"Wii Have A Problem"

12.01.2007

Schadensberichte von "Nintendo Wii"-Spielern

Wenn in den USA die Verbraucher ausdrücklich darauf hingewiesen werden müssen, dass man Personen nicht in die Waschmaschine stecken oder den Benzinstand eines Autos nicht mit einem brennenden Streichholz überprüfen sollte, dann müssten eigentlich auf der neuen Spielkonsole Nintendo Wii gleich mehrere dicke Warnhinweise kleben. Das Ding ist nämlich äußerst gefährlich, weil ihre Nutzer bekanntlich die Spiele steuern können, indem sie den Controller bewegen. Das klingt zwar reizvoll und macht bestimmt auch Spaß, kann aber auch höllisch ins Auge gehen.

Mit Unfällen rund um diese Spielkonsole beschäftigt sich das Weblog Wii Have A Problem. Dort beschreiben Spieler, was beim Spiel bei ihnen schief gelaufen ist. Und es gibt eine erste Statistik, ein so genanntes "Damage Toll", die auf den Berichten der Seitenbesucher basiert. Spitzenreiter unter den Dingen, die beim Spielen Schaden erlitten haben, sind mit 45 Nennungen Kabel ("Broken Straps"). Danach folgen Personen (25), Fernsehgeräte (22), Controller (18) und Lampen (14). Zu Bruch gingen aber auch Fenster, Laptops, Schmuck oder Stereogeräte.

Unter den neusten Schadensberichten ist beispielsweise die Rede von einem Bürostuhl mit Rädern. Dieses praktische Sitzgerät verwechselte ein Spieler, als er virtuell nach Fischen angelte, mit einem Boot. Als plötzlich ein Fisch anbiss, lehnte er sich ruckartig soweit zurück, dass eines der Räder des Stuhls abbrach und er zu Boden stürzte. Nach seiner unsanften Landung, schreibt er, war der Fisch dann weg. Noch dramatischer klingt der Bericht eines deutschen Spielers, dessen Fernseher während eines Bowlingspiels zerstört wurde:

My HDTV (899 Euro) is broken. Becouse of Wii!!!!!!!!! My nephew was playing Wii Sports Bowlling. He was so excited that he play with a lot of power. But a little bit to much i think. Because the Wiimote fly to my HDTV... Poor me and poor Tv... I hope my insurance will pay this..

Es ist wohl an der Zeit, dass Versicherungen eigene Policen für Nintendo-Wii-Spieler anbieten. Aber das hätte dem kleinen Colin auch nicht geholfen. Zwei Jahre alt ist der Junge, der beim Baseball-Spiel seines Vaters zum Glück nur leicht am Kopf verletzt wurde. Am häufigsten sind allerdings Verletzungen an der Hand und an den Fingern. Und wer jetzt immer noch sorglos mit seiner Spielkonsole spielt, der sollte sich als Warnung mal das dicke Auge dieser jungen Frau anschauen. Das tut nämlich schon beim Hinsehen weh.

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