Literaturverzeichnis
[1]Natürlich kann es für die Erklärung des Libanonkrieges bzw. der jetzigen Kriegsführung mehrere solcher (miteinander verträglicher und sich gegenseitig verstärkender) erklärenden Kontexte geben. Von den in der obigen Hidden Agenda genannten ist im Iran-Kontext der letzte (Krieg gegen Syrien) wohl der relevanteste.
Nach Wikipedia vom 02.08.2006 sogar monatlich.
Nicht diskutieren will ich hier die nahe liegende Frage, mit Blick auf welche weiteren Kriegsszenarien im Mittleren Osten die Zerstörung der Infrastruktur des Libanon für die USA und für Israel tatsächlich ein strategischer Startvorteil wäre. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass diese Zerstörung von Israel selbst lediglich als ein Kollateralschaden angesehen wird.
In der Tat verstehe ich das Ausmaß der Zerstörung des Libanon als ein Indiz dafür, dass außer dem Krieg gegen den Iran auch ein Krieg gegen Syrien bevorsteht bzw. zumindest, je nach (Nicht-)Entgegenkommen Syriens eine realistische Option ist. Vgl. die Prognose des pakistanischen Generals Hameed Gul, dass Amerika im Oktober 2006 Iran und Syrien gleichzeitig angreifen werde.
Wobei unterstellt ist: (a) Selbst wenn jetzige Hisbollah-Raketen Tel-Aviv erreichen könnten, so wäre dort der Schaden nicht sehr viel größer als der bereits in Haifa bewirkte. (b) Die Hisbollah verfügt derzeit noch über keine nicht-konventionellen Raketensprengköpfe. Beide Voraussetzungen könnten falsch sein. (a) zum Beispiel dann, wenn unter den noch vorhandenen Raketen solche sind, die zielgenauer sind als die bereits eingesetzten – und so zum Beispiel bereits in Haifa durch Treffer auf die dortigen Raffinerien unvorstellbaren Schaden bewirken könnten. Und (b) zum Beispiel dann, wenn über Irak bzw. Syrien noch Restbestände von Saddams riesigem Giftgasarsenal besorgt werden konnten.
Nicht nur bezüglich des Libanon, sondern letztlich bezüglich des ganzen Nahen Ostens, und unter Berücksichtigung der USA-Air Force auch bezüglich des ganzen weiteren Mittleren Ostens und darüber weit hinaus.
So von Zbigniew Brzezinski, dem m.E. ismmer noch klügsten aller amerikanischen Geostrategen.
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