Literaturverzeichnis

[1]

Schon in "Lion Of Sparta / The 300 Spartans" (USA 1960) verteidigen 300 Spartaner um 480 v. Chr. das zur Einheit findende freie Griechenland gegen einen Einfall des Perserkönigs Xerxes. Der historische Stoff ist verarbeitet zu einem Krieg der Demokratie gegen die Übergriffe eines unfreien, versklavenden Imperiums. Auch einfache Leute stehen ein für die Idee Griechenlands. Propagiert wird ein bellizistisches Männlichkeitsideal: "Wie schön Du bist. Im roten Kriegsmantel siehst Du aus wie ein richtiger Mann!". Der Tod für die Zukunft eines freien Griechenlands wird über alle Maßen verherrlicht. Spartas Kriegsethos wird am Schluss bekräftigt: "Wanderer, kommst Du nach Sparta, so verkünde dorten, Du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl." Diese Hollywood-Produktion im Kontext des Kalten Krieges gibt im Nachspann die Mitwirkung des Königshauses, der Regierung und der Königlichen Armee Griechenlands bekannt. Erklärter Bewunderer des im Film dargestellten Geschehens war übrigens Hermann Göring (vgl. P. Reichel: Erfundene Erinnerung, München 2004, S. 84).

[2]

Vgl. P. Bürger: Bildermaschine für den Krieg, Hannover 2007, bes. S. 46-49. (Einige Passagen aus diesem Telepolis-Buch übernehme ich in diesem Beitrag ohne gesonderten Quellennachweis.)

[3]

J. Glasenapp: Vom Kalten Krieg im Western zum Vietnamkrieg – John Wayne und der Alamo-Mythos. In: Heller/Röwekamp/Steile (Hrsg,): All Quiet on the Genre Front? Marburg 2007, 75-92. (Dieser Beitrag verbindet die filmwissenschaftliche Betrachtung auf vorbildliche Weise mit der politischen Kritik.)

[4]

Bürger: Kino der Angst 2005, S. 530f.

[5]

Vgl. E. Jürgens: Von der Medienkritik zur Wissenschaftskritik. In: H. Niesyto/M. Rath/H. Sowa (Hg.): Medienkritik heute. München 2006, S. 109-114.

[6]

Vgl. Bürger: Kino der Angst 2005, S. 335-354, 536-544; Bürger: Bildermaschine für den Krieg 2007, S. 43-45, 57f.

[7]

Vgl. Tanja Thomas, in: Thomas/Virchow: Banal Militarism, Bielefeld 2006, S. 333-354; Bürger: Bildermaschine für den Krieg 2007, S. 87.

[8]

Die entsprechende Herausforderung an die Kunst haben Wim Wenders und Peter Handke im Drehbuch zu Der Himmel Über Berlin (BRD/Frankreich 1986/87) bedacht: "Noch niemandem ist es gelungen, ein Epos des Friedens anzustimmen. Was ist denn am Frieden, dass er nicht auf die Dauer begeistert und dass sich von ihm kaum erzählen lässt?"

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