Was die Bild-Zeitung kann, das können wir auch!

Ernst Corinth 25.02.2004

Wer kennt Geschichten über TINA SCHÜLER, BERND KELM, ILKA ROXIN, B. A. FRIEDRICH oder D. JURKO?

So geht es schon seit Tagen: "Das sagen junge Türkinnen zu Sibel Kekillis Vergangenheit", "Warum drehte die zarte Diva so harte Pornos?" "Hat die süße Film-Diva ihr Herz schon vergeben?" "Der Star und die Pornoszene ­ wie alles begann." Und nun ganz frisch: "BILD erfuhr: Sibel Kekilli arbeitete für eine Stripperinnen- und Go-Go-Tänzer-Agentur in Essen. Der Chef: "Sie wollte oben ohne tanzen und strippen. Pro Auftritt bekam sie 200 Euro. Dann hatte sie plötzlich keine Zeit mehr. Aber in der Kartei ist sie noch immer drin.""

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Was die Bild-Zeitung derzeit mit der jungen Schauspielerin Sibel Kekilli und Hauptdarstellerin des Films "Gegen die Wand" on- und offline treibt, kann man nennen, wie man will. Aber schmierig ist die Art auf jeden Fall, wie hier mit Blick auf die Verkaufszahlen eine Hexenjagd, ja ein Kesseltreiben inszeniert wird, bei denen es den Machern völlig egal ist, wie ihre Opfer die Vorgänge verkraften. Dass diese Jagd zudem geleitet wird von einem Chef, der vor einiger Zeit die Gerichte bemüht hat, weil jemand Scherze über seinen angeblich zu kleinen Kai gerissen hat, passt ganz gut ins Bild. Schließlich hat man beim Lesen dieser Texte das ungute Gefühl, dass der Verfasser sie von seinem Unterleib diktiert bekommen hat.

So weit, so pervers. Aber warum soll man den Spieß nicht einfach mal umdrehen. Schließlich ist das, was mit Sibel Kekilli geschieht, kein Einzelfall, sondern vielmehr seit Jahren eine bewährte Bild-Praxis. Und da die betreffenden Texte namentlich gekennzeichnet sind, könnte man doch eigentlich auch mal in der Vergangenheit dieser Bild-Autoren herumschnüffeln. - Und das soll nun und hiermit geschehen: Wer also Geschichten aus dem Leben von TINA SCHÜLER, BERND KELM, ILKA ROXIN, B. A. FRIEDRICH oder D. JURKO kennt, möge sie bitte an folgende E-Mail-Adresse schicken: bildstinkt@aol.com. Interessant sind Verfehlungen und Peinlichkeiten jeglicher Art. Auch aus den Kindertagen dieser Autoren. Und besonders schön wären ein paar wirklich unangenehme Fotos der betreffenden Personen. Wir veröffentlichen alles - genau wie Bild.

http://www.heise.de/tp/artikel/16/16832/1.html
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