Druckfrisch und sehr schön
Der "Saddam-Dinar-Bubble"
Im November 1923 bekam man für einen Dollar 4, 2 Billionen Papiermark. In den Münchener Bierkellern, wo sich Hitlers erste Anhänger versammelten, wurde heftig gemurrt, was das denn für ein Land sei, in dem ein Bier eine Millionen Mark koste.[1]
Eine Hyperinflation herrscht auch im Irak. Wechselkurse behaupten, ein irakischer Dinar sei etwa drei Dollar wert, was vor dem ersten Golfkrieg der Realität entsprach; sein realer Tauschwert ist laut US-Schatzkammer gleich null. Die Inflation betrug zwischen 1994 und 2001 jährlich 80,4 Prozent. Eine Taxifahrt um die Rente abzuholen kostete beispielsweise mehr als die Rente erbrachte (vgl. Embargos.de)
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Seit Kriegsbeginn hoffen Spekulanten jedoch auf eine rasche Erholung des Ölstaates und seiner Währung, laut Berichten ein Grund für manche, sich "säckeweise" mit den Saddam-Scheinen einzudecken, die bei Ebay schon jetzt Furore machen. Als "Crisp" und "high collectible" preisen die Online-Aktionäre ihre Ware; 76 Dollar für einen 100 Dinar-Schein? Bei Ebay ist alles möglich. Auch beim deutschsprachigen Ebay kreisen schon die ersten Euro-Geier über den "druckfrischen", "sehr schönen", grünen oder roten Banknoten, alle mit Saddamkonterfei, das Bieten scheint jedoch noch nicht so ganz in Schwung gekommen. Wired stellt einen Dinar-Händler vor, der zur Zeit auf Ebay so viele Scheine verkauft, dass er nicht mehr zum Schlafen kommt. Diese "Diktator-Noten" hätten einen regelrechten "Saddam-Dinar-Bubble" ausgelöst. Und morgen der "Iran-Rial-Bubble"?
http://www.heise.de/tp/artikel/14/14580/1.html- Sonntagmorgen ist die Welt noch in Ordnung :-) (13.4.2003 16:16)
- Ergibt sich zwangsläufig (13.4.2003 8:47)
- kein cold war 2! (13.4.2003 1:48)
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