Die Zukunft der Sprache in Europa

Paul Treanor 28.07.1997

Auf dieser Site gibt es eine Sammlung von Links über die Zukunft der Sprachen in Europa - über Sprachpolitik, globale Sprachstrukturen, Vielsprachigkeit und die Vorherrschaft des Englischen. Die Sammlung beginnt mit Bemerkungen über Sprachstrukturen. Dann folgen Links zu Texten und Essays, zu Bereichen der EU-Politik, zu nationalen politischen Absichten und zu wissenschaftlichen Angeboten. Schließlich werden Links über die erstarkende "einsprachige Bewegung" in den USA angeboten. Die Linksammlung wurde am 23. Juli 1997 zusammengestellt.

  • mobil
  • drucken
  • versenden

Sie können Paul Treanor in English, auf deutsch, en Francais, in Italinao und in het nederlands schreiben.

In Telepolis:
Sprachliche Monokultur oder Sprachenvielfalt?
Die Lingua Franca des Netzes - Das Schicksal von Englisch als Weltsprache
Für ein vielsprachiges Europa

Sprachstrukturen

Diese Linksammlung zeigt, daß die Ideale einer Sprachpolitik oft mit geopolitischen Visionen verbunden sind. Die Nationalisten unterstützen Nationalsprachen, die Regionalisten in Europa unterstützt regionale Sprachen und die Befürworter einer kosmopolitischen Ethik hoffen meist auf eine universelle Sprache (siehe Structures of Nationalism und die dort angebotene Linksammlung).

In Europa entsteht eine wachsende Aufspaltung:

Neo-Atlantiker wollen, daß Englisch zur Kontaktsprache wird;

die Verteidiger der Nationalsprachen suchen nach einer begrenzten Vielsprachigkeit von Nationalsprachen;

technologische Optimisten glauben, daß es "bald" eine völlig automatisierte Übersetzung geben wird, so daß die politischen Probleme verschwinden werden.

Zwei weitere Positionen sind weniger einflußreich:

der alte sprachliche Nationalismus ist, abgesehen von einem Land, zumindest in Westeuropa verschwunden;

für eine neue künstliche Sprache, eine "Intersprache" (Neo-Latein oder Neo-Germanisch) oder eine Wiederkehr des Lateinischen oder des Griechischen gibt es nahezu keine Unterstützung mehr.

Die Sprachpolitik wird von acht grundlegenden Haltungen bestimmt:

"Die Sprachenvielfalt ist ein Übel und eine Konfliktursache. Man sollte sie durch eine universelle Sprache oder zumindest durch eine globale Hilfssprache überwinden."

"Die sprachliche Standardisierung in der Moderne ist, wie die Newspeak in Orwells "1984", unmenschlich und von Übel."

"Sprachliche Vielfalt ist eine Wert an sich und mit der biologischen Vielfalt vergleichbar."

"Jede Sprache hat einen Wert an sich und sollte, vielleicht wie ein Kunstwerk, geschützt werden."

"Für Menschen und Nationen sind Sprachen eine wesentliche Grundlage. Die Sprache ist mit Identität, Kultur und Gedächtnis verbunden. Ein Sprachzerfall ist ein kultureller Genozid."

"Eine bestimmte Sprache ist allen anderen überlegen, weil sie Wahrheit, Wert oder das Wort Gottes zum Ausdruck bringt. Sie sollte universell, vielleicht nur für religiöse Zwecke, werden."

"Eine bestimme Sprache ist mit einer überlegenen politischen Philosophie oder einer überlegenen Gesellschaftsform verbunden. Sie sollte zur universellen Sprache werden."

"Eine universelle oder nahezu universelle Sprache, wie es sie in der Vergangenheit gegeben hat, sollte wieder hergestellt werden."

Die Zukunft der Sprache in Europa

Sprache in Europa - Texte, Artikel, Essays

http://www.heise.de/tp/artikel/1/1257/1.html
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Aktive und passive Alien-Artefakte im Sonnensystem

SETA - Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen - Teil 2

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
FOTOBLOG

Der schöne Schein

Firewall mit Windows

bilder

seen.by


TELEPOLIS