USA: Lebensmittelprodukte von geklonten Tieren zugelassen
Die FDA hat Milch und Fleisch von geklonten Rindern, Schweine und Ziegen für sicher erklärt, sie können nun ohne Kennzeichnung auf den Markt kommen
Die Food and Drug Administration (FDA) hat nun den Weg dafür frei gemacht, dass Lebensmittelprodukte von geklonten Schweinen, Rindern und Ziegen sowie von allen anderen Nachkommen von geklonten Tieren, die bereits als Nahrung dienen, auf dem Markt angeboten werden können. Milch und Fleisch von diesen Tieren seien so sicher wie Lebensmittel von herkömmlich gezüchteten Tieren. Noch aber gebe es zu wenige Informationen über die Sicherheiten von anderen geklonten Tieren, beispielsweise von Schafen.
Die FDA verlangt nicht, dass Lebensmittel von geklonten Tieren oder deren Nachkommen gekennzeichnet werden müssen, weil sie sich nicht von denen herkömmlich gezüchteter Tiere unterscheiden. Sollte ein Bedürfnis nach Kennzeichnung bestehen ("Dieses Produkt ist klonfrei"), dann werde man, so die FDA, dies von Fall zu Fall entscheiden, um sicherzustellen, dass die Kennzeichnung korrekt ist. Zu erwarten ist, dass die Entscheidung, keine Kennzeichnung zu verlangen, auf große Proteste stoßen dürfte, auch unter Züchtern.
Die Behörde geht allerdings davon aus, dass geklonte Tiere aufgrund der hohen Kosten primär der Züchtung dienen und nicht in nennenswerter Zahl in die Nahrungsmittelkette gelangen werden. Das werde nur bei den Nachkommen der Fall sein, die durch herkömmliche Befruchtung erzeugt werden. Klonen verändere im Unterschied zu gentechnischen Eingriffen nicht die DNA, betont die Behörde.
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Auch die EU-Lebensmittelbehörde hat vor wenigen Tagen den Entwurf eines Gutachtens zur Diskussion vorgelegt, das ebenfalls erklärt, dass Lebensmittel von geklonten Schweinen und Rindern sich nicht von denen herkömmlich gezüchterer Tiere unterscheiden und daher unbedenklich seien, sofern "ungesunde" Tiere, die es bei geklonten häufiger gibt, aussortiert werden, wozu die bestehenden Kontrollen aber ausreichen würden (Produkte von geklonten Tieren stellen für den Menschen kein Sicherheitsrisiko dar).
Im Repräsentantenhaus wurde im Dezember allerdings ein Gesetzesvorschlag ( H. R. 4855) eingeführt, der ein Moratorium verlangt, bis weitere Studien zur Sicherheit und zu den Auswirkungen einer Zulassung von Lebensmitteln aus geklonten Tieren in den USA auf den Export fordert. Der Senat hat im Dezember dasselbe in einem Zusatz zu einem Landwirtschaftsgesetz beschlossen (S.2302).
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