Daumenkino

Hommage an eine verkannte Kunstform (Teil 2)

Nachdem Teil 1 dieser dreiteiligen Reihe sich mit dem Wesen, der Geschichte und der überraschenden Wandelbarkeit der einfachen Kunstform "Daumenkino" beschäftigte, stehen in Teil 2 nun die Düsseldorfer Ausstellung zu Daumenkinos, der künstlerische Umgang mit Daumenkinos und ihre Beziehung zum Film im Vordergrund.

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Daumenkinos von Maya Yonesho (Fotos: Maya Yonesho)

Vor einigen Monaten saß einer der Verfasser dieses Textes mit der japanischen Animatorin Maja Yonesho auf der Rückbank eines Autos, die bei der Gelegenheit einige ihrer "Daumenkinos" aus ihrer Tasche zog und vorführte. Daumenkinos kannte ich bis dahin nur als kleine, links gebundene Bücher mit überwiegend schwarzen Zeichnungen auf weißem Hintergrund, die meist einen kurzen Gag erzählen. Majas Daumenkinos, in einer Größe zwischen Streichholz- und Zigarettenschachtel, erzählen keinen Witz, sondern zeigen leicht abstrahierte Pflanzenteile in Pastellfarben. Die einzelnen Blätter sind nur selten links gebunden, sondern gefaltet wie eine Ziehharmonika, gebunden und mit einem feingewebten Stoff bezogen. Ein kleines Gesamtkunstwerk, ich hätte es am liebsten nicht mehr aus der Hand gegeben. Aber ich musste auch lernen, dass es bei der Schöpferin besser aufgehoben war, denn die "Bedienung" wollte gelernt sein. Was bei Maya eine bruchlos fließende, elegante Bewegung war, geriet bei mir zu einem holprigen Aufreißen, das im Ergebnis aussah, als würde ein Akkordeon vom Schrank fallen.

Von der Geschwindigkeit des Durchblätterns - regelmäßig, stockend, geübt oder unbeholfen - hängt zum größten Teil die getreue oder weniger getreue Wiedergabe der Bewegung ab. Wenn die Hand zögert, zittert oder danebengreift, erscheinen Löcher, das heißt Leerstellen zwischen den Bildern, und der Mechanismus entblößt seine Einzelbilder sowie das Konstrukt seiner Bildfolgen

Christian Lebrat

Die Düsseldorfer Daumenkino-Ausstellung

Mit ihrem Film "Üks Uks" (2003), in dem sie die meditativen Form- und Farbenspiele ihrer "Daumenkinos" miteinander in einen Dialog treten lässt, war Maya Yonesho auch eine der Künstlerinnen, deren Werke auf der Ausstellung "Daumenkino - The Flip Art Show" gezeigt wurde. Diese Ausstellung, die zwischen Anfang Mai und dem 21. August 2005 in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehen war, bot wohl die weltweit erste umfassende Zusammenschau von Daumenkinos, wobei der Schwerpunkt auf die Rolle des Daumenkino in den Künsten des 20. Jahrhunderts und die Ausdruckskraft dieses unscheinbaren Mediums gelegt wurde. Dementsprechend gab es auch dort auch Daumenkinos zahlreicher zeitgenössische Künstler, die man eher aus anderen Bereichen kennt, zu entdecken: z.B. von Yoko Ono, Andy Warhol, Keith Haring sowie dem Mode-Designer Karl Lagerfeld oder dem Videoclip-Regisseur Spike Jonze.

Es ist gar nicht so einfach, eine so klein geratene und kurzlebige Kunstform wie das Daumenkino adäquat auszustellen. Auf den ersten Blick wirkte die in 3 1/2 Räumen untergebrachte Ausstellung auch eher klein und überschaubar. Das änderte sich jedoch, sobald man sich intensiver mit den einzelnen Exponaten beschäftigte, denn die Kuratoren Christoph Schulz und Daniel Gethmann hatten Daumenkinos, Filme und Installationen von über 170 internationalen Künstlern zusammengetragen.

Aktuelle Exemplare von Daumenkinos aus Deutschland, Spanien, Frankreich und anderen Ländern hingen schon an der Museumskasse an Fäden von der Decke herab und waren auch käuflich zu erwerben. Gelblich gefärbte Schnittkanten - eben genau an der Stelle, wo man blättert oder flippt - waren deutliches Zeugnis ihrer häufigen Benutzung. Teils mussten die Daumenkinos einmal pro Woche ausgetauscht werden, berichtet Thomas W. Rieger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ausstellung. In der Ausstellung selbst wurden historisch wertvolle und seltene Exponate deswegen auch nur hinter Glas präsentiert. Um sie dennoch auch in Bewegung zugänglich zu machen, waren diese Daumenkinos als abgefilmte Versionen auf daneben installierten Kleinbildschirmen zu sehen. Zudem konnte man sich im Eingangsbereich einen tragbaren Mediaplayer ausleihen, auf dem weitere Daumenkinos in Form von Filmclips thematisch geordnet zur Verfügung standen. Ein gelungener Kompromiss, denn auch wenn der individuell-haptische Eindruck auf diese Weise nicht bei allen ausgestellten Daumenkinos erlebbar wurde, waren die Filmversionen der Daumenkinos doch erkennbar mit größtmöglicher Sorgfalt produziert (sogar das Abblättergeräusch wurde mit aufgezeichnet). Gleichzeitig stellten die Kuratoren so schon durch die Präsentationsform die Frage nach dem Verhältnis von Daumenkino zu filmischen Medien, das in der Ausstellung immer wieder thematisiert wurde.

Eindrücke von der Ausstellung (Fotos: Ingo Linde, Yun Lee)

Vom Daumenkino zum Film und wieder zurück Aber es wurden nicht nur Daumenkinos ausgestellt. Neben Kunst-Installationen, historischen Abspielvorrichtungen für Daumenkinos und optischen Spielzeug aus dem 19. Jahrhundert (mehr dazu in Teil 1, konnte man vor allem auch Animations- und experimentelle Kurzfilme sehen, die die Wechselbeziehungen zwischen Film und Daumenkinos ausloteten oder von Daumenkinos inspiriert wurden.

Der deutsche Begriff "Daumenkino" impliziert bereits, dass das Daumenkino in gedruckter Form das Medium Film antizipiert hat, insbesondere die Projektion von statischen Einzelbildern, die im Auge des Betrachters als Bewegung erscheinen. Für den wegweisenden amerikanischen Experimentalfilmemacher und Vorläufer der Pop Art Robert Breer, der bis dahin nur als Maler tätig geworden war, war 1955 der Bau eines Daumenkinos der ausschlaggebende Impuls, sich von statischen Bildern zu lösen und künftig nur mit bewegten Bildern zu beschäftigen. Er war somit der erste von vielen bildenden Künstlern, die sich dem Daumenkino widmen sollten.

Das erste, was aus der Malerei entstand, war ein Daumenkino, das so etwas wie die Skizze für einen Film war und eher den Prozess des Malens zeigte als irgendeine Komposition

Robert Breer

Auch der ebenfalls einflussreiche und von Robert Breers Arbeiten inspirierte, amerikanische Experimentalfilmemacher George Griffin, widmete sich in mehreren seiner Filme der Beziehung zwischen Daumenkino und Film sowie der sie auslösenden Hand. Seine "Anti-Cartoons" bewegen sich auf der Grenze zwischen "animierten Dokumentationen" und "Dokumentarfilmen von Trickfilmen", wie Christoph Benjamin Schulz im Ausstellungskatalog bemerkt. "Trikfilm 3" (1973) besteht dementsprechend eigentlich aus zwei Filmen. In einem sieht man, wie ein Daumenkino gezeichnet, getestet und abgespielt wird; der andere - dazwischen montiert - zeigt dieses Daumenkino. Damit die Animationen des Daumenkinos flüssig und störungsfrei ablaufen, bewegen sich die zeichnenden und blätternden Hände des Zeichners im unruhigen Stakkato, der Zuschauer muss die Lücken im fotografischen Film schließen und zwei Sehgewohnheiten parallel ausbilden.

Der Filmessay "Head" (1975) exploriert ebenfalls den Prozess des Filmemachens, die zirkuläre Beziehung zwischen dem Animator und seinem Werk, den Reifungsprozess eines Animationskünstlers sowie das Wesen der animierten Illusion: Der Film wird auch als meditatives Tagebuch über den Animator als Schauspieler beschrieben, der durch seine Zeichnungen lebt, welche ihrerseits im übertragenen Sinn zu Schauspielern werden, die wiederum sein eigenes Selbstbild verändern. Selbstreflexiv schildert Griffin im Film, dass er als Kind komplizierte Charaktere mit detaillierten Schattierungen zeichnete: Je älter er wurde, desto simpler, naiver, frisch und kindlicher wurden seine Zeichnungen - Schlichtheit muss also keinesfalls Bedeutungslosigkeit bedeuten.

"Viewmaster" (1976) - eine Hommage an Edweard Muybridge - zeigt in jeweils unterschiedlichen Mal- und Zeichentechniken nacheinander Gehzyklen von Personen, Füßen und mit wenigen Strichen angedeuteten Armeen. Die Kamera fährt langsam von einem zum nächsten, bis sie schließlich wieder am Anfang ankommt. Erst die letzten Einstellungen, in denen die Kamera von den Figuren wegzoomt, geben Aufschluss über die Machart des Films: Die einzelnen Zeichnungen sind auf dem Rand einer Scheibe angeordnet, wie sie für den in den 1970er Jahren so beliebten Viewmaster - quasi einem modernen optischen Spielzeug - typisch waren.

George Griffin: Zeichnung, Vorlage zum Film "Viewmaster" (1976) Foto: Alistair Overbruck

Inhalte von Daumenkinos: Von Erotik, Körperstudien bis hin zu Haushalt Die zwangsläufige Kürze und miniaturisierte Form von Daumenkinos legt bestimmte ästhetische Formen wie kleine Gimmicks, Witze und überraschende Gags nahe. Einen guten Überblick darüber, was trotz der formalen Beschränkungen mit Daumenkinos inhaltlich möglich ist, bietet das Gesamtwerk von Ruth Hayes, die ihrerseits von George Griffin inspiriert ist, der ihr Dozent in Harvard gewesen war. Nach einer weiteren Verwertung für ihre Filme suchend, fotokopierte Hayes ab 1979 Sequenzen aus ihren Animationsfilmen, ließ sie als Daumenkino binden und verkaufte sie in Gallerien.

Auch neueste technische Entwicklungen nutzt Ruth Hayes für die Verbreitung ihrer Bildgeschichten. So wird sie in den nächsten Wochen auf ihrer Website unter dem Titel "Scrollmotion" ein neues Feature präsentieren, mit dem ihre Daumenkinos auf den iPod herunter geladen werden können.

The major dialogue in Hayes' work is between the body and those who would like to repress it.

Karen Rosenberg, The Women's Review of Books

Ein durchgängiges Thema der Hayes'schen Daumenkinos ist die Erforschung des weiblichen Körper und weibliche Sexualität. "Bodyscape" (1979) exploriert einen weiblichen Körper von Kopf bis Fuß, "Eggchase" (1979) zeigt die Befruchtung einer Eizelle, "Birthrite" (1988) die Geburt eines Babys. Ihre Daumenkinos vermögen dabei, subtile und subversive politische Untertöne mitschwingen zu lassen, so dass sie zu Zeugnissen der politischen Stimmung der Zeit werden, in der sie entstanden sind.

Ruth Hayes: Birthrite (1988) Foto: Alistair Overbruck

Erotik war seit je her ein Ideengeber des Daumenkinos. "Proud Pete" von George Denniston (1973) ist eine ironische Studie über das korrekte Überstülpen eines Kondoms, das die ebenfalls in Düsseldorf gezeigten Aufklärungsdaumenkinos der "Machs Mit"-Kampagne vorweg nahm. In "The Ups and Downs of Being an Artist" (Richard Zybert, 1979) ist ein abfotografierter auf- und abschwingender Penis eine ironische Metapher für die Höhenflüge und Krisen eines Künstlers.

Stephanie Ognar: Bath (1998); George Denniston: Proud Pete (1973) Fotos: Alistair Overbruck

Daumenkinos sind hervorragend dazu geeignet, die Schönheit auch ganz alltäglicher Bewegungen ans Tageslicht zu holen. Haushaltliche Tätigkeiten wie das Füllen einer Waschmaschine ("Laundry" Julia Featheringill, 2004), das Mischen eines Kartenstapels ("Cards", Julia Fatheringill, 2004) werden zu eleganten Verrichtungen stilisiert (diese Daumenkinos sind auch auf der Website der Künstlerin zu sehen). Daumenkinos vermögen es, banale, alltägliche und gewöhnlich unbeachtete Gesten und Situationen des Alltags einzufangen und ihnen eine poetische Note zu geben. Stephanie Ognar filmt sich gar beim Gähnen, Rauchen und Spucken.

Julia Featheringill: Cards (2004) Fotos: Alistair Overbruck

Formen und Materialitäten

In Daumenkinos ist nicht nur ein breites Spektrum an Themen möglich, auch mit Form und Material des Daumenkinos lässt sich experimentieren. Die Düsseldorfer Ausstellung zeigte eine Vielzahl von künstlerischen Zugängen zum Daumenkino als Medium zwischen Buch und bewegtem Bild. Eine der Beschränkungen des Daumenkinos liegt etwa darin, dass es im Gegensatz zum Film keinen Ton transportieren kann. Dies macht sich zum Beispiel Tim Ulrich in "Kanzumichhörn" (1995) zu Nutze, wenn er das pixelig verzerrte Bild einer brüllenden Frau mit typographischen Formen verbindet, um ein Gefühl des Nicht-Hören-Könnens und dessen soziale Dimensionen aufzuzeigen (abgebildet auf dem Ausstellungsplakat, siehe oben). Das Daumenkino ist zwar stumm, aber dafür ist es im Gegensatz zum Film ein Medium zum Fühlen und Anfassen. Diese haptische Natur des Daumenkinos thematisieren Laercio Redondo und Birger Lipinski mit "Final Cut" (2004, Preisträger des 1. Daumenkinofestivals Solitude), einem Daumenkino, das aus Rasierklingen besteht: "Flip this book at your own risk". Eine andere Art, ein Daumenkino zu fühlen, fanden Julia Featheringill und Jan Voss. Beide bilden in ihren Daumenkinos "Fan" (2003), bzw. "Frischer Wind" (1990-2004) einen sich drehenden Ventilator ab. Die Bücher sind dabei derart angefertigt, dass dem Betrachter beim Blättern der Seiten ein deutlich spürbarer Lufthauch entgegenweht. Das Bild des Ventilators bekommt so über das Medium des Daumenkinos eine reale Präsenz, die über eine bewegte Abbildung hinausgeht.

William Kentridge: Cyclopedia of Drawing (2004) Foto: Alistair Overbruck

William Kentridge hingegen holt Daumenkino-Techniken wieder zurück ins traditionell gedruckte Buch und zeichnet seine ausdrucksstarken Bildfolgen direkt auf die Seiten wissenschaftlicher Abhandlungen. So findet der erstaunte Betrachter in einem Buch über Metallverarbeitung etwa die poetische Metamorphose eines springenden Mannes in eine Taube.

Daumenkinos mit epischem Charakter

Er versteht sich von selbst, dass Geschichten von epischer Breite auf den wenigen Seiten eines Daumenkinos keinen Platz finden. Trotzdem schaffen es Künstler wie Miguel Rothschild ironisch die Grenzen des Mediums auszureizen. In "Die Familie Mustermann - Trauma eines alleinstehenden Künstlers" (2000/2003) lässt er sich gleichermaßen von Architektur, seriellem Erzählen und Daily Soaps inspirieren. "Familie Mustermann" ist eine minimalistische Installation, bestehend aus einem Modellhaus, einem Grundriss, einem Klingelschild, einigen Regalen und, darauf verteilt, 66 Daumenkinos. Mit vielen Mosaikstückchen lässt Rothschild im Auge des Betrachters so den Mikrokosmos eines dreidimensionalen Hauses mit seinen Bewohnern entstehen.

In jedem der durchnummerierten Daumenkinos wird das eskalierende Drama eines egozentrischen und weltfremden Künstlers mit Liebeskummer, seiner Exfrau und ihrem neuen Liebhaber wie in einer Daily Soap ein Stückchen weiter erzählt. Nacheinander werden die Protagonisten eingeführt, entfaltet sich der Konflikt, gibt es sogar wie im Film einen Abspann, der alle Mitwirkenden aufführt. Es bleibt dem Betrachter überlassen, ob er sie der Reihe nach abwandert oder selektiv und topologischen Instinkt folgend, seinen eigenen nicht-linearen Film zusammenstellt.

Volker Gerling unterwegs mit seiner mobilen Daumenkinoausstellung Fotos: Susanne Schüle, Volker Gerling

Eine poetischere Form des Geschichtenerzählens mit Hilfe des Daumenkinos wählt der ausgebildete Kameramann Volker Gerling. Mit einem Bauchladen, auf dem er sechs seiner Daumenkinos präsentierte, wanderte er im Sommer 2003 von Berlin nach Basel. Wie ein mittelalterlicher Barde oder Geschichtenerzähler trug er seine visuellen Geschichten und bewegten Momentaufnahmen in die Welt. Von den Menschen, die er so auf seinen Wanderungen kennen lernte, stellte er kurze Fotoserien her. Aus diesen entstanden dann wiederum neue Daumenkinos, die er durch kurze tagebuchartige Notizen und Beschreibungen ergänzte. So sammelte er bewegte Momentaufnahmen von einigen Sekunden Dauer, Eindrücke von Menschen und deren Lebenssituationen, von individuellen Reaktionen und kleinen Gesten, die nicht nur Teil der Reisegeschichte Volker Gerlings sind, sondern jede für sich eine eigene Geschichte erahnen lassen. Seine intimen, fotografischen Studien über Menschen und Orte können auf seiner Website nachvollzogen werden.

Der Katalog und die Zukunft der Ausstellung

Zwei Worte des Trostes für alle diejenigen, die sich jetzt ärgern, weil sie es nicht nach Düsseldorf geschafft haben. Zum einen: Die Ausstellung zieht weiter nach Antwerpen ins FotoMuseum. Dort wird sie von Januar bis April 2006 zu sehen sein.

Wer auch diese Gelegenheit verpassen wird, kann sich dann noch mit dem exzellenten, 330seitigen Katalog zur Ausstellung aufmuntern. Mit vielen Bildern, Bilderfolgen, Skizzen und Texten liefert er eine gründliche Aufarbeitung der Geschichte und Ästhetik der Kunstform "Daumenkino". Doch damit nicht genug: Dem Katalog ist auch eine DVD beigegeben, die nicht nur zahlreiche abgefilmte Daumenkinos enthält, sondern auch 12 Kurzfilme, unter anderem von oben besprochenen Künstlern wie George Griffin, Ruth Hayes und Maya Yonesho. Mit einem Preis von 35 Euro ist dieser Katalog damit ein wahres Schnäppchen, das in keiner Bibliothek eines Animations- und Filmfreunds fehlen sollte. Deutschland ist nicht nur der Ort, an dem die weltweit erste Ausstellung zum Daumenkino stattfand, sondern auch ein Schauplatz für weitere Daumenkino-Aktivitäten. Diese werden im dritten und letzten Teil dieses Artikels vorgestellt. Außerdem werden einige eher kommerzielle Aspekte des Mediums Daumenkino zur Sprache kommen.

http://www.heise.de/tp/artikel/20/20927/1.html
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