Würfelspiele

01.07.2002

Spielefutter für den GameCube: Ein Überblick

Seit dem Erscheinen des GameCube am 3. Mai (Vgl.Keine X-beliebige Spielekonsole) haben die namhaften Spielehersteller erste Titel für Nintendos jüngste Konsole herausgebracht. Zwar stehen noch lange nicht so viele GameCube-Spiele wie PS2-Titel in den Regalen, aber die Auswahl ist schon unübersichtlich genug. Vierzehn Spiele hat Telepolis ausgewählt und einem Kurztest auf Herz und Nieren unterzogen.

Nicht Mario sondern Luigi eröffnete diesmal Nintendos eigene Spieleriege - und der durfte nicht einmal springen, denn Luigi's Mansion ist kein Jump'n'Run Spiel, sondern fällt in die Kategorie Action-Adventure. Luigi hat eine gruselige Villa gewonnen, in der eben Mario verschwunden ist. Freilich spukt es in dem Haus, aber dank eines abgedrehten Professors wird Luigi zum Geisterjäger. Bewaffnet mit einem Spezialstaubsauger erinnert er wohl gewollt an Dan Aykroyd in "Ghostbusters".

Die einzelnen Geister erfordern unterschiedliches Vorgehen, so muss er manchen eine Maske vom Gesicht saugen oder feurige Geister mit Eis abkühlen. Neben den namenlosen Geistern spuken auch die alten Bewohner in der Villa umher. Die Oma strickt im Schaukelstuhl, ein dicker Geist stopft Wackelpudding in sich hinein und ein Hundegeist wartet auf seinen Knochen. Hier entfaltet sich der leichte Adventure-Part des Spiels, denn jeder dieser Hausgeister erfordert eine eigene Vorgehensweise. Allerdings sind die zu lösenden Aufgaben sehr einfach und geradlinig und beschränken sich meist darauf, Gegenstände anzusaugen, um sie herauszukatapultieren oder Kerzen anzuzünden beziehungsweise zu löschen.

Atmosphärisch überzeugt Luigi's Mansion. Mit Surround-Sound, einem mit schwindender Energie zittriger werdenden Luigi sowie kurzen Schreckmomenten, wenn ein unerwarteter Geist aus dem Nichts erscheint. Allerdings bietet das Spiel recht wenig Abwechslung - selbst die vier Boss-Level sind durchschaubar und spielen sich fast genau wie der Rest des Spiels - und ist vor allem deutlich zu kurz.

Ebenfalls von Nintendo stammt das Strategiespiel Pikmin, das innovativste Spiel für den GameCube. Protagonist des Strategiespiels ist der Astronaut Olimar, der auf einem fremden Planeten gestrandet ist. Seine einzige Hoffnung ist, die verstreuten Teile des Raumschiffs einzusammeln. Dabei stößt er auf unerwartete Hilfe der Pikmins, kleinen Pflanzenwesen, die Brücken bauen, gefräßige Käfer bekämpfen und freundlicherweise Olimars Raumschiffteile transportieren.

Die Pikmin folgen Olimar und führen automatisch die passende Aktion aus, wenn er sie auf ein Objekt wirft. Um am Ende der dreißig Tagefrist erfolgreich vom Planeten abheben zu können, muss Olimar die Aktionen gut einteilen und parallel Gruppen von Pikmins verschiedene Aufgaben auftragen. Außerdem spielen die unterschiedlichen Fähigkeiten der drei Pikminarten eine entscheidende Rolle: Die blauen Pikmin können schwimmen, die roten sind immun gegen Feuer und die gelben kann Olimar besonders hoch werfen. Einige Raumschiffteile werden von Boss-Gegnern bewacht, die jeweils eigene Strategien erfordern.

Durch den Zeitfaktor und die weite Umgebung ergeben sich viele Kombinationsmöglichkeiten und Pikmin ist weit mehr als eine moderne Umsetzung des Klassiker Lemmings, der meist nur einen Weg zur Lösung kannte. Pikmin ist so gut, dass es als Exklusivtitel die Anschaffung eines GameCube rechtfertigt.

Mag Luigi auch ein älteres Publikum ansprechen, richtet sich Ubi Softs Donald Duck Quack Attack speziell an Kinder. Bereits vor anderthalb Jahren erschien das Spiel für Playstation, Dreamcast und PC, wurde aber für den GameCube komplett neu entwickelt. Geblieben ist im Wesentlichen die Rahmenhandlung, in der Donald seine Freundin Daisy vor dem bösen Zauberer Merlock retten muss. Die Level und Endgegner wurden neu gestaltet - leider.

Das Endergebnis ist deutlich langweiliger, worüber auch die schönere Grafik nicht hinwegtröstet. Die Level sind eintönig und zu einfach, selbst die Endgegner haben ihren Biss verloren. Donald Duck richtet sich an das jüngere Publikum, aber wer schon einmal mit Faszination zugesehen hat, wie der achtjährige Sohn sich durch die kniffligsten Situationen spielt, erwartet auch bei "Kinderspielen" ein wenig mehr Tiefgang. Immerhin spricht die Neuerung in der GameCube-Version Kinder an: Die Ausführung von Spezialtricks, mit denen Donald kurze Zeit unverwundbar wird, werden mit kindlich witzigen Mini-Cartoons belohnt.

Ebenfalls von Ubi Soft stammt eine weitere Zeichentrick-Umsetzung, diesmal allerdings für ein älteres Publikum und in dunklen statt leuchtenden Farben: In Batman Vengeance schlüpft der Spieler in die Rolle des Fledermaus-Helden. Das Spiel knüpft an die Zeichentrickserie aus den neunziger Jahren an mit Batmans Erzgegnern wie Poison Ivy und dem Joker sowie typischen Episoden, in denen beispielsweise Mr Frost die chemische Fabrik einfriert.

Dank jener Extras, die Batman erst zum Superhelden machen, ist das Spiel mehr als ein schlichtes Jump'n'Run. So muss der Spieler in die Zielansicht wechseln, um Gegner mit Batarangs auszuschalten oder mit dem BatGrapple von einem Gebäude zum nächsten zu schwingen. Auch darf er ins Batmobil steigen und mit dem Batwing fliegen. Die Steuerung erfordert allerdings ein wenig Übung, denn der Wechsel zwischen Außen- und Zielansicht ist ein wenig knifflig, feine Bewegungen sind schwierig. Auch wenn das Spiel insgesamt nicht zu schwer ist, gehen einige Sprünge arg an die Frustgrenze. Unter dem Strich bleibt ein schönes, atmosphärisch stimmiges Spiel.

Was Mario für Nintendo, ist Sonic für Sega. Der blaue Igel hat nach dem Ausscheidens Segas aus dem Konsolengeschät auf dem GameCube seinen ersten Auftritt außerhalb der Sega-Hardware in Sonic Adventure 2. Das Besondere an den Sonic-Spielen ist der rasante Spielverlauf, die mehr das schnelle als das pixelgenaue Springen fordert.

Eine weitere Besonderheit des von Infogrames vertriebenen Titels ist, dass der Spieler nicht nur die Helden sondern auch die Schurken spielen darf und dabei lernt, dass auch Bösewichte es nicht leichter haben. Je drei Charaktere für die beiden Seiten steuert der Spieler durch die Szenarien, darunter auch Sonics Erzfeind Dr. Eggman. Das Spiel hat eine durchgängige Geschichte und umspannt Schauplätze von San Francisco über die Wüste bis in den Weltraum und ist aufgrund der unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere abwechslungsreich.

Im Vergleich zur Dreamcast-Version hat sich im eigentlichen Spiel wenig verändert, verbessert wurde vor allem der Zweispielermodus, in dem die Gegner nun alle normalen Level gegeneinander spielen können und der zusätzliche Figuren ins Spiel bringt, wie die in der Dreamcast-Version lediglich passive Amy. Auch das (Kinder-)Spiel im Spiel, der Chao-Garten, in dem Helden wie Schurken sogenannte Chaos großziehen, hat Sega für die GameCube-Variante erweitert. Sonic ist das erste Spiel, das Gebrauch vom Game-Boy-Advanced-Link-Kabel macht, mit dem der Spieler die Chaos mit dem GBA-Spiel "Sonic Advanced" austauschen kann.

Super Monkey Ball von Infogrames wirkt wie eine Mischung aus dem Spielhallenklassiker Marble Madness (Nostalgiker können das Original mit dem Multiple Arcade Machine Emulator MAME erleben) und jenen Holzlabyrinthen aus den Siebziger Jahren, bei denen es galt eine Kugel möglichst weit durchs Labyrinth zu manövrieren. Auch in Super Monkey Ball muss der Spieler eine Kugel, in der - wie der Name schon vermuten lässt - ein Affe sitzt, durch Kippen des Spielfelds ins Ziel lenken.

Die einfachste der drei Schwierigkeitsstufen ist noch leicht zu meistern, aber schon die mittlere hat es in sich. So richtig Spaß macht vor allem der Wettkampf mit anderen Spielern. Neben dem klassischen Spielmodus dürfen sich die Wettstreiter unter anderem auch auf diversen Rennstrecken messen oder im Kampfmodus gegenseitig von der Spielfläche schubsen. In drei Minispielen wird der Affenball zur Billardkugel, zum Golfball und zur Bowling-Kugel.

Super Monkey Ball ist die perfekte Konsolenumsetzung des Sega-Spielautomaten und wird gerade durch die erweiterten Mehrspieler-Modi zum ultimativen Partyspiel, lediglich Nintendos "Super Smash Bros Melee" nimmt den Affen die Multiplayer-Krone weg.

Nostalgische Gefühle weckt Electronic Arts Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader, das an die klassischen Star Wars Filme anknüpft. In den achtziger Jahren gab es einen Spielautomaten, an dem man in schnöder Vektorgrafik Tie-Fighter besiegen und schließlich den Todesstern zerstören musste (auch hier sei auf MAME verwiesen). Das Ziel der ersten Mission von Rogue Squadron II ist eben die Zerstörung des Todessterns, nur hat man jetzt das Gefühl, im Film zu sein. Was Grafik und Sound angeht, ist das Spiel der absolute Vorzeigetitel.

Auch spielerisch kann der Lizenztitel überzeugen - eine Neigung für Action-Spiele vorausgesetzt. Schnelles Spielgeschehen, eine sehr gute Steuerung und anspruchsvolle - teilweise arg schwierige Missionen - bringen den Adrenalinspiegel hoch. Aufgrund der zahlreichen bereits erschienen Star Wars Lizenztitel, gab es viele Missionen ähnlich schon einmal in anderen Spielen, so auch eine der schönsten Aufgaben, der Angriff der Walker auf dem Eisplaneten, die der Spieler mittels Fangseil zum stolpern bringen muss. Dennoch kommt jeder, der Action-Weltraumspiele mag und etwas für Star Wars übrig hat, mit Rogue Leader voll auf seine Kosten.

Weitaus friedlicher aber nicht minder tempogeladen zeigt sich Activisions Tony Hawk's Pro Skater 3. Der Spieler darf auf dem virtuellen Skateboard in insgesamt zwölf Level, darunter drei Bonus-Level aus dem ersten Tony-Hawk-Spiel, halsbrecherische Tricks vollführen. Wie schon in den Vorversionen ist der Schlüssel zum Erfolg die Kombination vieler Tricks bei gleichzeitigem Vermeiden von Wiederholungen.

In der dritten Auflage des Skaterspiels sind schier endlose Kombos möglich, wenn der virtuelle Skater seine Sprünge gleich bei der Landung in einen Manual, das heißt nur die Hinterachse hat Bodenhaftung, überleitet und daraus beispielsweise in einen langen Grind übergeht. Bei beiden Aktionen hilft dem Spieler neuerdings eine Balance-Anzeige das Gleichgewicht zu halten.

Das Level-Design ist schöner und vielseitiger als je zuvor. Der Spieler muss beispielsweise Tickets durch eine Flughafen an den Gates vorbei "schmuggeln" oder in L.A. eine Verfolgungsjagd stoppen. Da für Highscores dank der langen Kombos nach oben hin quasi keine Grenzen gesetzt sind, bleibt die Motivation, bekannte Level immer wieder neu auszureizen. Außerdem winken als Bonus zahlreiche Extras, darunter die Star Wars Leihgabe Darth Maul samt Laserschwert auf einem Hover Board. Wer sich nicht nur mit seinen eigenen Punkten messen will, darf in fünf Zweispieler-Wettbewerben einen Freund herausfordern.

FIFA WM 2002

Wer im WM-Jahr ein Fußballspiel für den GameCube sucht, hat die Auswahl zwischen zwei Titeln: FIFA WM 2002 von Electronic Arts und ISS 2 von Konami. Beide Spiele haben ihre Stärken. Von der Komplexität hat ganz klar FIFA 2000 die Nase vorn, das die schöneren Spielzüge und auch Dribble-Tricks und gezieltere Kopfbälle ermöglicht. ISS2 hat eine sehr einfache Steuerung, bietet damit aber weit weniger Variationen. Schließlich hat Konami selbst mit Pro Evolution Soccer eine sehr detaillierte Fußballsimulation, die allerdings nicht für den GameCube erscheint. ISS2 fällt in die Kategorie Arcade-Spiele und verzichtet zugunsten eines schnellen Einstags und einer einfachen Steuerung auf zuviel Realismus.

Electronic Arts Spiel hat dank Lizenz die komplette Fußball WM 2002 mit allen Daten. Leider ist die inzwischen schon fast vergessene diesjährige Weltmeisterschaft aber auch das einzige Turnier. ISS2 hat immerhin drei Turniere und dank FIFPro-Lizenz auch fast alle Originalmannschaften zu bieten. In beiden Spielen dürfen sich bis zu vier Spieler beliebig auf die zwei gegnerischen Mannschaften verteilen.

Die Grafik ist in FIFA WM besonders bei den Nahaufnahmen der Spieler detaillierter, ansonsten aber schon zu scharf für einen echten Rasen - nichts desto trotz sind beide Spiele bei kurzem Hinschauen kaum von einer Fernsehübertragung zu unterscheiden. Die Audiokommentare passen sich bei ISS2 besser ins Geschehen ein und wirken abwechslungsreicher. Electronic Arts hat mit den Sprechern im Vergleich zu FIFA 2002 vor allem Hintergrundkommentare aufgenommen. Wenn ein Spieler alleine aufs Tor zu läuft, wirkt es leicht deplaziert, wenn der Sprecher dazu mit ruhigem Tonfall erklärt, dass dieser Spieler mit seinem Team AS Rom letztes Jahr italienischer Meister wurde.

Eine deutliche Empfehlung für eines der beiden Spiele ist schwierig. Wer häufig spielt und Tiefgang und schöne Kombinationen sucht, sollte zu FIFA WM 2002 greifen. Gelegenheitskicker, die zwischendurch eine Partie gegen Freunde spielen wollen, kommen mit ISS2 besser auf ihre Kosten.

Absolute Höchstgeschwindigkeit fernab jedes Realismus bietet Extreme G3 oder kurz XG3 von Acclaim. Auf Fantasiemotorrädern rasen bis zu vier Spieler gleichzeitig durch futuristische Städte über Kurse, die mit scharfen Kurven und Loopings eher an Achterbahnen als an Rennstrecken erinnern. Die Geschwindigkeit fordert vom Spieler extrem schnelle Reaktionen, denn außer den Kurs zu halten, muss er sich vor den anderen Motorrädern mit ihrer Bewaffnung in acht nehmen. Die Artillerie dient vor allem dazu, die anderen Motorräder abzubremsen, denn ein beschossenes Rad fährt langsamer.

Gleichwohl kostet jeder Treffer wertvolle die Energie, die das Motorrad für den Turbo-Antrieb nutzt. In einem typischen Überholmanöver visiert der Spieler en Gegner an, beschießt ihn kurz, um ihn auszubremsen, und zieht dann mit Hilfe des Turbos so weit an ihm vorbei, dass jener sich nicht gleich revanchiert. Je besser die Platzierung am Ende eines Rennens, um so höher fällt das Preisgeld aus, das der Spieler für bessere Motoren und Ausrüstung ausgibt.

So schön Surround Sound, Techno-Soundtrack und die Grafik sind, ist es ein erhebendes Gefühl, wenn zum ersten Mal der Ton aussetzt und die Umgebung im Motion Blur verschwimmt, weil das Motorrad soeben die Schallmauer durchbrochen hat.

Etwas weniger schnell aber nicht minder wild geht es bei Crazy Taxi zu, das ebenfalls von Acclaim vertrieben wird. Neu ist das Spiel nicht, erschien die Umsetzung des Sega-Spielautomaten zunächst auf der Dreamcast und später auch für Playstation 2, aber auch auf dem GameCube machen die abgedrehten Taxifahrer eine gute Figur. Das Spielprinzip ist einfach: Der Spieler steuert ein Taxi durch die Straßen von San Francisco und muss möglichst viele Fahrgäste in der vorgegebenen Zeit ans Ziel bringen. Bonuszeit bekommt er für besonders schnelle Touren, für riskante Manöver zahlt der Fahrgast ein paar Dollar mehr.

Als Spielautomatenumsetzung ist Crazy Taxi das optimale Spiel für zwischendurch. Eventuelle Blechschäden stören den Taxifahrer nicht, so dass er sich durchaus in seinem Cabrio mit einem Lieferwagen anlegen kann. Die Steuerung ist denkbar einfach, erfahrene Spieler dürfen dennoch spezielle Manöver wie das Wenden per Handbremse hinlegen. Crazy Taxi war vor zwei Jahren so gut, dass es jetzt nicht verstaubt wirkt, sieht man einmal von der Grafik ab, die den GameCube nicht genügend ausnutzt. Ein Zweispielermodus hätte dem Spiel allerdings gut getan.

Electronic Arts kreuzt mit The Simpsons - Road Rage die gleichnamige Zeichentrickserie mit der Idee von Crazy Taxi. Hier fahren Homer, Bart, Otto und Co die Bewohner von Springfield durch die Stadt oder auch über das Gelände des Kernkraftwerks. Besonderen Spaß macht, im Zweispielermodus dem Kontrahenten den Fahrgast per Rammen abzunehmen, um selbst das Fahrgeld zu kassieren. Die sechs verschiedenen Umgebungen wimmeln nur so von Details aus den Serien wie einer Werbung zum "Springfield Film Festival" oder der Riesen-Donut-Werbung, die im sechsten Halloween-Special halb Springfield verwüstete.

Die Stimmen der amerikanischen Originalsprecher sorgen für das richtige Simpsons-Gefühl am Steuer, wenn ein Ned Flanders möglichst schnell zur Kirche will, um seinen neuen Haarschnitt segnen zu lassen und Busfahrer Otto nach einer schlechten Runde bemerkt, dass er Van-Halen-Solos gehört hat, die länger waren als seine Tour. Leider ist die Steuerung des Simpsons-Rennens nicht so gut wie die von Crazy Taxi, Anhänger der gelben Familie werden aber mit vielen Details aus der Serie entschädigt.

Ganz auf Multiplayer ausgerichtet ist Nintendos Super Smash Bros Melee Das Fun-Prügelspiel setzt nicht auf komplexe Gamepad-Kombinationen wie Dead Or Alive 3", sondern kommt mit wenigen Bewegungen aus. Als Gladiatoren betreten Nintendos Helden und Schurken die Arena. Hier darf der Spieler als Donkey Kong die Blitzmaus Pikachu ungespitzt in den Boden rammen oder als Bowser endlich einmal gegen Mario die Oberhand behalten. Auch wenn die Steuerung für jede Figur gleich ist, haben alle ihre eigenen Attacken, Stärken und Schwächen. So ist beispielsweise Bowser kräftig aber träge.

Ziel in Super Smash Bros Melee ist, den oder die Gegner aus der Kampfarena herauszuschlagen. Dazu muss derjenige aber erst einmal gehörig bearbeitet werden, denn je höher der Schaden, den eine Figur einstecken muss, umso wahrscheinlicher ist es, dass er sich bei einem kräftigen Schlag nicht zurück in die Arena retten kann. Während des Kampfes tauchen regelmäßig nützliche Gegenstände auf, die jeder aufnehmen kann - allerdings kann keine Figur mehr als einen Gegenstand gleichzeitig halten.

Vor allem diejenigen, die Nintendos Spiele seit längerer Zeit kennen, haben an Super Smash Bros ihre helle Freude, da nicht nur die Figuren, sondern auch Musik und die Kampfarenen Erinnerungen wecken. So gibt es eine Arena aus den alten Super Mario Zeiten inklusive Originalhintergrundmusik. Grafik, Musik, Hintergründe, Bewegungen - einfach alles wurde mit viel Liebe zum Detail entwickelt. Wer ab und zu einen menschlichen Gegner zur Verfügung hat finde mit Super Smash Bros Melee einen der besten Mehrspielertitel für Konsolen überhaupt.

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