Der Weltuntergang fand nach 1975 nicht mehr statt
Eine Gegendarstellung der Zeugen Jehovas zu einem Telepolis-Artikel
Ende 1999 veröffentlichte Telepolis einen Artikel von Wolfgang Stieler mit dem Titel: Der Weltuntergang findet nicht statt. Apokalypse, Weltverschwörung und das neue Zeitalter im Internet. Darin ging es unter anderem um Weltuntergangsprophezeiungen, auch um die der Zeugen Jehovas. Zwar wurde gesagt, dass die Zeugen Jehovas für den Übergang ins neue Jahrtausend keinen Weltuntergang vorausgesagt haben, da die Welt "ewig" bestehe, doch es wurde auf eine ganze Reihe von derartigen Prophezeiungen in der Vergangenheit hingewiesen, in die sich offenbar Fehler eingeschlichen haben. Telepolis erhielt jedenfalls im Jahr 2002 einen Brief, in dem es just um diesen Artikel ging. Darin wird Telepolis aufgefordert, die Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen zu unterlassen, die das Persönlichkeitsrecht der Zeugen Jehovas verletzen. Dem kommen wir hiermit gerne nach und stellen die Fakten richtig.
Die "Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland, e. V.", Grünauer Str. 104, 12557 Berlin, vertreten durch den Rechtsanwalt Armin Pikl, Gymnasiumstr. 27, 65589 Hadamar, begehrte mit Schreiben vom 17. Januar die Änderung folgender Textzeilen:
1. Telepolis schrieb:
"Ihre Führer sagten für 1874, 1878, 1881, 1910, 1914, 1918, 1925, 1975, 1984 und 1993 den Weltuntergang voraus."
Dazu stellt die "Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland, e. V." durch ihren Anwalt fest:
Diese Behauptung ist unwahr, da diese Daten völlig aus der Luft gegriffen sind und es seitens der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas seit 1975 keine Nennung von neuen Jahreszahlen mehr gibt, die eine prophetische Bedeutung im Hinblick auf das "Weltende" haben.
2. Telepolis schrieb:
"Auch die Zeugen Jehovas - gegründet von Charles Taze Russell - orteten in der mangelnden Bibelkenntnis der Menschen und dem vernachlässigten Bibelstudium den Grund für die ausbleibende Wiederkunft von Jesus."
Dazu stellt die "Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland, e. V." durch ihren Anwalt fest:
Diese Behauptung ist unwahr. Eine solche Glaubenslehre wird nicht verbreitet. Vielmehr glaubt die "Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland, e. V.", dass die Wiederkunft Christi bereits 1914 stattgefunden hat.
Die Verpflichtung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung besteht nach dem Presserecht ohne Rücksicht auf deren Wahrheitsgehalt. Selbstverständlich kommt Telepolis auch gerne dem Wunsch der Zeugen Jehovas nach und wird die angegriffenen Äußerungen künftig nicht wiederholen. (Die Redaktion)
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