Bürorechner überleben WTC-Crash, Flugschreiber nicht!

29.12.2001

The WTC Conspiracy XXVIII

Außer den Geschäften mit Put-Option auf Airline-Aktien (siehe Spur des Geldes und Money Money Lavamat), deren beweiskräftige Rückverfolgung in die Raubritterburgen des Bankensystems bis dato unterblieben ist, ist nun ein weiterer Verdacht aufgetaucht, dass Vorauswissen des WTC-Anschlags zu Finanzspekulationen in noch viel größerem Ausmaß genutzt wurde.

Seit vergangener Woche arbeitet eine deutsche Firma - der Spezialist für Datenrettung Convar - im 24-Stunden Einsatz daran, einen Verdacht zu erhärten (bzw. zu zustreuen), der alle bisherigen Hinweise über Finanzspekulationen im Zusammenhang mit den Anschlägen in den Schatten stellt. In den Stunden vor und während der Attacke wurde bei den im World Trade Center angesiedelten Firmen ungewöhnlich viele Kreditkarten-Transaktionen registriert, die den üblichen Umsatz an normalen Dienstagvormittagen weit übersteigen. Die Rede ist von über 100 Millionen Dollar illegaler Transfers, die am 9. September über im WTC stationierte Computer gelaufen sein sollen. Convar ist nun damit betraut, die aus den Trümmern geborgene Hardware auf erhaltene Daten zu scannen und so auf die Spur derjenigen zu gelangen, die möglicherweise hofften, dass durch die Zerstörung der Zentralrechner alle Spuren ihrer Transaktionen verwischt wurden.

"Natürlich ist es auch möglich, dass es absolut legale Gründe für den ungewöhnlichen Umsatzanstieg gibt", so Convar-Chef Peter Henschel, "es könnte sich ergeben, dass die Amerikaner an diesem Dienstagmorgen einfach einkaufsverrückt waren, aber bisher gibt es noch viele Transaktionen, die nicht zugeordnet werden können." Nach seinen Angaben wurden der Firma bisher 32 Rechner überstellt, auf denen jeweils bis zu 40 Gigabyte Daten gespeichert waren. Zur großen Überraschung der Datenretter gegenüber der Agentur Reuters "waren viele der Festplatten in so guter Verfassung, das wir sämtliche Daten auslesen konnten". Obwohl die Laufwerke von unter hohem Druck eingedrungenen Staub stark kontaminiert waren, konnten die Daten zu 100 % gerettet werden.

Bedenkt man, dass von den acht Flugschreibern der Unglücksmaschinen nach offiziellen Angaben sieben zerstört sein sollen, klingt diese Aussage einer international renommierten Datenrettungsfirma ziemlich sensationell. Wie kann es sein, dass stinknormale Bürorechner im World Trade Center den Crash ohne jeden Schaden an ihrem elektronischen Gedächtnis überleben, gegen Bombenexplosion und Kerosionbrand geschützte, "unzerstörbare" Flugschreiber aber nicht?

Der Verdacht, dass die Aufzeichnungen der "black boxes" nicht wirklich zerstört sind, sondern zurückgehalten werden, weil ihre Veröffentlichung die bis dato verbreitete Legende des Tathergangs unterminieren würde, kann auf diesem Hintergrund nicht mehr einfach als böswilliges Misstrauen abgetan werden. Jeder überlebende WTC-Datenträger, der von Convar-Spezialisten in Pirmasens mit ihrer speziellen Lasertechnik rekonstruiert wird, ist vielmehr ein Hinweis mehr darauf, dass in Sachen Flugschreiber etwas verschleiert wird. Spekulationen über eine "Controlled Demolition" erhalten damit weiteren Auftrieb. Auch der Voice Recorder der in Pennsylvania abgestürzten Maschine wird vom FBI "noch" nicht frei gegeben. Die Angehörigen der Opfer hatten das FBI darum gebeten, die Behörde aber geantwortet, dass man das Band noch als Beweis benötige, die Angehörigen aus dem Horror keinen Trost beziehen würden und die Stimmen kaum verstehbar seien.

Insofern darf man auch skeptisch sein, ob die wiederbelebten Daten aus den WTC-Rechnern zur weiteren Aufklärung des Falls beitragen. Selbst wenn wir annehmen, der Verdacht, dass über 100 Millionen Dollar illegal transferiert wurden, würde erhärtet und die Rekonstruktion der Transfers führte zu den Hintermännern - dass dies dann in polizeilichen Aktivitäten mündet, ist ähnlich unwahrscheinlich wie die konsequente Weiterverfolgung der Spekulationen mit Put-Optionen. Auch sie werden wohl an den "Offshore"-Grenzen der Raubritterburgen der Kapitals enden. So wie die Recherchen des "San Francisco Chronicle" vom 29. September (siehe Controlled Demolition), nach denen ein Teil der Optionsaufträge vor dem 11.9. über die "Alex Brown"- Bank abgewickelt wurde, die der Deutschen Bank gehört und über ihren ehemaligen Leiter eng mit den Geheimdeinsten verbunden ist. Ihr Direktor "Buzzy" Krongard wurde nach der Übernahme durch die Frankfurter Großbank in die Leitung der CIA berufen und ist seit März dort die offizielle Nr. 3. Aufgrund welcher Qualifikation ein Banker zu einer Top-Position im Auslandsgeheimdienst prädestiniert ist, lässt sich unschwer erraten: die inoffizielle Außenpolitik - das Terror-, Waffen- und Drogengeschäft - kann ohne diskrete Finanztransaktionen, vulgo: Geldwäsche, nicht bewerkstelligt werden. Darüber hinaus gilt Krongard als einer der Förderer von Investitionen in Software- und Hightech-Firmen zur Entwicklung geheimdienstspezifischer Produkte.

Tom Flocco hat versucht, die engen Verbindungen von Geheimdiensten, Banken, der Börsenaufsicht und die sich verschleppenden bzw. ganz eingestellten Ermittlungen in diesem Fall zu recherchieren - und stieß, wie zu erwarten, nicht auf neue konkrete Beweise und Spuren zu den vorauswissenden Spekulanten. Sein Report über die illegalen Aktivitäten von "Alex Brown" - und die kürzliche Verurteilung des "Deutsche Bank" Chefhändlers Kevin Ingram wegen Geldwäsche - spricht dennoch Bände. So wie die nahezu unversehrten Festplatten aus dem WTC-Gebäude...

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