Das Urheberrecht geht in die zweite Runde

05.01.2004

Online-Umfrage über Wissen und Einstellungen zum neuen Urheberrecht, das Ergebnis soll Bundejustizministerium vorgelegt werden

Im September 2003 sah die Bundesregierung den digitalen Tatsachen ins Auge und verabschiedete das Urheberrecht in der Informationsgesellschaft. Das neue Gesetzeswerk erkannte im Gegensatz zu seinem Vorgänger von 1965, dass es a) das Internet gibt, und b), dass dort das geistige Eigentum anders geschützt werden muss als im Kopierer der Stadtbibliothek.

Was geschützt werden muss, vor wem und für wie viel ist dagegen immer noch nicht ganz klar (Gesetzbuch zu ... und alle Fragen offen: Teil I und Teil II). Die derzeitige Kampagne der Filmindustrie brandmarkt den Raubkopierer als Verbrecher (Der Fels im Strom der digitalen Veränderungen), die Initiative Rettet die Privatkopie hält ihr Logo vom Karnickel dagegen, das sich wie bekannt gerne unentgeltlich und zuhauf vermehrt.

Auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries möchte dem Verbraucher das Recht auf die Zweit-CD fürs Auto zugestehen, Sicherungscodes dürfen dabei aber nicht geknackt werden. Ein Widerspruch? Da es derer noch mehrere gibt, tagt derzeit die "AG Urheberrecht Zweiter Korb" (Im Bereich des Halbwahnsinns).

Die Lobbyisten aus Musik- und Filmindustrie sind in den Arbeitsgruppen, die das Bundesjustizministerium im Herbst einberufen hat, bereits vertreten. Der Bürger im Netz, der bislang fröhlich dem Filesharing frönte, scheint bislang eher unterrepräsentiert - ist doch diese Klientel weitaus weniger organisiert.

Eine studentische Projektgruppe an der Universität der Künste Berlin im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation hat jetzt im Rahmen ihrer Diplomarbeit einen Fragebogen entwickelt, der Wissen und Einstellungen zum neuen Urheberrecht testen soll. Der Fragebogen kann online ausgefüllt werden. Ende Mai werden die Ergebnisse hier veröffentlicht und dem Bundesjustizministerium als repräsentatives Meinungsbild vorgelegt.

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