Die letzte Chance für die Erde?
State of the World 2003
Die gestern erschienene 20. Geburtstagsedition des jährlich herausgegebenen State of the World des Worldwatch Institute warnt, dass uns nur noch eine, höchstens zwei Generationen Zeit bliebe, um das Leben auf der Erde zu retten.
![]() |
Die letzten Chancen müssten jetzt ergriffen werden, so der State of the World 2003. Ein interdisziplinäres Forscherteam hat sowohl katastrophale Entwicklungen als auch solche, die zu Hoffnung berechtigen, recherchiert und protokolliert. Ein zentraler Hoffnungsträger seien die erneuerbaren Energien (vgl. Telepolis Special Zukunftsenergien), die ein jährliches Wachstum von über 25 Prozent zu verzeichnen haben. Auch der ökologische Landbau wird wirtschaftlich gesehen immer mächtiger und einflussreicher. Die Abschaffung der Pockenepidemie, die Senkung der Geburtenrate und die Verlangsamung des Wachstums des Ozonlochs sind drei weitere Hoffnungsschimmer, doch die düsteren Fakten halten locker das Übergewicht.
|
|
240 Millionen Menschen leben in Ländern, die auf Import von Nahrungsmitteln angewiesen sind. Ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in absoluter Armut - von weniger als einem Dollar am Tag. Etwa ein Viertel des Erntelandes in Entwicklungsländern ist zerstört. Bis 2025 wird die Wasserknappheit in vielen Ländern dramatisch zunehmen, bereits jetzt leben mehr als 500 Millionen Menschen in Gebieten, die von übergroßer Trockenheit bedroht sind. Die globale Erwärmung schreitet fort und der Karbondioxidanteil in der Atmosphäre ist so hoch wie seit mindestens 420 000 Jahren nicht. Ein Grossteil Korallenriffe, ein Viertel der Säugetierarten und 12 Prozent der Vogelarten sind vom Aussterben bedroht; 30 Prozent der Wälder sind ernsthaft geschädigt und verschwinden in rasendem Tempo. 7000 Menschen sterben täglich an Malaria.
Die Bausteine für eine historische Neuerfindung der menschlichen Zivilisation müssen jetzt gelegt werden,
so das Fazit des Berichts. Anders gesagt: Wir können es schaffen, wenn wir wollen. Aber ob wir wollen können?
http://www.heise.de/tp/artikel/13/13933/1.html- Religion (24.1.2003 22:41)
- Wiedernocheinmal (15.1.2003 13:56)
- Alternative 3 (15.1.2003 11:43)
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.
Aktive und passive Alien-Artefakte im Sonnensystem
SETA - Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen - Teil 2

