9/11 revisited

09.09.2006

Bekenntnisse eines Verschwörungstheoretikers

Eigentlich ist doch alles ganz einfach mit dem 11.September 2001, es gibt nur zwei Möglichkeiten: a) Eine kriminelle Bande, angeleitet von ihrem Boss in einer afghanischen Höhle, bringt mit Teppichmessern vier Passagierjets unter ihre Kontrolle, fliegt mit diesen Jets komplizierte Luftmanöver, überlistet dabei die gesamte, hochentwickelte Luftabwehr über den bestgeschützten Gebäuden der Welt, bringt sie zielgenau zum Einsturz und tötet bei diesem spektakulären Terroranschlag fast 3.000 Menschen. b) Eine kriminelle Bande, die verdeckt innerhalb der US-Regierungs- und Geheimdienstbehörden operiert, ausgestattet sowohl mit den notwendigen Mitteln, Übungen, bei denen die Entführung von Passagierjets simuliert wird, real werden zu lassen, als auch mit den Motiven und Möglichkeiten, von den Anschlägen politisch und finanziell zu profitieren, benutzt Bande A bei ihrem Vorhaben als Sündenbock.

Was die erste Möglichkeit mit dem Boss Osama Bin Laden betrifft, besteht ein gravierendes Problem in der Tatsache, dass gegen ihn in Sachen 9/11 keine Beweise vorliegen. Zumindest aus Sicht der ermittelnden Behörde FBI, dessen Sprecher im Juni 2006 bekundete, dass für eine Verbindung Bin Ladens mit 9/11 "no hard evidence" existiert ("Wanted, Dead or Alive"). An der Unzuverlässigkeit der "Beweise" gegen Bin Laden scheint auch das jetzt termin- und wahlkampfgerecht veröffentlichte Video aus einem Traininingscamp nichts zu ändern (Das al-Qaida-Videoband zum Jahrestag). Einen Verdacht über ein von einer Bande geplantes oder begangenes Verbrechen, für den es keinen Beweis gibt, nennt man "Verschwörungstheorie". Wenn also gegen Bin Laden keine Beweise für eine Leitung oder Mittäterschaft der 9/11-Anschläge vorliegen, ist die These, er stecke dennoch dahinter, eine solche Verschwörungstheorie.

Was die zweite Möglichkeit betrifft, sieht es mit der Beweislage kaum besser aus: Unter wessen Leitung eine verdeckte Operation in Militär- und Geheimdienstkreisen gelaufen sein soll, ist ebenso unbekannt wie die Details ihrer Durchführung. Sicher ist nur, dass die Luftabwehr der größten Militärmacht der Welt 102 Minuten lang lahmgelegt war – und dass am Morgen des 11.9. Anti-Terrorübungen mit von Hijackern "entführten" Passagierflugzeugen stattfanden. Einige Indizien deuten darauf hin, dass Vizepräsident Dick Cheney für die Leitung dieser Wargames verantwortlich war, doch da es dafür keine harten Beweise gibt, ist auch diese These eine Verschwörungstheorie.

Bleibt festzuhalten, dass die reale Verschwörung, die zu den Verbrechen führte, auch nach fünf Jahren noch ungeklärt ist und bis heute über die wahren Hintergründe nur diese beiden Verschwörungstheorien existieren. Auch wenn zu den jeweiligen Szenarien noch verschiedene Untergruppen, Varianten und Spielarten kommen, lassen sich die Möglichkeiten auf diese beiden Thesen reduzieren. Wäre 9/11 nicht ein so weltbewegendes Ereignis, sondern ein einfacher Kriminalfall, würde einer solche Einschätzung kaum jemand widersprechen. Seit dem 11.9. 2001 ist das aber nicht mehr so einfach, denn seitdem wird alles, was nicht den Verlautbarungen der US-Regierung entspricht, als "Verschwörungstheorie" gebrandmarkt. Schon die nüchterne Feststellung, dass für These A keine harten Beweise existieren und es sich deshalb noch um eine Verschwörungstheorie handelt, gilt seitdem als Ketzerei - und wer gar Indizien oder Spuren für These B anführt, wird als "Verschwörungstheoretiker" denunziert. Wie für die Dämonologie der mittelalterlichen Inquisition die Regel galt, dass, wer nicht an den Teufel glaubt, vom Teufel besessen sein muss, gilt im medialen Diskurs nach 9/11 ein ähnlicher Grundsatz : Wer am Teufel Osama und seinen 19 Terroristen als Alleintätern zweifelt, gilt selbst als Terrorist bzw. als besessener "Terroristenversteher."

Wie die Macht stets aus den Gewehrläufen kommt – und die "unsichtbare Hand" des Marktes nur dank ihrer militärischen Faust regiert -, ist die Diskursmacht auf die Medienkanäle angewiesen: "Wahr" wird nur das, was in den Wiederholungsschleifen und Echokammern der Medien verstärkt wird. Nicht der Realitätsgehalt, sondern die Wiederholungsrate – der Penetrationsgrad - entscheidet darüber, was sich als "Wahrheit" etabliert. Insofern wundert es nicht, dass die Verschwörungstheorie A in weiten Teilen der westlichen Welt als reine Wahrheit gilt. Schon in der Minute des Einschlags im Südturm rief der regierungnahe TV-Sender "Fox News" Osama Bin Laden als "Hauptverdächtigen" aus - was fortan und ad infinitum auf allen Kanälen wiederholt wurde. Auch nachdem Bin Laden in seinem ersten Interview nach dem 11.9. klar bekannt hatte, mit den Anschlägen nichts zu tun zu haben - und seitdem nur noch mit dubiosen Wackelvideos und unauthentifizierbaren Tonbandbotschaften auftauchte und laut FBI kein Beweis gegen ihn vorliegt - hat sich daran nichts geändert: Das Mantra "Osama war’s!" ist zum Dogma geworden und seine phantomhafte Bande "Al Qaida" zum Synonym für das Böse schlechthin. Weitere Fragen, oder gar Zweifel, sind nicht gestattet – willkommen im Mittelalter des 21. Jahrhunderts!

Dass es sich bei dem Agenten Tim Osman – so Bin Ladens CIA-Deckname, als er einst in den USA Waffen und Flugzeuge für den Heiligen Krieg einkaufte – um einen Terroristen handelt, daran kann zwar wenig Zweifel bestehen. Das FBI sucht ihn u.a. wegen der Bombenanschläge auf verschiedene US-Botschaften in Afrika. Wenn ihm aber irgendeine Beteiligung an 9/11 nicht nachgewiesen werden kann, wer inszenierte die Verschwörung dann? Bei der Beantwortung dieser Frage stoßen wir auf zwei Phantome – die angeblich von der CIA inhaftierten angeblichen "Al-Qaida-Masterminds" Khaled Scheich Mohamed und Ramsi Binalshib. Der kanadische Autor Chaim Kupferberg hat in einem umfangreichen Essay die Rekonstruktion einer der größten Desinformationskampagnen der Geschichte dargelegt und gezeigt, wie diese beiden Figuren als unsichtbare Kronzeugen in Szene gesetzt wurden. Christian C. Walther hat dieses Vorgehen beim Marketing neuer Terrormasterminds auf den Punkt gebracht: Scheichegal. Irgendeine Wickelmütze wird’s schon gewesen sein.

Kein Mensch und auch kein Gericht hat KSM und Binalshib seit Jahren zu Gesicht bekommen, doch ihre von deutschen Gerichten als "nutzlos" bezeichneten Aussagen bilden nach wie vor das Grundgerüst der "Beweise" (Das geplatzte "Geständnis") für die Bin Laden/Al Qaida-Legende.

Wenn die Frage nach den Drahtziehern der Anschläge nicht mit realen Beweisen, sondern nur mit unüberprüfbaren Geschichten zu beantworten ist, bleiben immerhin die 19 konkreten "Hijacker", die die Tat ausführten. Doch hier wird die Beweislage keineswegs besser, sondern wir stoßen auf eine Situation, die jedem Kriminalisten die Haare zu Berge stehen lassen müsste. Nicht einmal die Identität dieser 19 vermeintlichen Täter ist nach fünf Jahren eindeutig geklärt. Einige von ihnen benutzten gestohlene Pässe, mit deren Namen sie bis heute auf der Liste der "Hijacker" stehen – wer sich hinter diesen falschen Namen verbirgt, wurde nie ermittelt. Andere wiederum hatten Doppelgänger, die unter ihrem Namen einreisten und Flüge oder Hotels buchten, wie der 9/11-Forscher "John Doe II" (angesichts des oben angedeuteten Inquisitionsklimas publizieren einige Autoren lieber unter Pseudonym) in einer akribischen Arbeit "Tracking the alleged hijackers and their doubles" dokumentiert hat.

Der Journalist Daniel Hopsicker der seit Jahren in Venice Beach/Florida recherchiert, wo Mohamed Atta und seine Kumpane lebten und Flugtraining erhielten, hat mit Dutzenden Zeugen gesprochen, die mit den "Hijackern" zu tun hatten. Warum die 9/11-Untersuchungskommission es vermied, auch nur einen dieser Zeugen zu hören, wird deutlich, wenn man in Hopsickers Report ("Welcome To Terrorland", Frankfurt 2004) von einigen verbürgten Gewohnheiten dieser "islamistischen" Fanatiker erfährt: Striptease-Bars, Schweinefleisch, Alkohol und Kokain. Das passt weniger zu islamistischen Aktivisten als zu westlichen Agenten. Mohamed Atta wohnte einige Monate mit einer Stripperin – Amanda Keller – zusammen; nach den Anschlägen "empfahl" ihr das FBI umzuziehen und nicht mit der Presse zu reden. Mrs.Kellers Aussagen wurden nie zu Protokoll genommen. Sie würden nicht nur das am Flughafen Boston zufällig gefundene "Testament" Attas, das ihn als fundamentalistischen Frauenhasser ausweist, in Frage stellen, sondern die gesamte Legende des Chefterroristen. Und damit auch die seiner Kumpane.

Einige der angeblichen "Hijacker" – oder zufällig gleich mehrere Männer mit demselben Namen - wurden auf Militärbasen der US-Airforce ausgebildet, einige lebten zufällig bei einem langjährigen Informanten des FBI zur Untermiete, dem aus Grüden der "nationalen Sicherheit" Aussageverbot vor dem Ermittlungsausschuss erteilt wurde. Einige erhielten problemlos frische Visa obwohl sie seit Jahren als Terroristen verdächtig waren und auf diversen "watchlists" standen. Mohamed Atta wurde seit Anfang 2000 in New York durch das Gefahrenabwehr-Programm des Pentagon "Able Danger" (Pentagon blockiert Anhörung über Able Danger) observiert, zu einer Zeit als er noch in Hamburg studiert haben soll. Kurz: soviel Unklarheit, wie bei den eigentlichen Drahtziehern der Attacken herrscht, soviele Ungereimtheiten existieren auch im Hinblick auf die 19 Täter, ihre wirkliche Identität, ihre Kontakte und Aktivitäten. Wobei alle die von der 9/11-Kommission ignorierten Zeugen, Widersprüche und Spuren in dieselbe Richtung deuten : Diese 19 waren keine autonomen, aus einer afghanischen Höhle gesteuerten Terroristen, sondern standen bei ihrem Aufenthalt in den USA unter ständiger Beobachtung und Protektion. Kurz vor der Tat, von der sie nicht mehr wieder kommen sollten, erneuerten sie ihre Pässe, bezahlten ordnungsgemäß Tickets für Geschwindigkeitsübertretungen, nahmen Umwege in Kauf, um Mietwagen zur Entleihstation zurückzubringen, statt sie am Flughafen einfach stehen zu lassen, und Mohamed Atta eröffnete bei "American Airlines" ein Bonuskonto zum Meilensammeln. Nicht gerade logische Verhaltensweisen für Selbstmordattentäter auf ihrer letzten Mission, was den Verdacht nahelegt, dass den 19 Hijackern der wahre Charakter ihrer Aktionen an diesem Tag gar nicht bekannt war und sie nur eine Rolle als Strohmänner und Sündenböcke spielten. Aber für wen ?

Mit dieser Frage landet man unweigerlich bei Verschwörungstheorie B, einer Bande von Schurken innerhalb der Geheimdienste und des Militärs, die am Morgen des 11.9. Anti-Terror-Übungen durchführten (Die Wargames des 11. September), bei denen die Entführung von Passagierjets durch Terroristen simuliert wurden. Im Abschlussbericht der 9/11-Untersuchungskommission, der das Zustandekommen dieses Verbrechens im allgemeinen und das Ausbleiben jeglicher Luftabwehr im besonderen als eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen beschreibt, kommen diese Wargames nur in einer kurzen Fußnote vor. Selbst die haarsträubende Tatsache, dass die AA 11, die in den Nordturm des WTC einschlug, für die Fluglotsen der Region noch lange danach auf den Radarschirmen sichtbar war – und zwar ganz woanders als über Manhattan –, konnte die Kommission nicht zu einer tiefergehenden Untersuchung dieser Militärübungen nötigen. Dass der "Quick Reaction Alert" ausfiel, der im weltweiten Flugverkehr Standard ist und innerhalb weniger Minuten Abfangjäger in Luft bringt, ist unbestritten. Die Frage, wie und warum es kommen konnte, dass über 1,5 Stunden lang nicht reagiert wurde, ist aller Hollywood Doku-Dramen zum Trotz nach wie vor unbeantwortet . Dass die gesamte Durchführung der Tat und das Ausbleiben von Abfangjägern mit diesen Wargames zusammenhängen ist äußerst naheliegend.

Niemand kann bestreiten, dass es fanatisierte, gewaltbereite Islamisten gibt, die in ihrem "Heiligen Krieg" gegen den Westen Terroranschläge planen und denen ein Massenmord irgendwie zuzutrauen ist. Aber "irgendwie" reicht eben nicht, wenn es um die Aufklärung eines Verbrechens geht, und schon gar nicht, wenn es sich um ein welterschütterndes Ereignis wie 9/11 handelt, das als Fanal eine dramatische Weichenstellung der globalen Politik dieses Jahrhunderts mit sich brachte. Die US-Regierung hat eine solche Aufklärung von Anfang an behindert und erst auf Druck der Hinterbliebenen nach 1,5 Jahren einer Untersuchung zugestimmt – doch selbst die von Bush handverlesenen Mitglieder dieser Kommission haben mittlerweile bekundet, dass sie mit Falschaussagen hinter’s Licht geführt wurden. Ihr 9/11 Commission-Report ist deshalb trotz seines umfänglichen Volumens ein "Ommission" (Auslassungs-) Report – selbst grundlegende Fragen wie die Identität der Täter, ihrer Hintermänner und Anführer sind nach wie vor ungeklärt.

Die Hälfte aller US-BürgerInnen ist mittlerweile überzeugt, dass in Sachen 9/11 vertuscht wird, 36 % glauben deshalb auch, dass die Regierung selbst in das Verbrechen verwickelt ist. Ok, könnte man sagen, diese "bekloppten Amis" glauben ja auch zu 38%, dass die Regierung mit Aliens in Kontakt steht, was sagen solche urbanen Mythen schon aus? Hier scheint der Fall jedoch etwas anders zu liegen. Zwei unbewiesene Verschwörungstheorien, zwei Hypothesen, für deren Richtigkeit Indizien, Spuren, Vermutungen existieren, aber eben keine definitiven Beweise, ringen um öffentliche Anerkennung. Hypothese A wird ex cathedra von allen Medienkanälen verkündet und als offizielle "Wahrheit" ausgegeben, die hinreichend bewiesen und "selbstverständlich" sei, Hypothese B hat sich dagegen von unten durchgesetzt und gewinnt immer mehr Anhänger, weil die hinreichenden Beweise für A eben bis heute nicht vorliegen. Ob und wann die kritische Masse erreicht wird, die eine Neuuntersuchung der Vorkommnisse erzwingt, ist schwer vorherzusehen – persönlich bin ich eher skeptisch, das in den kommenden fünf Jahren zu erleben. Nicht weil die Gründe für eine Neu-Untersuchung nicht ausreichen – im Gegenteil wird jeder, der sich mit den Lücken in Hypothese A befasst ebenso überwältigt sein wie auf der anderen Seite von der Menge an Fakten und Spuren, die mittlerweile für die Richtigkeit von B zu sprechen scheinen.

Die Schranke, die eine rigorose Ermittlung und Aufklärung verhindert, ist nicht sachlicher, sondern psychologischer Natur. Die Vorstellung, dass eine demokratische Regierung in ein solches Verbrechen verwickelt sein könnte, ist für viele einfach untragbar. Dass Politiker, zumal Figuren wie George W. Bush, korrupt sind, dass sie betrügen und lügen, um sich Vorteile zu verschaffen und an der Macht zu halten - geschenkt! Aber ein Massenmord an den eigenen Leuten – unmöglich! Diese Vorstellung auch nur hypothetisch zuzulassen, macht die Lage schlagartig unübersichtlich und komplex, erschüttert Weltbilder und unterminiert die (Rest-)Bestände an Vertrauen in staatliche Autorität und Ordnung. Ehe wir es wagen, solche Ungeheuerlichkeiten in Erwägung zu ziehen, belassen wir sie lieber im Unentscheidbaren; statt sie wahrzunehmen, wollen wir es lieber nicht so genau wissen, statt unangenehme Fakten zur Kenntnis zu nehmen, verdrängen wir sie und projizieren sie auf einen geeigneten Sündenbock. Ein katastrophisches Ereignis wie am 11.September 2001 schrie einfach nach einem Schuldigen und Osama und die 19 Hijacker füllten diese Lücke perfekt. Sie wurden schon wenige Minuten nach dem "Überauschungsangriff" aus dem Hut gezaubert und werden seitdem permanent recycelt – wenn heute irgendwo eine Mülltonne brennt, ist die "Al Qaida"-Connection nicht weit.

Die Wahrheit über die Verschwörung des 11. September 2001 ist nicht bekannt. Wer behauptet, sie zu wissen, lügt oder macht sich etwas vor – und wer ablehnt, diesen Fall von Grund auf neu zu untersuchen, betreibt das Geschäft derer, die mit dem 9/11-Verrbrechen Kriege nach außen begründen und den Polizeistaat nach innen. Sowie einen irrsinnigen "Krieg gegen den Terror", der den Terrorismus nicht eindämmt, sondern fördert. Da Regierungen sich mit dieser Politik der Angst prächtig im Amt halten und der Mainstream der Journalisten zu Stenographen dieser Politik verkommen ist, kann eine Aufklärung ‘von oben’ nicht so bald erwartet werden. Sie muß von unten kommen – und jede/r ist gehalten, sich selbst ein Bild zu machen und dabei eine unverzichtbare Leitlinie zu beachten: "Mißtraue Autoritäten, denke selbst!". Als Beispiel für dieses unabhängige Selbstdenken kann der grandiose Erfolg des Films Loose Change gelten, den Millionen mittlerweile gesehen haben und danach feststellen: Selbst wenn nur die Hälfte den Tatsachen entspricht, gehört das Bush-Regime hinter Gitter. Dass es nach wie vor fest im Sattel sitzt liegt auch daran, dass US-Demokraten und das linksliberale Establishment das Thema 9/11 nicht aufgreifen. Zwar hat man Bush & Co. dutzendfach der Lüge überführt, nur was den "Überraschungsangriff" des 11. September betrifft, glaubt man ihm immer noch auf’s Wort.

Ich neigte vom ersten Tag zur der Seite der Ungläubigen zu und habe die Gründe für diese Haltung in der TP-Serie The WTC-Conspiracy ausführlich dargelegt. Seitdem ist mir nichts bekannt geworden, das diese Skepsis abmildern oder gar beseitigen konnte. Im Gegenteil bin ich heute mehr denn je davon überzeugt, dass die Anschläge nur als "inside job" durchgeführt werden konnten. Anders als viele US-amerikanische Kollegen, die mittlerweile die Indizen für die Sprengung der drei WTC-Gebäude in den Vordergrund der Aufklärungsbemühungen stellen, plädiere ich allerdings dafür, diese Untersuchung nachgeordnet zu behandeln. Nicht die Frage des "Wie?" und auch nicht die des "Warum?" steht bei einer Verbrechensaufklärung an erster Stelle, sondern die Frage "Wer?" Eine internationale Untersuchungskommision, die an diesem entscheidenden Punkt ansetzt und die Identitäten und Aktivitäten der 19 Hijacker und ihrer Helfer widerspruchsfrei aufklärt, würde die offizielle Legende ebenso schnell zusammenstürzen lassen wie die Türme des WTC in sich zusammengefallen sind.

Der Autor diskutiert seine Thesen am 10.9.2006 in Frankfurt sowie am 11.9.2006 in Berlin.

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