Birma: Wo ein Wille, da ist auch ein Weg!

28.09.2007

YouTube und Co. - unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

Krieg ist heutzutage immer auch ein Krieg der Bilder. Das trifft sogar oder wohl erst recht auch auf ein nach außen hermetisch so abgeschlossenes Land wie Birma zu. Dass überhaupt Bilder und Videos von dem Krieg der dortigen Militärjunta gegen ihr Volk nach außen dringen, ist vor allem den technischen Möglichkeiten des Internet zu verdanken.

Mehr als 100 Videos, die die Auseinandersetzungen dokumentieren, findet man derzeit allein bei YouTube. Und selbst große TV-Stationen greifen inzwischen notgedrungen auf Bild-Material zurück, das verbotenerweise vor Ort meist mit Handy-Kameras aufgenommen wurde. Um all das zu verhindern, hat die Militärjunta inzwischen die Internetverbindungen ins Ausland abgeschaltet. Mörder morden eben am liebsten ohne Augenzeugen.

Was als Infoquelle noch bleibt, sind einige wenige Weblogs, die gezielt über Birma berichten. Eine gute Übersicht gibt es hier. Und einer der dort aufgelisteten Blogger verspricht seinen Lesern am Freitagmorgen:

I will also try my best to feed in their demonic appetite of fear and paranoia by posting any pictures that I receive though other means (Journos!! please don’t ask me what other means would be??). I will continue to live with the motto that 'if there is a will there is a way’.

Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Nun ja. Aber auch die amerikanische Polizei bekommt die Macht der so genannten Bürgerreporter zunehmend zu spüren. Seit kurzem gibt es beispielsweise bei YouTube eine Gruppe, die sich Copwatchers nennt und Videos sammelt, die Übergriffe von Polizeibeamten zeigen. Offenbar entwickeln sich die USA zum Land der unbegrenzten Taser-Einsätze.

Aus dem Iran gibt es auch etwas Neues zu berichten. Dort gelang es nämlich der Regierung, die Homosexualität abzuschaffen. Wer es nicht glaubt, der kann es hier hören und sehen. Anders lautende Berichte sind natürlich pure Erfindung.

Zum Schluss noch unser Schnelldurchlauf: Ein tolles Schaumbad zeigt dieser Film, Spaß mit dem Mixer und Chuck Norris bietet dieses Video und dass Dr. House alias Hugh Laurie wunderbar singen kann, kann man hier sehen.

Doch den Schlusspunkt setzt heute Harald Martenstein, der in seiner Zeit-Videokolumne München wunderbar beschimpft - als Ort der unglaublichen Ödnis.

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