CDU-Offensive in Sachen Kryptogesetz

Thesenpapier im Internet soll Kanther Rückendeckung geben

  • mobil
  • drucken
  • versenden
Mit 12 "Argumenten gegen eine Kryptoregulierung und Erwiderungen" will die CDU ihre Kryptopläne der Öffentlichkeit plausibel machen. Detailliert geht der unbekannte Autor des Thesenpapiers auf die verschiedenen Gegenpositionen ein. Dabei weicht er jedoch nicht von den bereits in dem internen Regierungspapier "Gefährdung des Informationsaufkommens der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden durch den Einsatz von Verschlüsselungsverfahren in Telekommunikation und Datenverarbeitung" vertretenen Positionen ab. Obwohl die Bundesregierung in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Bündnisgrünen zugab, daß keine Statistiken darüber existieren, ob und inwieweit durch Verschlüsselung die Strafverfolgung erschwert wird, wird dies weiterhin als Hauptargument für eine Regulierung angeführt. Auch die vom Bundeskriminalamt zur Erfolgskontrolle polizeilicher Befugnisse 1995 eingerichtete Rechtstatsachensammelstelle kann Kanther hier nicht unterstützen.

Wie Bundesdatenschützer Jacob in seinem Tätigkeitsbericht ausführt, liegen aufgrund mangelnder Teilnahme der Landeskiminalämter immer noch keine objektiven und ausreichenden Erkenntnisse vor.
Bundesinnenminister Manfred Kanther hatte anläßlich des Jahreskongresses des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Mitte April ein Kryptogesetz gefordert. Nur wenige Parteifreunde Kanthers mochten ihm jedoch in aller Öffentlichkeit folgen. Noch mehr an Boden verlor der Innenminister, nachdem massive Einsprüche seitens Wirtschaft und Informatikern bekannt wurden. Mit dem Papier erhält der Minister nun offizielle Rückendeckung.

Vertiefende Lektüre: Kanthers Kurs aufs Kryptoverbot

http://www.heise.de/tp/artikel/1/1210/1.html
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
FOTOBLOG

Der schöne Schein

Firewall mit Windows

bilder

seen.by


TELEPOLIS