Der PISA-Nachschlag

Thorsten Stegemann 02.07.2003

UNESCO und OECD stellen Ergänzungsstudie vor

Am Montag dieser Woche stellten UNESCO und OECD in London die ergänzende PISA-Studie "Grundbildungskompetenzen für die Welt von morgen" vor. Anders als bei der PISA-Studie 2000 wurden diesmal nicht 32, sondern 43 Länder analysiert und hinsichtlich der Kompetenzen 15jähriger Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesen, Mathematik und Wissenschaften untersucht.

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Doch auch andernorts wurden massive Probleme festgestellt. In den OECD-Ländern erreichen rund 18% der Schüler nur die niedrigste Stufe der Lesekompetenz, in Albanien, Brasilien, Mazedonien oder Peru sind es sogar deutlich über 50%. Um den weltweiten Anstieg des Analphabetismus zu verhindern oder wenigstens zu begrenzen, schlagen die Autoren vor, "die Bildungsangebote für Benachteiligte und Minderheiten zu verbessern und Schulen gezielt zu fördern, in denen sozial schwache Gruppen überproportional vertreten sind." Außerdem könne eine stärkere Partizipation der Kinder am Schulalltag, ein "positives Teamwork im Lehrerkollegium" und die Forcierung der schulischen Eigenständigkeit die Lernerfolge positiv beeinflussen. Nur Zeit wird es langsam, sonst kommt tatsächlich noch jemand auf den Gedanken, sich ernsthaft zu fragen, warum und für wen die deutsche Bundesministerin Edelgard Bulmahn in Berlin eine Konferenz mit dem so vielversprechenden Titel "Exportartikel Bildung" veranstaltet ...

http://www.heise.de/tp/artikel/15/15116/1.html
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