Masturbate-a-Thon

Ernst Corinth 06.05.2003

Der Mai ist in den USA der Nationale Masturbations-Monat

Manche tun es täglich, viele heimlich und einige sogar öffentlich, was manchmal unangenehme juristische Folgen hat. Dann gibt es sogar Leute, die tun es entspannt für den Frieden. Und es gibt andere, die onanieren bis die Schwarte kracht; und zwar für einen guten Zweck.

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Seit fünf Jahren schon finden in den USA nämlich so genannte "Masturbate-a-Thon"-Veranstaltungen statt, also frei übersetzt: Masturbations-Marathons. Dabei suchen sich die Teilnehmer zuvor Sponsoren, die bereit sind, für das Handanlegen zu bezahlen. Pro Minute Onanie gibt es dann beispielsweise einen Dollar, und wer richtig lang durchhält, der erhält eine entsprechend hohe Summe, die er anschließend an eine vorher von den Veranstaltern ausgeguckte gemeinnützige Einrichtung überweist. Der Masturbations-Rekord liegt übrigens bei sechs Stunden und 15 Minuten. Und die höchste Summe, die ein Teilnehmer auf diese Weise zusammenbekommen hat, bei 1000 Dollar.

Kurzum: eine hübsche Idee, die sich offenbar inzwischen zu einem richtig kleinen, aber nationalweiten Event entwickelt. So wird gleich auf mehreren Netzseiten wie hier der Mai zum Nationalen Masturbations-Monat erklärt. In einigen Großstädten werden die geplanten Tage der Selbstbefriedung von Vorträgen und Workshops begleitet, in denen Männer und Frauen nicht nur praktische Tipps fürs richtige Masturbieren bekommen, sondern auch den Umgang mit Sex Toys erlernen können.

May 18th - Seattle
Super Sex Technologies & Breathe into Orgasm
Sunday, May 18th, 12:30 -4:00, $60

Join Dr. Annie Sprinkle for an intensive workshop for all women. Follow along with Annie as she demonstrates The Wave, soundgasms, kegelplay, and the microcosmic orbit. Learn basic sex magic, sexual healing techniques, ecstasy breathing, and how to master your sexual energy. Space is limited, pre-registration is required!

Und außerdem gibt es inzwischen sogar Treffen, bei denen nicht wie bisher daheim und allein, sondern gemeinsam onaniert wird. Auch das kommt an - wie das vergangene Wochenende gezeigt hat, an dem sich in San Francisco gut 100 Leute getroffen haben, um es kollektiv allein zu machen, geschlechtsübergreifend oder hübsch getrennt in Räumen für Frauen oder Männer. Das dabei fast wie beim Rubbel-Los erarbeitete Geld soll jetzt dem gemeinnützigen Center for Sex and Culture gespendet werden. Und insgesamt sind nach Angaben der Veranstalter in den letzten fünf Jahren bei den "San Francisco Masturbate-a-Thons" 25.000 Dollar eronaniert worden.

http://www.heise.de/tp/artikel/14/14743/1.html
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