Nun fliegen die Fäuste

04.11.2002

Nachhaltige Argumente gegen die Mondlandungs-Verschwörungstheorie

Das Imperium schlägt zurück. Mit Worten, aber auch mit Fäusten. Und der jahrelang Streit, ob die erste amerikanische Mondlandung echt oder doch nur ein von der Nasa inszenierter Fake gewesen ist, geht jetzt offenbar in die nächste Runde. So hat die Nasa nun James Oberg, einen früheren Raumfahrtingenieur und Autor von mehreren Büchern über den Weltraum, beauftragt, in einem Buch Punkt für Punkt die Argumente der Anhänger der Fake-Theorie zu widerlegen.

Ob dieses Vorhaben, das der Nasa immerhin 15.000 Dollar wert ist, die Skeptiker überzeugen wird, ist jedoch mehr als zweifelhaft. Trotz mehrfacher Versuche in den letzten Jahrzehnten die Fake-Theorie zu widerlegen (siehe: Schaut die Steine an: Wir waren auf dem Mond!), haben nämlich noch im Jahre 1999 elf Prozent der US-Amerikaner an der Echtheit der Mondlandung gezweifelt. Und auch im Internet gibt es natürlich zahlreiche Seiten (»2001«: Eine Odyssee im Weltraum?), die rund um dieses Thema allerlei Verschwörungstheorien verbreiten.

Zweifel an dem Buch-Projekt der Raumfahrtbehörde hat es inzwischen aus den eigenen Reihen gegeben. Sich mit diesem Thema überhaupt zu beschäftigen, sei eigentlich unter der Würde der Nasa, sagte in einem Bericht von TwinCities.com der Astronomie-Professor Phil Plait. "Es ist eine Schande, dass so etwas überhaupt notwendig ist." Aber, fügte er hinzu, "das Problem ist, falls man ein Problem ignoriert, verschwindet es nicht von selbst".³

Ob man solch ein Problem mit den Fäusten nachhaltig lösen kann, ist zwar auch zweifelhaft. Dennoch kam es am 9. September im kalifornischen Beverly Hills zu einem kurzen heftigen Faustkampf zwischen dem 37-jährigen Filmemacher Bart Sibrel und dem 72-jährigen Astronauten Buzz Aldrin. Den Anlass dazu hat Sibrel selbst geliefert, der seit Jahren nicht nur eine Mondlandungs-Verschwörungstheorie propagiert, sondern die an der ersten Mondlandung Beteiligten gern mit einer Bibel überrascht, auf der diese dann wiederum die Echtheit ihres Unternehmens öffentlich beschwören soll.

Als er nun damit den Mondausflügler Aldrin konfrontiert hat, hat dieser, statt zu schwören, kurzerhand kräftig zugeschlagen - vor laufender Videokamera. Doch der Filmemacher kann offenbar einiges vertragen. "He has a good punch. It was quick, too. I didn't see it coming", hat anschließend in einem ausführlichen Kampfbericht der St. Petersburg Times Sibrel die Schlagkraft seines Kontrahenten gelobt.

x
Fehler melden
Telepolis zitieren
Vielen Dank!
Kommentare lesen (283 Beiträge) mehr...
Anzeige

Die UFOs und die CIA

Florian Rötzer 17.08.1999

Mit einem neuen, durchaus selbstkritischen Bericht sucht der Geheimdienst weit verbreiteten Verschwörungstheorien entgegenzutreten - wahrscheinlich vergeblich

Ob es UFOs, gelandete ETs und die angeblichen Entführungen von Menschen gibt, ist eine Glaubensfrage, die auch erheblich damit zu tun hat, welche Macht man dem Staat einräumt. Unter Beschuss der UFO-Gläubigen steht seit jeher die CIA, die angeblich Fakten gegenüber der Öffentlichkeit verschleiert. Und wo die Geheimdienste involviert sind, gedeihen die Gerüchte und die Verschwörungstheorien - oft genug durch verquere Geheimhaltungsstrategien verstärkt - besonders gut. Dass die CIA keine Fakten über die Existenz von UFOs verheimlicht hat, will jetzt ein neuer Bericht mit dem Titel: "A Die-Hard Issue. CIA's Role in the Study of UFOs, 1947-90" belegen, der auch kritisch auf viele Fehler und Ungeschicktheiten der Behörden und des Militärs hinweist.

weiterlesen
Weit weg mit Telepolis
Anzeige
Auf nach Brasilien
Leben im Regenwald, Nationalpark Iguacu, Rio de Janeiro
Cover

Leben im Gehäuse

Wohnen als Prozess der Zivilisation

Anzeige
Cover

Medienkritik

Zu den Verwerfungen im journalistischen Feld

Anzeige
Hellwach mit Telepolis
Anzeige
Cafe
Telepolis-Cafe

Angebot des Monats:
Kaffee und Espresso aus Guatemala in der Telepolis-Edition für unsere Leser

Cover

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise

bilder

seen.by

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

Tastenkürzel:

ctrl-Taste:
Zum Wechseln zwischen Heise- und Google-Suche

esc-Taste:
Verlassen und Zurücksetzen des Eingabe-Felds

Buchstaben-Taste F
Direkt zur Suche springen

SUCHEN

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

SUCHEN

.
.