Ein Alptraum

Gerald Jörns 04.06.1999

Kein Telefon mehr!

  • mobil
  • drucken
  • versenden

Hunderttausende D1-Handys (nach der Abmahnung durch Apostrophs verbessert in Handys) sind am Donnerstag nach Angaben des Bayrischen Rundfunks und der Münchner Zeitung "tz" in Bayern, Rheinland und Bremen ausgefallen.

Für die Polizei wurde dieser massive Handyausfall zu einem wahren Alptraum: Die Handys zeigten im Display "NOTRUF" an und viele Tausende meldeten sich daraufhin bei der Polizei. Verantwortlich für dieses Chaos ist vermutlich das schwere Gewitter, das über Deutschland zog.

Auch in Niedersachsen wurde das ISDN-Netz durch das Gewitter in Mitleidenschaft gezogen, und bei mir fiel das ISDN-Netz aus, wobei das Handy zum Glück funktionierte, um die Störungsstelle (0800 33 01172) der Telekom zu erreichen. Nach 20 Minuten Warteschleife war ich mit der Leitstelle Dortmund verbunden, wo ich die Auskunft bekam, daß man dazu nichts sagen könne, weil man ja für ein anderes Gebiet zuständig sei! Ich müsse mit dem Festnetz anrufen, dann würde ich mit der zuständigen Stelle verbunden werden. Welch Ironie, denn das Festnetz war ja nun gerade ausgefallen. Nach Aufnahme der Daten erfolgte dann aber nach knapp fünf Minuten der Rückruf auf dem Festnetz. Wie von Zauberhand funktionierte das Netz wieder, wobei die wirklich freundliche Dame von der Telekom fragte, was sie denn für mich tun könne.

Perfekt war das Chaos, als gestern in Köln auch noch ein Glasfaserkabel der Telekom durchschnitten wurde. Angesichts der Tatsache, daß eine Kommunikation über das Telefon- und Funknetz immer wichtiger wird, zeigen diese Vorfälle, wie verletzlich das Telefonsystem in Wirklichkeit ist.

http://www.heise.de/tp/artikel/2/2914/1.html
Kommentare lesen (1 Beiträge)
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
FOTOBLOG

Der schöne Schein

Firewall mit Windows

bilder

seen.by


TELEPOLIS