einige Online-Aktivisten mit den "Bobs" geehrt.
Auf der re:publica bekam Hauptsponsor Daimler die Gelegenheit, sein Carsharing-System vorzustellen. CEO Dieter Zetsche nutzte die Gelegenheit für ein paar Seitenhiebe auf die Konkurrenz.
Ben Scott vom Open Technology Institute in Washington hat auf der Netzkonferenz dafür plädiert, das Internet stärker als öffentliches Gut zu fassen und so dessen Offenheit endgültig als Grundprinzip zu verankern.
Der Blogger Sascha Lobo hat ein Projekt vorgestellt: eine Sammlung von Skripten, die ein Wordpress-Blog zu einem Spiegel aller Aktivitäten eines Nutzers in sozialen Netzwerken machen. Er kritisierte das Verständnis von Netzpolitk bei Internet-Aktivisten.
Die Digitale Gesellschaft plädiert für einen "Neustart der Urheberrechtsdebatte" und ein Recht, geschützte Werke verändern zu dürfen. Blogger Sascha Lobo schimpft über die "Hobby-Lobbyisten" aus der Netzgemeinde.
Das ZDF will mit einem crossmedialen Angebot die Aussagen von Politikern im anlaufenden Wahlkampf überprüfen. Ein Team recherchiert dazu den Faktengehalt.
Auf der Internetkonferenz in Berlin hat der Unterehmer Erik Hersman ein Projekt vorgestellt, mit dem er Aktivisten und Unternehmen in Afrika und Asien eine zuverlässige Internetanbindung garantieren will.
Die Internetkonferenz hat mit einem dringlichen Appell an die Politik begonnen, das Prinzip des offenen Internets zu bewahren und ein Netz zweiter Klasse zu verhindern. Blogs und Startups seien vom Drosseln als erste betroffen.
Das Beta-Programm für die Berliner Netz- und Bloggerkonferenz ist online, wonach die Besucher wieder ein weites Themenfeld zwischen Datenschutz und Informationsfreiheit, öffentlich-rechtlicher Grundversorgung sowie Roboter- und Trollforschung erwartet.
Aus dem kleinen Bloggertreffen ist eine veritable Konferenz über Netzfragen geworden, die dennoch den Bloggern Raum für Begrüßungsrituale lässt. Beste Aussichten, nach dem Umzug das stellenweise arg ausgefranste Programm in seiner Qualität zu überprüfen.
Drei Tage lang traf sich die digitale Bohème zu ihrem jährlichen Ball in Berlin, der Konferenz re:publica. Am gestrigen Freitag nun ist er zu Ende gegangen. Was bleibt, ist erstaunliche Ernüchterung: Die Euphorie ist weg. Die digitale Bohème, sie fühlt sich im Stich gelassen.
Rick Falkvinge, Mann der ersten Stunde der schwedischen Piratpartiet, hat mit "Activizr" ein Werkzeug zum Verwalten sozialer Bewegungen angekündigt. Die deutschen Piraten lobte er, da sie den "Lebensstil einer vernetzten Welt" verträten.
Wissenschaftler vom MIT und dem DataCenter haben gemeinsam mit Kollegen 13 Millionen Tweets und die Berichte traditioneller Medien rund um die Protestbewegung durchforstet sowie eine Online-Umfrage unter Beteiligten durchgeführt.
Die meisten Nutzer versehen ihre Creative-Commons-Lizenz (CC) mit der Bedingung "Non Commercial" und verbieten damit eine kommerzielle Nutzung – doch kann das Nebenwirkungen haben.
Die Netzgemeinde sucht nach neuen Organisationsformen für soziale Medien. Im Gespräch sind eine Art gemeinnützige Aktiengesellschaft genauso wie eine Kontrolle durch die Vereinten Nationen oder Ethik-Kommissionen.
Auf der Konferenz in Berlin diskutierten unter anderem Jacob Appelbaum, Frank Rieger und Carolin Widermann über die Bewegung.
Obwohl es technisch so einfach ist wie noch nie, Bücher zu veröffentlichen, zogen Autoren auf der Konferenz re:publica in Berlin eine sehr gemischte Bilanz des "Self Publishing" im Netz.
Eben Moglen, Gründer des Software Freedom Law Center, hat zum Auftakt der Netzkonferenz in einer Kampfansage an Amazon, Apple, Google und Facebook auf die Notwendigkeit der freien, unüberwachten Mediennutzung zum Erhalt der Gedankenfreiheit verwiesen.
Größer und vielseitiger möchte das Berliner Stelldichein der Netz-Community in diesem Jahr werden. Das Programm verspricht Einblicke in die "Amerikanisierung" der Szene, den "digitalen Dorfplatz" oder das "Urheberrecht 2037".
Auf der Suche nach neuen Nutzern: Mit einem einfacheren Interface und einem neuen Beteiligungsmodell will Flattr mehr Menschen von dem freiwilligen Bezahlen für Inhalte überzeugen.
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