Granatwerfer für Kampfroboter

Florian Rötzer 02.04.2005

Von der US-Armee wurde ein neues Waffensystem gestestet

Neben mit Waffen ausgestatten Drohnen, die bereits vom US-Militär eingesetzt werden, kommen als nächste Gattung von ferngesteuerten Kampfrobotern unbemannte Fahrzeuge. 18 Stück eines solchen bewaffneten Bodenfahrzeugs (unmanned ground vehicle - UGV) wurden bereits in den Irak gebracht. Nun hat die US-Armee Tests mit einem Folgemodell durchgeführt, das eine beeindruckende Feuerkraft hat.

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Talon-Roboter mit dem Granatwerfer von Metal Storm. Bild

Die im Irak eingesetzten Talon-Robotfahrzeuge mit dem eher unschuldigen Namen SWORDS (Special Weapons Observation Reconnaissance Detection Systems) wurden mit einem Maschinengewehr ausgestattet, das pro Minute 300 bis 350 Schuss feuern kann (Kampfroboter für den Irak). Sie sollen vor allem dazu dienen, Patrouillen zu schützen. Gesteuert werden diese Kampfroboter über vier Kameras mit Zoom und einem Nachtsichtgerät durch zwei Joysticks. Bis zu vier Stunden kann das höchstens 6 Stundenkilometer schnelle oder langsame Kettenfahrzeug mit seiner Batterie unterwegs sein und auch Treppen, Steine oder Stacheldrahtsperren überwinden.

Das neue UGV basiert auf demselben Talon-Robotfahrzeug, wurde aber mit einem Waffensystem der australischen Firma Metal Storm Limited ausgerüstet. Das Unternehmen wurde bekannt durch seine unglaubliche Technik, mit der sich theoretisch aus einem Gewehr oder einer anderen Waffe eine Million Schuss in der Minute abfeuern lässt.

Das Robotfahrzeug, das vom ARDEC (Armament Research, Development and Engineering Center) im Picatinny Arsenal, nicht weit von New York, getestet wurde, war mit einer neuen 40 mm Waffe ausgestattet. Aus jedem der vier Rohre können vier Schuss abgefeuert werden. Ausgestattet wurde die Waffe noch mit einem speziellen optischen Zielgerät, das eine genaue und stabile Bedienung der Waffe erlaubt.

Metal Storm entwickelt für die Armee Waffensysteme, ARDEC führt sie vor und bewertet sie. Wie Metal Storm wenig üerraschend berichtet, sei die Vorführung mit dem UGV erfolgreich verlaufen. Beschossen und getroffen wurden simulierte Personen, ein Armeefahrzeug sowie ein Bunker. Die Waffe soll demnächst auch bei der Drohne Dragonfly getestet werden.

http://www.heise.de/tp/artikel/19/19805/1.html
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