"Sitzen wie gedruckt!"
Schuhe frisch aus dem Laserdrucker, doch ohne Druckstellen
Maßgeschneiderte Anzüge und individuelle handgefertigte Schuhe, das ist Luxus aus der imperialen Vergangenheit. Heute kommen die Anzüge von der Stange und die Schuhe aus dem Karton. Die Blasen allerdings auch. Mit Computertechnik sollen Schuhe nun wieder maßgeschneidert…, -geschustert…nein, -gedruckt sein.
Füße sind individuell und nicht immer der gängigen Standardmode angepasst: Der eine hat Quadratfüße, der andere einen hohen Spann, der dritte einen besonders langen und empfindlichen großen Zeh. Zusammen mit eventuellen Modeansprüchen kann dies zu schmerzhaften Erfahrungen führen. Individuell geschusterte Schuhe lassen dagegen nicht nur an Preisgünstigkeit, sondern oft auch an Modebewusstsein mangeln.
Ein neuartiger 3D-Drucker, der über so genanntes "selektives Laser-Sintern" Nylon-Teile zusammenschweißt, soll nun die vollautomatische Computerschuh-Herstellung möglich machen. Wie der New Scientist in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll zunächst ab April englische Fußballer mit den computergenerierten Tretern ausgerüstet werdenSpäter soll dann aber das Unternehmen "Prior 2 Lever" auch ein Ladengeschäft in der High Street in London eröffnen, wo die Schuhe aus dem Laserdrucker dann die neueste Mode für ausreichend zahlungskräftige Kunden werden sollen. Später sollen die Computerschuhe auch für Normalverdiener erschwinglich werden.
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Um die maßgeschneiderten Schuhe zu fertigen, werden die Füße des Kunden zuerst mit einem Laser gescannt, um ein digitalisiertes Fußmodell zu erhalten. Anschließend muss der Sportler eine Reihe von Übungen durchführen, wobei er eine spezielle Sohle mit Kraftaufnehmern trägt, die die Größe und Verteilung der auf die Füße wirkenden Kräfte aufzeichnet. Zusammen mit einer detaillierten Analyse der Fuß- und Beinstruktur, der Gangart und Haltung des zukünftigen Schuhträgers werden diese Daten verwendet, um die Schuhsohle zu konstruieren.
Der so individuell entworfene Schuh soll nicht nur angenehmer zu tragen sein, sondern auch den Fuß besser schützen als das Pendant von der Stange. Eine spezielle Software teilt dabei die Grundstruktur der Sohle in viele kleine Abschnitte auf, was nicht nur den Druck des Schuhs vereinfacht – er soll dadurch auch deutlich leichter werden als bisherige Schuhe.
http://www.heise.de/tp/artikel/22/22006/1.html- personal fabricator (13.2.2006 14:56)
- Dauerhaftigkeit (10.2.2006 15:52)
- stimmt... (10.2.2006 15:20)
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