Neue Enthüllungen über George W. Bush

Ernst Corinth 04.09.2004

Alte Saufkumpane des Präsidenten packen aus

Da wird sich Osama Bin Laden bestimmt mächtig freuen: In einer aktuellen Umfrage der Zeitschrift "Time hat sich US-Präsident George W. Bush erstmals deutlich gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry durchgesetzt. Würde jetzt gewählt, erhielte Bush 52 Prozent der Stimmen, Senator Kerry 41 Prozent.

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Dennoch ist das Rennen noch längst nicht entschieden, und den Champagner sollte Osama vorerst lieber noch in seinem Kühlschrank lassen. Denn nicht nur ein militärischer Orden, mit dem sich Bush vor Jahren einmal geschmückt, obwohl er ihn nie rechtmäßig erhalten hat, sorgt nämlich jetzt für Ärger. Sondern alte Saufkumpanen des einstigen angeblichen Partylöwen packen nun aus und behaupten, dass Bush, wenn es ums Trinken und Feiern ging, ein echtes Weichei gewesen sei.

Dabei folgen diese "Pleasure Boat Captains for Truth" dem Vorbild der "Schnellboot-Veteranen", die ihre ganz speziellen "Wahrheiten" über den Präsidentschaftskandidaten John Kerry verbreitet haben. Ganz speziell und vielleicht auch genauso wahr sind die Aussagen, die auf der Pleasure-Boat-Seite veröffentlich sind. Da erinnert beispielsweise Wilbur Buckley, Skipper auf der S.S. Xanadu, an Bushs Behauptung, dass er das Trinken im Jahre 1986 aufgegeben habe.

"Das ist eine Lüge, sagt Buckley. Er könne sich nämlich an eine Nacht im Jahre 1980 erinnern, in der Bush bereits nach nur drei oder vier Bier nichts mehr habe trinken wollen. Doch besonders erschütternd sind ein auf dieser Seite publiziertes Video und ein Link, der zu einer Seite führt, die äußerst ausführlich über "George W. Bush in Vietnam informiert.

Trotz der neusten Wahlumfrage sieht es also nach diesen sensationellen Enthüllungen ziemlich schlecht aus für den derzeitigen Präsidenten. Schließlich halten es führende amerikanische Wahlanalysten für undenkbar,dass die USA zukünftig von einem Mann regiert werden, der weder richtig säuft noch heftig hurt. Und nur dann die Sau rauslässt, wenn er mit seinen Mitarbeitern das neue Modespiel "Doing a Lynndie" spielen darf.

http://www.heise.de/tp/artikel/18/18269/1.html
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