Wird es 2019 gefährlich?

Florian Rötzer 24.07.2002

Der neu entdeckte Asteroid 2002 NT7 könnte der Erde sehr nahe kommen und erhielt erstmals einen positiven Wert auf der Palermo-Skala

Der erst am 9. Juli entdeckte Asteroid 2002 NT7 kommt am 1. Februar 2019 der Erde gefährlich nahe und könnte womöglich auch in sie einschlagen. Erstmals haben Astronomen den Asteroiden auf der sogenannten Palermo-Skala, mit der das Risiko eines Einschlags angegeben wird, einen positiven Wert gegeben und ihn mit 0,38 eingestuft.

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Noch allerdings sind sich die Astronomen über die Flugbahn des Asteroiden nicht einig. Deren genaue Berechnung dürfte zumindest noch einige Tage dauern. Während italienische Astronomen den Asteroiden mittlerweile mit einem Wert von 0,38 auf der Palermo-Skala eingetragen haben, erhielt er von den Astronomen bei der Nasa nur einen Wert von - 0,14. Gleichwohl erhielt er auf der Turiner-Skala von diesen den Wert 1 zugeordnet, was bedeutet, dass man den Himmelskörper zumindest weiter genau beobachten soll. Geht der Wert auf der Palermo-Skala über Null, so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Asteroid auf der Erde einschlägt, als dass er vorbeischießt.

Der Asteroid 2002 NT7 ist mit einem Durchmesser von vermutlich zwei Kilometern relativ groß. Wenn er tatsächlich einschlagen sollte, würde dies eine globale Katastrophe zur Folge haben. Vermutlich aber werden genauere Berechnungen zeigen, dass er vermutlich doch der Erde nicht gefährlich nahe kommen wird. Noch zwei Monate lang wird man den Asteroiden am Nachthimmel sehen können. Er kreist in 837 Tagen um die Sonne.

Mitte August wird ein weiterer Asteroid der Erde so nahe kommen, dass man ihn mit kleinen Fernrohren sehen kann. 2002 NY40, der einen Durchmesser von einem halben Kilometer besitzt, wurde zuerst am 14. Juli entdeckt und wird am 18. August an der Erde in Entfernung von 530.000 Kilometern vorbeifliegen. Am 8. August 2022 kommt auch dieser Asteroid der Erde nahe. Mit einer "Trefferwahrscheinlichkeit" von 1:500.000 ist die Gefahr aber ziemlich gering.

http://www.heise.de/tp/artikel/12/12963/1.html
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