"Künstliche Telepathie"
US-Wissenschaftler sollen für das Pentagon eine Kommunikationstechnik zum Gedankenlesen entwickeln
Nicht nur die Darpa, die Forschungsbehörde des Pentagon, will mit manchmal durchaus exotischen, jedenfalls gerne futuristischen Projekten technische Avantgarde sein und die militärische Überlegenheit der USA sichern, auf ähnlichen Spuren geht derzeit auch das U.S. Army Research Office und hat vier Millionen in einen Forschungsauftrag investiert, bei dem es letztlich darum geht, die Gedanken von Menschen lesen zu können.
Angeblich wollen die Wissenschaftler an der University of California, Irvine, der Carnegie Mellon University und der University of Maryland ein System für "künstliche Telepathie" entwickeln, um in der Lage zu sein, mit Soldaten mit Kopfverletzungen oder Patienten, die etwa aufgrund eines Schlaganfalls nicht mehr sprechen können, zu kommunizieren. Geplant ist, Hirnwellen mit einem weiter entwickelten EEG oder mit einer anderen nichtinvasiven Gehirn-Computer-Schnittstelle abzunehmen, um so mit einem automatischen Spracherkennungsprogramm abzulesen, was eine Person denkt und an wen sie sich richtet.Ein solches System, so Michael D’Zmura, der Leiter des Instituts für Kognitionswissenschaften an der UCI und des von der Army geförderten Projekts, setzte allerdings voraus, dass jeder, der es zum Senden und Empfangen benutzen will, vorher intensiv trainiert werden muss. Erst einmal würde man sich auf einfache Worte und Sätze beschränken, um das System später komplexer zu machen. Um das System selbst zu trainieren, sollen Versuchspersonen mit einer EEG-Kappe Wörter denken, die ihnen die Wissenschaftler vorgeben, um so deren Gehirnaktivität zu analysieren.
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Man sei noch weit davon entfernt, dämpft D'Zmura mögliche Erwartungen, erkennen zu können, was jemand spontan denkt. Man werde das System auch niemals dazu benutzen können, um die Gedanken einer Person zu lesen, die nicht aktiv kooperiert.
Sollte es aber prinzipiell möglich sein, durch die Abnahme von Gehirnimpulsen herauszukriegen, was eine Person denkt, auch wenn diese nicht kooperiert, wäre dies für Polizei, Geheimdienste und Militär, aber auch für Aufständische und Kriminelle eine wirkliche Wunschmaschine. Noch seien die Techniken zum Scannen des Gehirns weit entfernt davon, als forensische Mittel verwendet zu werden (Ein Gehirnscan als Lügendetektor), warnte die US-Bürgerrechtsorganisation bereits vor zwei Jahren, aber sie werden "unweigerlich missbraucht und falsch verstanden", wenn sie zum Einsatz kommen (Gehirn-Scans in der Strafverfolgung?).
http://www.heise.de/tp/artikel/28/28549/1.html- Das wird wohl nicht immer klappen (20.8.2008 23:38)
- Roflmao oder wie Retards alter Wein in Made in USA-Schläuchen verkauft werden (20.8.2008 10:28)
- Prächtig! Dann gibts ja künftig bei der Mensch-zu-Mensch - Kommunikation... (20.8.2008 0:22)
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