Mit mobilen Überwachungskameras gegen "Umweltverbrecher"
Ein Council in London geht mit heimlich angebrachten Kameras gegen Müllsünder, Vandalen und Graffiti-Sprayer vor
Aufruhr hatte es bereits gegeben, als einige britische Gemeinden Chips an den Mülltonnen anbrachten, um damit das Gewicht feststellen zu können. Die Rede war damals von einem "Bin-Brother-Skandal (Der Spion in der Tonne). Jetzt gehen die Gemeinden im Kampf gegen Umwelt- und Müllsündern noch einen Schritt über verwanzte Mülltonnen hinaus und arbeiten mit heimlich angebrachten Überwachungskameras.
Die Umweltsünder, "envirocriminals", müssen zumindest in einem Bezirk Londons in Zukunft besser aufpassen. Der Ealing Council hat drei mobile Überwachungskameras erworben, um "Vandalen und Umwelttäter" zu fangen. Die Kameras werden getarnt und können, so das Council, in Blechdosen oder Ziegelsteinen heimlich angebracht werden. Aktiviert werden die Kameras durch Bewegungsmelder, die Bilder werden dann, wie der Council den Bürgern mitteilte, via Email an das Videoüberwachungszentrum geschickt. In anderen britischen Gemeinden wurden bereits Überwachungskameras an Mülltonnen angebracht.
Entdeckt werden sollen damit angeblich nur größere "Umweltvergehen" wie das Anbringen von Graffiti, Vandalismus oder wiederholtes illegales Abladen von Müll. Die versteckten Überwachungskameras würden nicht benutzt, so wehrt sich der Council gegen Kritik, um Bürger zu bestrafen, die ihre Müllsäcke zu früh auf die Straße stellen oder es zulassen, dass ihr Inhalt überquillt und sich auf der Straße verteilt. Möglicherweise trifft es aber doch auch Anwohner, so der britische Telegraph, die ihre Mülltonnen oder Müllsäcke nur am falschen Tag herausstellen. Zumindest wollte man das nicht ausschließen. "Menschen", so hieß es in der Mitteilung des Council aber dennoch, "die ständig ihren Müll zu jeder Tages- und Nachtzeit und an jedem Tag in der Woche abladen, handeln unverantwortlich und verschandeln die Gemeinde." Angeblich wurde die Überwachungsmaßnahme eingeleitet, bevor der Council mit der Umstellung von der wöchentlichen zur zweiwöchentlichen Müllabholung beginnt.
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Zur Bekämpfung des "antisozialen" Verhaltens und der "Umweltvergehen" wie Anbringen von Graffiti oder Wegschmeißen von Abfall stellt der Council mehr Sicherheitskräfte ein. Zudem werden neuen "Trinkzonen" und sogenannte "dispersal zones" eingeführt, in denen Jugendliche unter 16 Jahren nach 21 Uhr aufgegriffen und auch mit Gewaltanwendung nach Hause gebracht werden können. Sie können überdies mit einem Verbot belegt werden, diese Zone aufzusuchen.
http://www.heise.de/tp/artikel/24/24903/1.html- wenn es nicht bittere realität wäre... (22.3.2007 20:22)
- Auf was für Ideen die noch kommen werden? (21.3.2007 20:28)
- Richtig (21.3.2007 19:50)
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