Wie Nina Hagen unsere Kinder vor Drogen schützt

Ernst Corinth 02.11.2007

YouTube und Co. – unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

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Schon komisch, immer wenn ich spät abends in eine TV-Talkshow schalte, springt seit neustem irgendwann einer der Gäste auf, um die Runde empört zu verlassen. Genau das geschah auch am vergangenen Dienstagabend bei Sandra Maischberger, die vermeintliche Experten zu dem ziemlich durchgeknallten Thema "Ufos, Engel, Außerirdische – sind wir nicht allein?" geladen hatte. Und einer dieser Experten war der Wissenschaftsjournalist Joachim Bublath, dem das ganze außerirdische Gebrabbel viel zu gaga war – besonders das Gebrabbel von Nina Hagen, die rekordverdächtig wirres Zeug von sich gab, wenn sie gerade mal nicht kreischte. Kurzum: Bublath ging. Nina Hagen nannte ihn daraufhin "evil Alien". Und fing sich daraufhin von Maischberger eine verbale Ohrfeige ein: "Nina, ich habe das Gefühl, dass in deinem Kopf viel durcheinander geht." Wunderbar!

Und weil es so wunderbar war, wollten die beiden Herren der Schmidt-Pocher-Show gestern eigentlich Ausschnitte aus dieser Show zeigen. Aber nur eigentlich, denn angeblich durften sie es nicht. Dennoch kann man sich den außerirdischen Auftritt der Frau Hagen im Netz anschauen – beispielsweise beim StoiBär, der die beiden Filmausschnitte zielsicher kommentiert:

Liebe Eltern! Wenn Euere Kinder jemals Drogen nehmen sollten und Ihr ratlos seid, wie Ihr sie davon abhalten könnt, dann habe ich den ultimativen Tipp für Euch. Sagt ihnen einfach: "Wenn Du weiter Drogen nimmst, wirst Du so wie die Frau auf dem Video!"

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen bis auf den Hinweis, dass kürzlich auch der französische Präsident aus einem TV-Studio geflüchtet ist – siehe hier. Über weitere Studioflüchtlinge halten wir Sie, liebe Leser, natürlich auf dem Laufenden.

ROFLcast#12 Überwachung

Das musste ja passieren: Nach der RAF gibt es nun die ROFL, die von Leipzig aus ihr Unwesen treibt und nach dem Vorbild der al-Qaida übers Netz ihre Propagandavideos ausstrahlt. Unglaublich! Dabei hat unsere Polizei ja so schon alle Hände voll zu tun, wie dieses Tondokument beweist. Dennoch geht sie, wie es sich nun einmal gehört, stets äußerst einfühlsam auf die Anfragen der Bürger ein – wie man hier sehen kann.

Die Gewitter-Oma - Reloaded

Zum Schluss wie immer unser Schnelldurchlauf: Die wohl schlechteste Selbstmord-Hotline der Welt kann man sich hier anschauen, eine ungewöhnliche Modenschau zeigt dieses Video, genauso ungewöhnlich ist die Sportart Schach-Boxen. So löst man in Dänemark Verkehrsprobleme. Und das passiert, wenn Soldaten im Dienst LSD schlucken. Na dann, Prost!

http://www.heise.de/tp/artikel/26/26535/1.html
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