Was vom Spiel übrigbleibt

Thomas Willmann 11.04.2002

Weltkulturerbe? Videogames haben eine extrem geringe Toleranz gegenüber Unterbrechungen ihrer Überlieferungskette

Die Kinder heutzutage, wird oft gejammert, beschäftigten sich viel zu wenig mit den Klassikern. Aber das ist glatt gelogen: Überall hocken und stehen sie doch herum, mit ihren Game Boy Advanceds und ihren spieletauglichen Handys und haben Mario, Pac-Man, Doom auf dem Display. Eine rechte Freude ist's für jeden Game-Nostalgiker, wenn man so sieht, wie begeistert (und aus eigenem Antrieb!) sich die Kleinen um die Traditionspflege kümmern. Das macht wahrhaft Hoffnung, dass die eigene Videospieler-Jugend nicht den Weg alles Siliziums geht und im Nichts versandet. Dass statt dessen die Spiele-Meisterwerke vergangener Tage tatsächlich eine Zukunft haben. Sie wirklich so etwas wie Klassiker-Status erhalten und von Generation zu Generation ehrfurchtsvoll weitergereicht werden.

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Überhaupt: Die Gamer-Gemeinde entdeckt und hegt inzwischen sehr rege ihre Wurzeln. Es sind bei weitem nicht nur Spiele-Publisher auf der Suche nach leicht verdientem Geld, die tief ins Regal greifen und Traditionstitel wiedererwecken. Eine wahre Archäologie der frühen Spiele ([Local Telepolis-Buch von Konrad Lischka: Spielplatz Computer Kultur, Geschichte und Ästhetik des Computerspiels

http://www.heise.de/tp/artikel/12/12266/1.html
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