Überwachungssystem für 3D-Gesichtserkennung
Wieder ein Fortschritt in der Überwachungstechnologie
Die Software stammt von der Firma Cambridge Neurodynamics, die auch Programme zur Analyse und Identifizierung von Fingerabdrücken entwickelt hat. Das Gesichtserkennungssystem soll es Sicherheitsbeamten an Flugplätzen und Häfen ermöglichen, sich auf die Menschen zu konzentrieren, die nach dem Programm eine große Ähnlichkeit mit bekannten Terroristen und Kriminellen haben. Mit einer Videokamera werden mehrere zweidimensionale Bilder von einer Person gemacht. Um dem Gesicht Tiefe zu geben, werden dessen Konturen zusätzlich mit zwei Lasern gescannt. Daraus wird dann ein virtuelles dreidimensionales Modell eines Gesichtes erzeugt, das mit der Datenbank abgeglichen werden kann.
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| Laserscans aus der Entfernung und ohne daß der Beobachtete es merkt |
Obgleich auch 3D-Bilder aus zweidimensionalen Fotografien erzeugt werden können, arbeitet das System sicherer, wenn die in der Datenbank gespeicherten Bilder dreidimensional sind, was heißt, daß man mit dem Verfahren erst einmal möglichst viele Menschen erfassen muß. "Der an diesem Projekt beteiligte Flughafen", so George Harput von Neurodynamics, "ist besonders am Einsatz dieser Technik für die Identifizierung von Menschen interessiert, die Immigranten illegal einschleusen. Der Computer könnte auf ihre Anwesenheit aufmerksam gemacht und ein 3D-Scan ihrer Gesichter machen, wenn sie durch die Paßkontrolle gehen. Dann könnte der Computer sie jedes Mal identifizieren, wenn sie das Land wieder betreten, um Beweise zu erhalten."
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3D-Bilder seien besser zur sicheren Identifizierung geeignet, da die Gesichtserkennung mit 2D-Bildern, bei der normalerweise der Abstand von Gesichtsmerkmalen gemessen werde, unzuverlässig sei, da er abhängig von der Stellung des Gesichts zur Kamera ist. Austricksen könne man das System angeblich nur durch eine Gesichtsoperation. Erfasst werden Ähnlichkeiten um die Augenpartie, die sich nicht so stark wie andere Gesichtsteile mit dem Ausdruck oder dem Alter ändern.
Cambridge Neurodynamics will sich auch an Banken wenden, um mit dem System nur bestimmten Angestellten den Zugang zu Sicherheitsbereichen zu gewähren. Man könnte die Technik aber auch einsetzen, um etwa an Bankautomaten erst einmal das Gesicht des Kunden zu identifizieren, bevor ihm Geld ausgezahlt wird. Weitere Einsatzmöglichkeiten für die breite Bevölkerung bleiben vorerst der Phantasie überlassen.
http://www.heise.de/tp/artikel/1/1627/1.html- Cambridge Neurodynamics (2.6.2000 12:06)
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