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Laut einer Umfrage unter US-Amerikanern war der Krieg ein Erfolg auf der ganzen Linie
Die New York Times und CBS haben am Wochenende eine Umfrage durchgeführt, die belegt, dass der Irakkrieg ein erfolgreicher Popularititätsfischzug für George W. Bush war. Es muss in der Familie liegen: Bushs Vater durfte in den ersten Monaten nach dem Golfkrieg von 1991 einen ähnlichen Beliebtheitsanstieg verzeichnen.
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So viel Angst, Paranoia und Terrorpanik das amerikanische Volk in den letzten 19 Monaten heimsuchten, endlich scheint es beruhigt zu sein: Eine Mehrheit von 62 Prozent glaubt erstmals seit 2001, dass die Nation den "Krieg gegen den Terrorismus" gewinnt. 73 Prozent der befragten Amerikaner halten Bush für einen Präsidenten, dessen "job performance" gut ist; 79 Prozent schätzen sein Durchgreifen im Irak. Eine Woche vor dem Krieg bildeten Bushs Bewunderer nur 59 Prozent. Selbst unter den Demokraten sind 61 Prozent pro-Bush eingestellt. Deren Chancen stehen dementsprechend gar nicht so gut. 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die USA unter Bush in die richtige Richtung steuern, das sind 20 Prozent mehr als im Februar. Selbst in Sachen Wirtschaft, zur Zeit das "Lieblingsfach" der Demokraten, liegen die beiden Parteien bei der Umfrage gleichauf. Bushs Feldzug hat auch sein Image als Wirtschaftpolitiker saniert, zumindest vorübergehend.
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Laut Befragung erwarten die Amerikaner, dass die USA ihre aggressiven Bemühungen, die Weltpolizei zu spielen noch intensivieren werden. Sechs von zehn Befragten halten es für sehr wahrscheinlich, dass der Erfolg im Irak die USA dazu ermutigt, auch in Korea oder Syrien zu intervenieren; drei von zehn Befragten hielten dies für nicht sehr wahrscheinlich. Eine militärische Intervention im Iran sieht die Hälfte der Befragten voraus. 56 Prozent erwarten, dass die US-Truppen sich mindestens noch ein Jahr im Irak aufhalten werden. Fast 60 Prozent sehen einen klaren Sieg der USA im Irak-Konflikt, selbst wenn weder Saddam noch irgendwelche Massenvernichtungswaffen gefunden werden, deren vermeintliche Existenz ja eigentlich die Begründung für den Krieg gewesen war. Immerhin 44 Prozent meinten, es habe weniger "casualties" (zivile Todesopfer) gegeben, als sie erwartet hätten.
"Wir haben jetzt alles vom Irak", zitiert die New York Times eine 59jährige Demokratin aus New York City. "Saddam oder seine Waffen brauchen wir nicht. Wir haben die Ölfelder unter Kontrolle und die Kooperation des Volkes." Der (unbewusste?) Rassismus, welcher aus diesen Worten sowie den Ergebnissen der Befragung spricht, ist gespenstisch.
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Beim Wiederaufbau des Irak befürwortet eine Mehrheit der Befragten, dass die UN große Teile der Verantwortung übernimmt. Und 51 Prozent sind eigentlich dagegen, dass die USA ein anderes Land angreift, ohne angegriffen worden zu sein. Warum dann die Begeisterung für den "gelungenen" Feldzug? Weil es einfach zu schön ist, einen Krieg zu gewinnen? Bei der Frage, welches Land in Zukunft eine Bedrohung für die USA darstelle, nannten 39 Prozent Nordkorea, nur 5 Prozent Syrien und 1 Prozent Iran. Syrien kann also noch negative Propaganda gebrauchen, eine Arbeit, die in bewährter Manier gerade gemacht wird.
http://www.heise.de/tp/artikel/14/14620/1.html- normal ist das nicht (20.4.2003 22:15)
- Betr.: Vorsicht Weltuntergang! Bitte zurücktreten! (19.4.2003 19:58)
- Fussballspiel mit einer Mannschaft auf dem Feld (18.4.2003 2:10)
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