Der Mediendiskurs in der Krise?

30.09.1997

Anmerkungen zu den Treffen in Kassel und Linz

Von großer Müdigkeit war vor einiger Zeit in Telepolis die Rede. Falls es stimmt, daß Kongresse so etwas wie Ist-Zustände wiederspiegeln, Trends setzen und/oder sogar ihre Zeit in Gedanken zu fassen vermögen, so war von dieser Klage für denjenigen, der die Schwerkraft seines Körpers überwand und sich die Anstrengung, das Vergnügen und die Zeitverschwendung leistete, zu den Medien-Tagungen nach Kassel und Linz aufzubrechen, zunächst wenig zu spüren.

Komplexe Themenstellungen und jeweils dicht gedrängte Programmabläufe warteten auf den Besucher. Viel Aufregung herrschte, hektische Betriebsamkeit. Von der "großen Müdigkeit" schienen buchstäblich nur die überreizten, nahe am Nervenzusammenbruch arbeiteten Kongreßleitungen und Organisationsteams befallen.

Über den Kongreßbetrieb erfährt man normalerweise nichts. Rudolf Maresch berichtet von den Ritualen während zweier Konferenzen mit internationalen Referenten und kommt zum Schluß, daß trotz hektischer Betriebsamkeit die theoretische Auseinandersetzung auf der Stelle tritt.

We can be heroes just for one day.

David Bowie

Man/frau traf sich wieder, so der erste Eindruck. Prominente und Altbekannte, durch den Mediendiskurs inzwischen zu bescheidenem Ruhm gekommen, genossen sichtlich ihr "Präsenz-Sein" vor Ort, und eine umtriebige Neo-Garde, konkurrierte um Aufmerksamkeit bei der Prominenz. Nutzte mancher der Eingeladenen die Gelegenheit, die bekannten akademischen Stile, Gesten und Verhaltensweisen zu kultivieren und sich in hohlen Rhetoriken und wohl bekannten Ritualen zu üben, benutzten andere die Zusammenkünfte als Bühne, um Designerklamotten, vornehmlich (wie seinerzeit die französischen Nachkriegs-Existentialisten) im modischen Schwarz zu präsentieren und/oder sich hinter Mischpulten und Programmen, Bildschirmen und High-Tech-Türmen zu verbergen.

Ins Auge stach, daß allen Referenten und Referentinnen der "verbilligte Luxus" sichtlich behagte, den die Ramadas den Angereisten boten. Und ebenso auffallend war die familiäre Atmosphäre, sowohl in Nordhessen wie auch in Oberrösterreich. Jeder schien irgendwie jeden zu kennen. Während die einen vornehmlich tratschten und klatschten, beispielsweise wer zur Zeit mit wem oder warum der/diejenige eingeladen wurde und der/die andere nicht, versuchten andere, ihr Projekt vorzustellen, es an Mann oder Frau zu bringen oder sich wenigstens durch kluge Beiträge für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Der Mediendiskurs tritt auf der Stelle

Üblicherweise verlieren Berichterstatter darüber kein Wort. Kongreßbetrieb interessiert nicht. Jeder kennt ihn, entweder aus eigener Anschauung oder vielleicht, literarisch verarbeitet, aus Dieter Schwanitz' Campus-Buch oder Ernst-Wilhelm Händlers Kongreß. Und er wäre wohl auch nicht weiter der Rede wert, wenn er nicht zugleich auch ein Symptom beschriebe, ein Dilemma aufzeigte, unter dem der Mediendiskurs schon seit geraumer Zeit leidet: Er tritt auf der Stelle. Und zwar nicht etwa, weil die Leute vielleicht satt geworden, die Lust am Hype verloren hätten. Und auch nicht deshalb, weil sie zu wenig Aktivitäten entwickelten oder sich in neue Projekte involvierten. Im Gegenteil!

Der Verfall der Theorie

Bis an die Grenzen physischer Belastung sind sie, ob Theoretiker, Pragmatiker oder Künstler, hyperaktiv. Sie denken und reisen, theoretisieren und programmieren, (de)konstruieren und konsumieren viel und schnell, und sie hasten und hetzen von einem Projekt oder Event zum nächsten. Die Effekte dieses Tuns bekommen dem Mediendiskurs jedoch überhaupt nicht. Zum Teil wird, vor allem was die "elektronische Reise-Schickeria" angeht, kaum noch gründlich recherchiert. Wie soll das auch gehen, wenn man permanent, mit Laptop und Handy bewehrt, von einem Ort zum anderen springt und überall sozusagen auf der Durchreise ist. So manchen Texten, die vorgetragen oder publiziert werden, merkt man an, daß sie in der economy class der diversen Transportmittel geschrieben oder auf die Schnelle aus verschiedenen Vortragsbausteinen zusammengebastelt worden sind.

Endet der Mediendiskurs im Palaver?

Kaum jemand kümmert sich darum, ob sich die Dinge denn nun tatsächlich so verhalten wie vorgestellt. Sich auf einen meist nur halb verdauten (radikalen) Konstruktivismus berufend, glaubt sich mancher Medientheorist legitimiert, nur noch seine neuesten Einfälle und Assoziationen fließen zu lassen, statt Argumente vorzutragen und sie mit Fakten oder historischen Daten zu untermauern. Nicht daß das bisweilen uninteressant oder wenig unterhaltsam wäre. Die Wiederkehr der topoi, so hat das vor einiger Zeit Elena Esposito festgestellt, ist eine Begleiterscheinung und Folge exzessiver Netzkommunikation. Wenn Daherreden aber die Gehirne kolonisiert, und diese Rhetoriken noch mit mahnendem Zeigefinger in wohlgefälliger Selbstüberschätzung vorgebracht werden, dann wird es auch für den Mediendiskurs bedenklich.

Über diesen Mangel an präziser und hinreichend reflektierter Analyse und Beschreibung muß gesprochen werden, wenn der Mediendiskurs im Konzert der Diskurse ernst genommen werden und nicht im Palaver enden will. Und wenn in Vorträgen, wie in Linz geschehen, einem internationalem Publikum fast zehn Minuten lang die in Bälde erscheinenden Werke (Buch mit Audiocassette) angepriesen werden, und dieses darüber nicht protestiert, dann ist eine Grenze erreicht, eine Grenze nicht nur des guten Geschmacks, und wird es peinlich. Über soviel Cuzpe kann der Beobachter eigentlich nur noch erstaunt den Kopf schütteln. Augenscheinlich will mancher am Cyberhype noch schnell profitieren und in die Champions League des Mediendiskurses aufsteigen, bevor er endgültig den Bach hinuntergeht.

Netzkritik

Ein unrühmliches Gastspiel dieser Art lieferte in Kassel die Netzkritik. "Netzkritik" nennt sich bekanntlich jener Wortschwall aus Verdächtigungen und Unterstellungen, falschen Referenzen und Kausalattribuierungen, der mit Evidenzen, Selbstgewißheiten und Wahrheitsformeln wie zum Beispiel Grundirrtum, Fehleinschätzung etc. operiert. Und genau eine solche Beobachtung erster Ordnung präsentierten Geert Lovink und sein Partner Pit Schultz. Bemerkenswert war dieses Mal weniger die Konsequenz, mit der das Phantasma des Häuserkampfes iteriert und auf die Datennetze übertragen wird, als der Ton, der in meinen Ohren merklich lauter und schriller ausfiel als sonst.

Beschwörung einer vergangenen Hackerkultur

Offenbar gibt es eine direkte Beziehung zwischen erfahrener Handlungsohnmacht und dem Ende des Hackertraums vom freiem Zugang. Je kommerzieller und staatlich regulierter nämlich die Netze werden, desto vehementer, fordernder und ideologischer werden die Agitationen, die überholten Freund/Feind Topiken von der Netzkritik reaktualisiert. Dem eher flauen Sommer soll, so die Drohung der Netzkritiker, ein "heißer Herbst" folgen. Ausnahmslos allen Vertretern des Mediendiskurses wurde eine "falsche Gesinnung" unterstellt: Diskursanalytikern, weil sie mit der Macht (welcher?) gemeinsame Sache machen; Medienkünstlern, weil sie sich von den big firms der Computerindustrie (Silicon Grapics) kaufen und in eine Master-slave-Beziehung transformieren lassen; rechten und linken Technik-Kritikern, weil sie der Technik alle erdenklichen Teufeleien andichten. Als Alternative wurde den Zuhörern das Anti-Sein als die wahre und einzige Daseins- und Lebensform im mediatisierten Zeitalter empfohlen.

Was Wunder, daß die Netzkritiker noch einmal die Ideale einer vergangenen Hackerkultur beschwörten: das Knacken der Institutionen, das Hacken an der Dezentralisierung der Netze. Wozu dies schließlich führen soll, darüber schwieg sich die Netzkritik wieder einmal aus. Das diffuse und krude Bild "freier Austauschverhältnisse", das der Beobachter am Horizont irgendwie erahnen kann, ist dafür aber zu wenig. Und daß die Netzkritik an jenem Cyberhype parasitiert (siehe Agentur Bilwet), den sie in so vehementer Weise attackiert, blieb ebenfalls ein blinder Fleck. Höchst amüsant wirkte die Forderung, der an der Columbia Universität weilende Friedrich Kittler möge endlich seine Distanz aufgeben und im Netz aktiv werden. Was die Netzkritik offensichtlich nicht wußte, war, daß der so Gescholtene zu einer Zeit Röhren, Transistoren und Schaltungen lötete, als die Netzkritiker vermutlich noch mit der Eisenbahn gespielt haben dürften.

Flammenwerfermentalität

Mit radical chic lassen sich vielleicht Leute von offenen Kanälen oder alternativen Radios beeindrucken und verblüffen - es wurden auch sofort neue Termine, neue Events verabredet -, die sich via SPEX, DIE BEUTE und anderen Fanzines halb verdaute poststrukturalistische Termini hineingezogen haben. An der Kasseler Akademie jedenfalls kam die Netzkritik mit ihrem Redefluß nicht an. Zu recht prangerte man ihre Flammenwerfer-Mentalität an, bezichtigte sie eines totalitären Sprachgebrauchs und warf ihr ein Ver- und Beharren auf längst überwundenen Positionen (rechts/links; Industrie/Hacker) vor. Mit dieser Reaktion hatte die Netzkritik offensichtlich nicht gerechnet. So durcheinander hatte man sie noch nicht gesehen.

Völlig perplex schien die Netzkritik aber erst, als Siegfried Zielinski, Direktor der Hochschule für Medien in Köln, tags darauf, gerade erst aus Sao Paulo nach Kassel gejettet, etwas wohlgeformter freilich, ähnliche, von ihm so noch nicht gehörte Töne anschlug. Für seine ersichtlich vom Dietmar Kamper-Virus befallene (mit ihm hatte er in Brasilien ein Seminar über "Informationsexplosion" abgehalten) und von Verabschiedungsformeln durchtränkte Rede (globales Dorf, Virtualität), für sein Plädoyer für eine subversive Medienkunst, die die Differenz analoger und digitaler Medien dramatisiert, Interfaces nicht harmonisiert und eine eigene Sprache spricht (als Beispiele dafür nannte er Sandy Stone und Arthur und Marielouise Kroker) zollte ihm die versammelte Gemeinde Beifall.

In der Hektik der Reiseplanung hatte die Netzkritik wohl übersehen, daß es sehr wohl einen Unterschied macht, an welchem Ort wer was wie spricht. Nicht überall kann man, so lehrt der frühe Michel Foucault, assoziativ denken, sondern muß präzise und klar formulierte Gedanken und Argumente vortragen.

Suche nach einem neuen Hype

Vielleicht ist es unfair und ungerecht, das Virus, an dem der Mediendiskurs leidet, hier allein an der Netzkritik festzumachen. Es ließen sich auch andere benennen, die die Bühnen in Linz und Kassel benutzten, um bekannte Inhalte wiederzukäuen oder verzweifelt nach einem neuen Hype Ausschau zu halten. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Hier geht es nicht um das Miesmachen irgendwelcher Personen oder Adressen, sondern um die Beschreibung eines grassierenden Symptoms, das sich Personen bedient und sich so verbreitet. Jungstar Hartmut Winkler etwa, der in Kassel bei der gleichzeitig tagenden "Interfiction"-Gruppe mit einem, von ihm auch so bezeichneten "revisionistischen" Papier zur "Informationsgesellschaft" provozieren wollte.

Nachdem mit Dekonstruktion, Simulation und Hardwaregeschichten alle möglichen Positionen des Mediendiskurses okkupiert sind und damit kein Lehrstuhl mehr zu ergattern ist, gilt es, und das ist von ihm strategisch nicht unklug gedacht, ein neues "Medienprodukt" in Umlauf zu bringen. Und dieses Mem heißt, den Zeichen, nachdem sie in alle Welt verstreut wurden, wieder eine Heimat zu geben. Mit dem Thema Re-Referentialisierung, Re-Ideologisierung und Re-Territorialisierung hat Winkler tatsächlich eine Leerstelle im Mediendiskurs entdeckt. Während diese Position in der Gesellschaft wenigstens seit der Wende von 1989, dem Ende der Postmoderne, rumort, ist sie im Mediendiskurs bislang unbesetzt. Überraschend waren aber nicht die Thesen als solche - darauf hat man schon lange gewartet -, überraschend war eher, daß niemand von der anwesenden akademischen Medienguerilla dagegen aufbegehrte. Entweder waren sich die Guerilleros über die Tragweite dieses Projektes nicht im klaren oder sie stimmten mit dem Gestus und dem Vorhaben des "Etwas wieder seine Bedeutung zurückgeben zu wollen" überein. Aus ideologischer Perspektive, derer man sich auch in diesen Kreisen zunehmend befleißigt, macht das auch Sinn.

Allerhand Merkwürdigkeiten und Überflüssiges

Höchst enttäuschend verlief das Panel über die "Krypto-Gesellschaft", das mehr vernebelte als aufhellte. Nicht viel Neues unter der Sonne wußte Wolfgang Coy zu berichten, außer der schwammigen Nachricht, daß das heutige Problem der Kryptographie in der "sozialen Organisation" stecke und nicht in der Hard- oder Software, und dem Allgemeinplatz, daß die sicherste Form, einen Code zu knacken, sei, ihn kostenlos über Netscape zu verbreiten. Immerhin zeigte die Zusammenkunft, wie sehr die Verteidiger der Privatsphäre und des individuellen Datenschutzes inzwischen selbst bereits jener Paranoia unterliegen, über das aufzuklären sie angetreten sind. Ein plastisches Beispiel dafür lieferte unfreiwillig Herbert A. Meyer, als er den verblüfften Zuhörern stolz seinen individuellen Verschlüsselungskey präsentierte, den er ständig an seiner Brust trage.

Natürlich gab es auch allerhand Merkwürdigkeiten und Überflüssiges zu hören. So wollte in Kassel Hans-Dieter Bahr ernsthaft der "Maßlosigkeit des Medialen" dadurch begegnen, daß er das "Maß der Medien" in der Offenheit ihrer Verwendungen suchte. Oder etwa Sam Weber, der extra dazu aus Los Angeles eingeflogen, im schlecht vorbereiteten Versuch, den mehrdeutigen Begriff der Virtualität zu klären, auf die unselige Idee kam, Jean Marie Le Pens Aufstellung einer "virtuellen Regierung" mit Gilles Deleuze "Virtualitätsbegriff" in Beziehung zu setzen. Oder auch Paul Garrin und Donna Haraway, die beide in Linz nur Szenarien der Bedrohungen zu bieten hatten, zum einen die schon hinreichend recycelte Warnung vor den Patentierungen transgener OncoMouses und zum anderen der bis zum Überdruß gepflegten Mahnung vor der digitalen Apartheid der New World Order. Und schließlich Max More, Präsident der Extroprianer und Reizfigur der europäischen Medienkulturkritik, der mit der Neuigkeit aufwartete, der Mensch sei nicht das Ende der Evolution.

FleshFactor: ein angeschimmeltes Thema

Man sieht, es mangelte keineswegs an Aktivitäten, es fehlte weder an Ungewöhnlichem, Überraschendem und Eigenwilligem, noch an Gedanken und Ideen, wie der Kritiker der Neuen Züricher Zeitung in Linz beanstandete. "FleshFactor", das Thema dieses Jahr in Linz, riß sicher niemand vom Hocker. Sich sozusagen am Ende des Millenniums noch einmal des Humanums zu besinnen, seiner dreifachen Rolle als sterblicher Körper, vernetzte Subjektivität und Crashtest für die allerneueste Maschinentechnik, hatte schon etwas Angeschimmeltes an sich. Dergleichen hatte man in den letzten Jahren hinreichend bearbeitet gesehen, und sei es nur an irgendeiner der evangelischen Akademien oder auf den Seiten eines der gehobenen Feuilletons hierzulande. Wenn der Mediendiskurs lahmt, dann sicherlich nicht daran. Eher gibt es auch davon ein overload.

Was fehlt sind vielmehr Diskursanalysen, konzise, historische wie empirische Arbeiten, wie sie Harold Adams Innis, Michael Giesecke, Bernhard Dotzler oder Elizabeth Eisenstein vorgelegt haben, Arbeiten jenseits des Visionären, Mysteriösen und Spekulativen der amerikanischen West Coast Medien-Intelligentia einerseits und dem ideologischen Kampfgeheul, der Schlacht um längst überholte und veraltete Symbole und Metaphern wie Aneignung, Inbesitznahme und Selbstbestimmung der mitteleuropäischen Medien-Retrogarde andererseits, Studien, die sich tatsächlich die Zeit nehmen, in den (Geheim)Archiven herumzustöbern und die Geschichte der Medien und ihrer Eskalation mit all ihren Verzweigungen, soweit das überhaupt möglich ist, sauber zu recherchieren und mit den diversen Problemstellungen und Herangehensweisen, die der theoretische Diskurs derzeit zu bieten hat, zu verquicken.

Kasseler Insidertheorien

Daß dazu nicht bloß Meinungen und Insidertheorien gehören, wie sie mitunter auch in Telepolis gepflegt werden, sondern vor allem auch vermeintlich randständige Theorien, die mit den elektronischen Medien scheinbar wenig zu tun haben, sei es der Kommunitarismus, die Systemtheorie oder die dekonstruktive Sprachkritik, versteht sich von selbst. Hier liegen tatsächlich Diskursfelder brach, Themen, die darauf warten, von Medientheoretikern vernetzt und beackert zu werden, anstatt dem neuesten Hype nachzujagen. Und wer da noch von Theoriemüdigkeit spricht, dem ist angesichts der Fülle der Aufgaben wirklich nicht mehr zu helfen. Der sollte denn doch lieber Viren programmieren, Gerüchte streuen oder kommerzielle Provider zumüllen.

In Kassel traf sich die Hausgemeinde

In Kassel schienen sich die Veranstalter dieser ernsthaften Aufgabe widmen zu wollen. Schon seit langem wird dort eine Diskurs gepflegt, eine Arbeit geleistet, die seriös und angestrengt forscht und den Effekten der Medialität hinterher horcht. Unter dem Thema "Konfigurationen", einem von Walter Benjamin (einem ihrer Stammväter) entliehenen Begriff, versammelte Georg Christoph Tholen sozusagen seine Hausgemeinde um sich, allzu große Konfliktlinien und -brüche dabei leider tunlichst vermeidend. Redlich bemühten sich die 60 Vortragenden auch um einen Beitrag zur "Analyse der Wechselwirkung zwischen alten und neuen Medien", wie im Vorfeld angekündigt. Ein hehres Vorhaben, das eine stattliche Anzahl von Zuhörern angelockt hatte, aber am Ende unter der Fülle der angebotenen Themen und Vorträge, Panels und Podiumsdiskussionen kollabierte, kollabieren mußte.

Wie zu erwarten, wurde das Versprechen nur teilweise eingelöst. Nach dem viertägigen Vortragsmarathon mit allabendlichen Podiumsdiskussionen, Videopräsentationen und Kulturbeiprogramm, eine Unart, die auch an der Akademie sich zunehmend breit zu machen beginnt, blieb jedenfalls außer dem Gefühl tatsächlicher Müdigkeit jenes seltsame Oszillieren "zwischen Medien und Kunst" beim Berichterstatter übrig, das im Untertitel der Veranstaltung bereits angekündigt war.

Dennoch bekam der Besucher, sollten sie ihm bislang verborgen geblieben sein, einen Einblick in die Forschungsmethoden und Arbeitsweisen der Kasselianer. Er wurde zum Beispiel mit dem Hineinlesen von Medialität in die literarischen Texte und anschließender alteuropäischer Texthermeneutik bekannt gemacht. Er wurde konfrontiert mit dem Versuch, das Mediale bilderlos, den Ort des Mediums wie seinerzeit den Begriff des Menschen leer und unbestimmt zu lassen, eine Strategie, die sowohl die "Negative Anthropologie" Ulrich Sonnemanns als auch die "Negative Dialektik" Adornos wenig erfolgreich verfolgt und praktiziert haben. Und er wurde buchstäblich, mit Heidegger gesprochen, hineingeworfen in die Phantasmen und Metaphern, Zuschreibungen und Verstellungen, digitalen Spuren und traumatischen Risse der von der strukturalistischen Psychoanalyse geprägten und von der dekonstruktiven Posttheorie inspirierten Medienwissenschaft.

Hermetisch abgedichtet

Andererseits wurde ihm aber auch schnell klar, warum dieser Diskurs und die aufopferungsvolle Arbeit, insbesondere von "Stoffel" Tholen, von der Öffentlichkeit kaum bis gar nicht gewürdigt wird. Die Hermetik, die unter Berufung auf Lacan und Derrida leider mitunter in Kassel gepflegt wird, läßt den Außenstehenden und Nichteingeweihten relativ ratlos zurück. Ihm den Zugang zu erleichtern, daran hat sich trotz vieler Workshops in all den Jahren bis heute nichts geändert.

Norbert Bolz, der diese "Öffentlichkeitsarbeit", wenn auch im Eigeninteresse, versucht hat, ist wegen seines Pakts mit der Deutschen Telekom und seines Wechsels ins Lager zynischer Trendanalyse inzwischen dort in Ungnade gefallen - und zwar schon seit einiger Zeit. Wer das noch nicht wußte, bekam durch seine Nicht-Einladung öffentlich dokumentiert, daß die deutsche Medientheorie, wie sie Geert Lovink an dieser Stelle despektierlich genannt hat, und zwar um sie bewußt in die Nähe der vor fünfzig Jahren einmal kurzfristig zu zweifelhafter Berühmtheit gelangten "deutschen Physik" zu rücken, alles andere als eine monolithische vorzustellen ist. Was sich lapidar technische Medientheorie nennt und unter dieser Markenzeichen schreibt, hat sich spätestens seit 1990 in einen technischen (Friedrich Kittler), ästhetischen (Norbert Bolz) und negativ anthropologischen Zweig (Georg Tholen) ausdifferenziert. Verlegen die einen den Schwerpunkt auf die Artikulation des Begehrens und seine Mangelstruktur, gehen die anderen von einem medientechnischen Apriori aus, das sich in die Begehrensstruktur einschreibt und sich als Phantasmatik (Imaginäres) nachträglich äußert.

Tiefsinnig räsonierend und schwermütig

Daher ist die Klage der Kasselianer zu einem gehörigen Teil selbstverschuldet. Was hätten wohl Kevin Kelly oder William J. Mitchell, wären sie geladen gewesen, zu diesen Diskursen gesagt? Oder etwa Patti Maes, die eine Woche später in Linz in distanzierter Weise ihre Forschungen zur Programmierung von Datensklaven vorstellte und begründete? Sie wären sich vielleicht wie Außeriridische vorgekommen, Teilnehmer in einem falschen Film, und hätten vermutlich den Kopf geschüttelt über die tiefsinnig räsonnierenden und bisweilen schwermütig gewordenen Zentraleuropäer.

Zu einfach wäre es aber, das gegenwärtige Leerlaufen des Mediendiskurses auf den Konflikt Europa und Amerika zurückzuführen, wie das die Agentur Bilwet in Linz zu lancieren versucht hat. Damit würde nur Samuel Huntingtons Kampf der Kulturen auf eine höheren Ebene repliziert und fortgesetzt. So einfach ist es sicher nicht. Wer solche Konfliktlinien sucht und aufbaut, und zwar in dieser Rigidität, verkennt nicht bloß das Problem, er führt offensichtlich auch anderes im Schilde, nämlich auf der einen Seite die "deutsche" Medientheorie ihrer Provinzialität, auf der anderen Seite die Global Village Kosmopoliten ihres neoliberalistischen und sozialdarwinistischen Gedankenguts zu überführen, und dazwischen sich quasi als dritte Kraft, als wahrer Kämpfer für Freiheit, Glück und Selbstbestimmung zu präsentieren. Diese Taktik wurde in Linz bei der abschließenden Diskussion schnell durchschaut und als abwegig verworfen.

Patient Medientheorie

All das zeigt, warum der Mediendiskurs, obwohl er vor noch nicht allzu ferner Zeit andere Diskurse des Kränkelns verdächtigt hatte, inzwischen selbst zum Patienten geworden scheint, dem eine Kur recht gut täte. Nur, welche könnte gegen das Virus, das da heißt: "operative Schließung", Aufspaltung in einzelne Medien-Milieus mit eigenem Sprachspiel helfen? Und wer sollte diese verschreiben, vorschreiben?

Abdichtung anstatt Öffnung

Vielstimmigkeit ist ja okay. Vor Jahren gab es bekanntlich einmal eine Philosophie, die dies zum Kennzeichen des Weltzustands und zu ihrem Markenzeichen erhob. Zum Problem wird es aber, wenn die verschiedenen Stimmen des gleichen Genres sich aus dem Wege gehen, ihr eigenes Süppchen kochen und sich nicht mehr verstehen. Bezeichnend war, daß nur Geert Lovink, der Tausendsassa des Cyberhypes, damit keine Probleme hatte, an beiden Orten präsent war, aber mit den geschilderten negativen Auswirkungen auf den Diskurs. Keiner scheint bereit, sich den anderen Milieus zu öffnen, andere Ansätze wenigstens zu hören und sie auf dem eigenem Podium zu Wort kommen zu lassen. Nicht einmal den Anschein gibt es, den Radius des eigenen Theorieparadigmas auszudehnen, über den Rand des eigenen, geschlossenen Diskurses zu schauen, und sei es auch nur, indem man jemanden einlädt, der nicht "dazugehört", um dadurch zu dokumentieren, daß man gewillt ist, Konfrontationslinien zu suchen und ihn deswegen "zu schlagen".

Weder in Kassel noch in Linz nahm man, obwohl dicht aufeinanderfolgend, voneinander Notiz, weder am Büchertisch, noch im Netz oder durch Werbeplakate. Dabei leben doch, wie jeder weiß, Theoriedynamiken vom Anderen und Fremden. Nur durch Reibung, Konflikte und Gegensätze entsteht Neues. Anstatt diese Dynamik zu suchen und zu versuchen, bleibt man lieber beim Vertrauten und Immer-schon-Gewußten, das man dann noch auf die eine oder andere Weise raffiniert in neuen Kleidern verpackt und recycelt.

Vielleicht ist dieses Sich-Abdichten nach außen, das (Ver)Bleiben und Verweilen in seiner angestammten MedienFamilie, der virtuellen Gemeinschaft, die allmählich die traditionelle, die nationale, ethnische oder sonstige Zugehörigkeit ersetzt hat, auch nur ein Reflex auf das ständige Unterwegssein, die elektronische Einsamkeit, die Neal Stephenson in Linz beklagte. Auch die Nomaden des Medialen suchen nach Vertrautem, Heimischem. Nur so ist zu verstehen, warum ausgerechnet in Amerika, dem Hort des freien Unternehmertums und der individuellen Glückssuche, der Kommunitarismus en vogue ist, und zwar hinein bis an die Schalthebel der Politik. Bill Gates und Amitai Etzioni, Microsoft Corp. und die "Verantwortungsgesellschaft" mögen für Kritische Theoretiker vielleicht Gegensätze sein, im Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten aber nicht

Daß sich die freie Wahl des "Alles-haben-Wollens" und die "Sucht nach Sicherheit und Geborgenheit" nicht ausschließen, sondern auch technisch verwirklichen lassen, darauf wies Neal Stephenson in Linz hin, als er eine seiner Short Fictions noch einmal als "social housing project" nacherzählte. Wie sein als Alternative zur allmählich verfallenden staatlichen Ordnung gepriesene neighborhood watch project, in mancher amerikanischer Großstadt bereits erfolgreich erprobt, beweist, ist "dörfliches Leben als ob" auch auf posttraditionale Weise möglich. Man installiert einfach an seinem Haus, will man auf die Annehmlichkeiten einer von Kriminalität heimgesuchten Metropole nicht verzichten und aufs Land ziehen, ein elektronisches Geflecht aus Videokameras, Bewegungsmeldern und Wärmesensoren, verbindet diese per Glasfaserleitung mit einem privaten Sicherheitsdienst, der dann, sollte eine fremde Katze oder ein streunender Hund in sein Territorium eindringen, sofort in Aktion tritt. Das technische Know How und die Software dafür liefert dann, wer sonst, die Microsoft Corporation.

Vor allem Lärm und Getöse

Gewiß, all das wäre nicht weiter tragisch. Auch andere zeitgenössische Meistererzählungen treten aus eben diesen Gründen auf der Stelle, der kommunitaristische der Enkel der Frankfurter Konsens-Schule genauso wie der individualistische der Schwabinger Soziologie oder der systemtheoretische der Bielefelder Fraktion. Auch hier gibt es viel Lärm und Getöse, es werden neue Buchreihen lanciert, finale Großzusammenfassungen publiziert oder philosophische Ränkespiele zwischen Relativisten und Realisten gesponnen. Auch wenn jede rhetorische Überdramatisierung, die so mancher aus diesen Zeilen vielleicht herauslesen will, verfehlt wäre - sie kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß überall und allerorten Konsolidierung angesagt ist. Kurz vor Ende des Millenniums ist weniger Diskurs, dafür aber Pflege des eigenen Paradigmas verordnet, Abwehr gegen alles, was die eigenen Selbstgewißheiten trüben oder irgendwie irritieren könnte - und das paradoxerweise sogar in einem Lager, die solches Treiben in eine Beobachtung zweiter Ordnung überführt.

Mehr als Rauschen

Dennoch, im Falle des Mediendiskurses bedeutet es aber doch etwas mehr. Wirtschaft und Politik investieren in ihn sehr viel Geld. Während sich die Politik, und zwar querbeet zu allen politischen Lagern, von ihm explizit Hilfestellungen, generelle Aussagen darüber erhofft, wie mit der Eskalation der technischen Medien weiter zu verfahren ist (Risikofolgenabschätzung), erwartet sich die Wirtschaft Anwendbarkeit und Verwertung der von Medienkünstlern experimentell erprobten Produkte. Das mag der kritische Medienkulturdiskurs zwar permanent attackieren, aber das ist Fakt und nicht einfach weg zu kommunizieren.

Angehörige einer okkulten Bewegung

Selbstverständlich gab es, wer das bis jetzt vermißt haben sollte, jenseits der ideologischen Zwistigkeiten und Stilblüten, auch Positives zu vermelden, Interessantes, daß man so noch nicht gehört hatte. Ein solches Bonbon zum Beispiel war in Kassel die Auskunft, daß der Forschungstrupp um Bernhard Siegert dabei ist, unbekannte Texte des Ingenieurs und Mathematikers Claude E. Shannon zu publizieren. Dazu gehörte zweifellos auch Wolfgang Hagens furioser geschichtlichen Abriß über den Okkultismus der Kunstavantgarde um 1900. Hagen zeigte, wie die künstlerischen Avantgarde, die sich gern hinter der These von der Autonomie oder Souveränität der Kunst verschanzt, Effekt eines bestimmten technischen Aprioris der Elektrizität blieb und so zur Retrogarde degenerierte.

Angeboten hätte sich, sofort ein Re-entry zu machen, und den Okkultismusgedanken, der sich nach Hagen aus einem Gefühl der Überforderung durch Technik speist, auf den gegenwärtigen Mediendiskurs oder die zahlreich erschienene Medienavantgarde anzuwenden. Auf diese Idee kam aber komischerweise niemand. Offensichtlich hielt man sich nicht für Angehörige einer okkulten Bewegung. Dazu gehörte aber auch Wolf Kittlers Rekonstruktion des Beuyschen Werks aus dem Blickwinkel des Stuckafliegers und Bomberpiloten Beuys. Obgleich die direkte Übertragung der Verarbeitung der im totalen Krieg am Himmel gemachten Schockerfahrungen in Fett, Filz und Hut notwendig anzumerkende Differenzen einfach unter den Tisch kehrte, waren diese, cool und in langsamen, stoischen Worten vorgetragenen Ausführungen, und das an diesem Ort bei gleichzeitig stattfindender Dokumenta, allemal eine Provokation für Beuys-Liebhaber.

Doch auch in Linz gab es Beeindruckendes zu sehen und zu hören, so daß sich Festivals oder Symposien dieser Größe doch noch nicht, wie Armin Medosch meint, überlebt haben dürften und auch weiter, wenn sie dosiert erfolgen, ihre Berechtigung haben. Während die Installationen über elektronische Überwachungssysteme dem Beobachter, getreu dem Diktum Lyotards, allerlei zum Denken aufgaben, vor allem, wenn man berücksichtigt, daß Medienkünstlern nur Beta-Versionen, Abfallprodukte der militärischen Forschung zur künstlerischen Bearbeitung zur Verfügung stehen, überzeugten die nach Österreich angereisten Neurowissenschaftler mit wohlüberlegten, jeden Hype tunlichst vermeidenden Vorträgen.

Deutlich wurde, daß die Biologie und nicht mehr die Mathematik die neue Leitwissenschaft geworden ist. Moleküle und Proteine sind die neuen Rohstoffe der Technologie, und die Bioelektronik ist dabei, die Beschränkungen, die die Siliziumtechnik bislang in punkto Leistung, Geschwindigkeit, Wärmezufuhr und 3D bietet, via Kohlenstoffmatrix und Photosynthese zu überholen. Zwar wird der Bau erster Protein-basierter Chips noch längere Zeit auf sich warten. Auch die direkte Kopplung von menschlichem Gehirn und Chip, von manchen Medien-Gurus (Derrick de Kerckhove, Pierre Lévy) allzu leichtfertig unters Volk gestreut, wird sobald nicht möglich sein. Die Probleme, die diese Schnittstelle aufwirft, sind schier unüberwindlich. Doch mit der Molekularelektronik ist bereits ein neues Feld der Materialwissenschaft beschritten, ein neues Kapitel der Hardwareforschung aufgeschlagen, die schnurstracks weg vom Digital- hin zum Analogcomputer schreitet, und der das Rauschen der Natur tatsächlich simulieren und dadurch das Bauen echter, auch assoziativ denkender künstlicher Intelligenz zuläßt.

Daß Proteine für eine echte Intelligenz nicht unbedingt ausreichen und es auch andere Möglichkeiten, Zwischenstufen (Interfaces), gibt, Kommunikation zwischen Silizium und Nervenzelle herzustellen, ohne daß die eine dabei kaputt geht, ließ Daniel Dennett, per Videokonferenz dazu geschaltet, verlauten. Die Frage heiße für ihn nicht besseres Material oder direkte Verbindung von Gehirn und Computer. Entscheidend sei, die Diskussion auf die Ebene der Software zu verlagern. Die Software sei es, unterschiedliche Dispositionen also, was Intelligenzen, wie beispielsweise das Schachgenie Kasparow vom Philosophen Dennett, unterscheide. Ob das Gehirn letztlich wirklich eine Software habe und ob das nur eine schlecht gewählte Metapher sei, blieb am Schluß unter den anwesenden Neurowissenschaftlern strittig.

Wer beobachtet wen?

Starke Beachtung und Aufmerksamkeit fand schließlich auch Steve Mann, aus Toronto angereister Elektroniker, mit seinen tragbaren Computer-Netzkameras. Ungeklärt blieb allerdings bei der Vorstellung seiner Methode des unbemerkten Online-Beobachtens anderer Beobachter mit Hilfe von wearable computers, inwiefern die Subversion des "großen Anderen" durch die Online-Übertragung an die virtuelle Gemeinschaft schon per se ein Fortschritt ist. Die Political-correctness-Debatten der letzten Jahre, vornehmlich in Amerika, sprechen eine andere Sprache.

Wer Michel Foucaults Überwachungsbuch nämlich genauer liest, nicht beim Panopticum stehen bleibt, sondern das Modell strikt weiterdenkt, in die in kleine Mikrozellen diffundierte "Kontrollgesellschaft" (Gilles Deleuze), wird kaum auf die Idee kommen, hier von einer "humanistischer Intelligenz" zu sprechen. Zeigt das Projekt neighbourhood watch nicht, daß Dezentralisierung und freier Zugang noch lange kein Gegenmodell gegen die Strategien der Macht darstellen? Wenn das so ist, was wird dann aus dem Traum der Hackergemeinde? Wer beobachtet und kontrolliert dann wen?

Dieses Problem, die eine der ureigensten Fragen der Kybernetik Anfang der fünfziger Jahre war, anzugehen, dürfte eines der interessantesten des nächsten Jahrzehnts sein. Ginge es nur um die "theoretische Neugierde" (Hans Blumenberg), so könnte man sagen: wir leben in einer tollen Zeit.

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