Die MP3-Elektroschockwaffe

Florian Rötzer 09.01.2008

Taser will seine Waffen für Frauen anziehend machen und bietet sie in bunten Farben oder auch mit Leopardenfellmuster sowie mit einem MP3-Player an

Taser hat für seine Elektroschockwaffe C2, die für Privatpersonen und vor allem für Ftauen gedacht ist, eine neue Geschäftsidee entwickelt. Bislang war die Waffe nur kleiner, hatte schickere Farben und sah nicht mehr so aus wie eine normale Schusswaffe. Gerade erst wurde eine Version mit einem Leopardenmuster ("Fashion with a Byte") vorgestellt, das vom Styling her möglicherweise als berufsgruppenspezifische Waffe zum Selbstschutz oder vielleicht auch für SM-Spiele gedacht sein könnte.

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Zur Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat sich nun Taser noch eine Variante einfallen lassen, um seine Produkte nun endlich als coole Gadgets an den Mann oder besser an die Frau zu bringen. Für 72 US-Dollar gibt es nun eine etwa am Gürtel befestigbare Tasche für die Elektroschockwaffe, in der sich auch ein MP3-Player sowie Ohrhörer befinden. Am Leopardenmuster hat man offenbar Geschmack gefunden, das Holster ist schwarz und ist oben mit einem Streifen Leopardenmuster verziert.

Die Musik im Taser

Sicherheit kann modisch sein, wirbt Taser für seine 50.000-Volt-Waffe, die in letzter Zeit von Polizisten und Sicherheitspersonal zur unnötigen Gewaltanwendung auch mit Todesfolge eingesetzt wurde. Der "iTaser", wie man ihn schon spöttisch nennt, soll gleichzeitig dem Selbstschutz und dem Hören von Musik dienen. Man hofft darauf, dass Frauen insbesondere für das Joggen zur neuen Version greifen, weil sie sich dann nicht mehr zwischen einem iPod oder einem anderen MP3-Player und der Waffe entscheiden brauchen, sondern beides in einem bekommen.

Viele Frauen, so erklärte ein Sprecher von Taser, würden bislang davor zurückscheuen, in einen Waffenladen zu gehen und sich eine Elektroschockwaffe zu kaufen. Daher will man den MP3-Taser auch in anderen Geschäften anbieten. Angeblich würde er schon in manchen Handy-Läden angeboten werden.

http://www.heise.de/tp/artikel/27/27025/1.html
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