Die Wahrheiten des Alex Jones

26.01.2009

Alex Jones und "nine-eleven" – Überlegungen zu der Kontroverse, die der Artikel "Die Verschwörungsindustrie" auslöste

Kurze Zeit nach Veröffentlichung des Artikels erschien, unter dem Titel "Hexenjagd gegen Wahrheitsbewegung erreicht neuen Level in Deutschland", eine Erwiderung auf der Internetseite "infokrieg.tv", die offenkundig die deutsche Version von "infowars.com" darstellt. Der Autor behauptet darin unter anderem, der Telepolis-Artikel rücke "Angehörige der Opfer, Aktivisten und Forscher in die Nähe von Terroristen". Weiterhin heißt es, "ernste Zweifel am sogenannten Krieg gegen den Terror" würden in "Die Verschwörungsindustrie" als "terroristische Agitation" gebrandmarkt.

Diese geradezu absurde Polemik zieht sich als Tenor durch die gesamte Erwiderung, hat jedoch nicht viel mit dem Inhalt des Artikels zu tun, der den Grund für derlei Aufregung abgab. Der Artikel war keineswegs als "Rundumschlag […] gegen die Kritiker" der offiziellen Darstellung der Ereignisse vom 11.09.2001 gedacht, wie vom Autor des Antwortartikels unterstellt. Stattdessen wird im Artikel "Die Verschwörungsindustrie" penibel unterschieden: zwischen legitimen Zweifeln an der offiziellen Darstellung der Anschläge – deren Aufklärung auch als "lückenhaft" und "unvollständig" bezeichnet wird – und alternativen Theorien zu den Anschlägen, die hingegen als Tatsache verkauft werden. Das Problem liegt folglich auch nicht in den Verschwörungstheorien an sich, sondern in einer mangelnden Differenzierung zwischen Theorien und Tatsachen.

Auch soll hier ein weiteres Mal klargestellt werden, dass es ebenfalls nicht die Absicht des Artikels war, die offizielle Darstellung, oder aber die alternativen Theorien dazu, auf ihre Plausibilität hin zu bewerten. Die Unstimmigkeiten, die in der offiziellen Darstellung der Geschehnisse vom 11.09.2001 enthalten sind, wurden – insbesondere auf Telepolis – bereits in einer Reihe von Artikeln thematisiert. Aufgrund der unveränderten Sachlage sollte an dieser Stelle keine neue Diskussion über Details der Anschläge entfacht werden. Der Artikel "Die Verschwörungsindustrie" dient somit auch nicht der Diskreditierung all derer, welche die offizielle Darstellung für fragwürdig oder für unwahr halten.

Vielmehr sollte am Beispiel des Moderators und Filmemachers Alex Jones, der in den USA ein prominentes, wenngleich nicht völlig unumstrittenes Mitglied der "truther" ist, aufgezeigt werden, wie Informationen – aus zwielichtigen Quellen, lanciert aus einem politisch fragwürdigen Umfeld – gefiltert werden. Dadurch erreichen diese einen ungleich größeren Personenkreis, als dies ohne Jones als "Relaisstation" möglich gewesen wäre. An keiner Stelle jedoch wird die Bewegung der "9/11-truther" pauschal als rechtsextrem, antisemitisch oder gar "geisteskrank" dargestellt, wie vom Autor des Antwortartikels unterstellt.

Stattdessen wurde belegt, dass Alex Jones zum Teil Informationen von einer rechtsextremen Publikation namens "American Free Press" bezieht. Der Autor der Erwiderung zieht es jedoch vor, auf diese interessante Tatsache nicht einzugehen und stattdessen den Vorwurf der "Ad-hominem-Anklagen" gegen Jones zu bemühen. Dieses Ausweichmanöver mag auch darin begründet sein, dass die "American Free Press" bei dem deutschen "Ableger" von Jones’ "infowars.com"" ebenfalls als Quelle dient. Doch was genau ist der Hintergrund dieser umstrittenen Publikation?

Stichwort "American Free Press"

Das Magazin "American Free Press" ist im Jahr 2001 als Nachfolger von "The Spotlight" entstanden, einer Publikation der "Liberty Lobby", in der "antisemitische und verschwörungstheoretische Artikel", sowie Werbeanzeigen für den Ku Klux Klan und andere rechtsextreme Gruppen veröffentlicht wurden.

Die Herausgeberin – die "Liberty Lobby" – wurde 1955 von Willis Carto gegründet. Carto, der in seinem Buch "Profiles in Populism" Personen wie den antisemitischen Radio-Priester Charles Coughlin und den Nazi-Sympathisanten Henry Ford mit wohlwollenden Worten bedachte, gehört auch zu den Unterzeichnern des so genannten "New Orleans Protocol". Weitere bekannte Aktivisten sind, neben Willis Carto, unter anderem David Duke und der "stormfront.org"-Betreiber Don Black – allesamt einflussreiche Vertreter der rechtsextremen Szene in den USA. Das "New Orleans Protocol" stellt den Versuch dar, die Sache der Rechtsextremisten massenkompatibel zu gestalten.

Genau diesem Zweck scheint die "American Free Press" zu dienen. Nicht nur Carto und seine Brüder und Schwestern im Geiste veröffentlichen dort ihre Artikel; auch Personen, die nicht oder nicht direkt dem Umfeld Cartos angehören, publizieren in dem wöchentlich erscheinenden Magazin – wie beispielsweise Ron Paul und Paul Craig Roberts. Dadurch wird das Blatt auch für Personen interessant, die dem Vorgänger "The Spotlight" aufgrund von dessen offen rassistischer und antisemitischer Ausrichtung eher abgeneigt waren. Trotzdem zeigt ein genauerer Blick, dass im Online-Angebot der "American Free Press" zum Beispiel Werbung für Pete Peters "Scriptures for America and Kingdom Identity Ministries" geschaltet wird. Es handelt sich dabei um einen Vertreter der "Christian Identity" – einer obskuren, pseudoreligiösen Lehre, nach der die Juden die "Kinder Satans" wären.1

Alex Jones selbst bezeichnet sich als "rechtskonservativ" und hat in seinen Sendungen auch keine antisemitischen oder rassistischen Äußerungen von sich gegeben. Er ließ jedoch auf seinen Internetseiten unter anderem den damaligen Journalisten der "American Free Press", Christopher Bollyn, zu Wort kommen. Bollyn war dadurch aufgefallen, dass er mit aller Macht versucht hat, eine Verbindung zwischen Israel, bzw. amerikanischen Juden, und den Anschlägen vom 11.09.2001 zu konstruieren. Mit diesen Theorien lieferte er die Vorlagen für US-Rechtsextremisten wie David Duke (in dessen Radiosendung Bollyn mehrmals als Gast auftrat und andere, äußerst fragwürdige Figuren der rechtsextremen Szene.

Der Autor der Erwiderung erklärt dazu, Bollyn stände "unter schwerstem Verdacht, ein Regierungsprovokateur zu sein". Warum Jones ihn dann als "respektierten Forscher und Journalisten" vorstellt und in seiner Sendung interviewt, bleibt im Dunkeln, ebenso wie die Frage, warum auf Jones’ Webseiten "infowars.com" und "prisonplanet.com" reichlich Referenzen zu "American Free Press" zu finden sind. Auch ist Bollyn nicht der einzige Autor dieser Publikation, der bei Jones auftrat. Der Experte der "American Free Press" für die Treffen der "Bilderberger-Gruppe", James P. Tucker Jr., war ebenfalls Gast bei Jones. Tucker schreibt bereits seit Mitte der 1970er Jahre über die "Bilderberger" – früher auch für "The Spotlight".

Nicht nur das: David Icke, ein britischer Autor und Verschwörungstheoretiker, dem in den letzten Jahren wiederholt vorgeworfen wurde, die Sache von "Christian Patriots" und britischen Neonazis zu fördern, trat ebenfalls in der "Alex Jones Show" auf. Wer dabei auf kritische Fragen seitens Jones gehofft hat, wird durch das Interview eines besseren belehrt. Stattdessen erwähnt er, dass er mit "99%" der Aussagen Ickes einverstanden ist und ihn "bewundert".

Man kann wohl voraussetzen, dass sich ein Journalist der politischen Ausrichtung seines Arbeitgebers bewusst sein sollte. Ebenso sollte sich ein Medienakteur wie Jones über die Hintergründe seiner Quellen im Klaren sein. Wenn sich Jones kritiklos auch auf derartige Quellen stützt, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, diese damit aufzuwerten und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Man kann diesen Vorwurf ernst nehmen, oder man kann ihn, wie der Autor des Antwortartikels auf "infokrieg.tv", als lächerlich abtun, in dem man diese Tatsachen ignoriert oder gar abstreitet.

Theorie vs. Tatsache

In der Erwiderung wird dann auch die Behauptung aufgestellt, dass die Gefahr von "so genannten radikalen, ultra-rechtsgerichteten Medienfiguren" immer entweder "Panikmache" darstelle, oder aber jene "Medienfiguren" als "Regierungsprovokateure" arbeiten würden, eine Aussage, die in ihrer Absolutheit nur als irreführend bezeichnet werden kann. Auch wenn Personen aus der rechtsextremen Szene beispielsweise für das FBI arbeiten – wer mit wem Katz und Maus spielt, ist allein aufgrund dieser Feststellung noch lange nicht klar ersichtlich.

Was folgt, ist ein Paradebeispiel für die Art und Weise, in der Jones und sein deutscher Adept Indizien zu Beweisen umdeuten. Terry Nichols, der als Helfer des Hauptverantwortlichen für den verheerenden Bombenanschlag auf das Bundesgebäude in Oklahoma City im Jahre 1995 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, hat 2007 erneut zu diesem Fall ausgesagt. Er behauptet, dass McVeigh und er den Anschlag nicht alleine durchgeführt hätten – was aufgrund der Beschaffenheit und Größe der Bombe durchaus nicht unplausibel erscheint. Weiterhin sagte er aus, dass die unbekannten Unterstützer "Regierungsprovokateure" gewesen wären.

Diese Aussage eines verurteilten Mittäters wird im "infokrieg.tv"-Artikel zur Bestätigung der Annahme, dass der Anschlag von "Regierungsprovokateuren" inszeniert wurde. Ohne Frage gibt es Beispiele für äußerst dubiose Verstrickungen von Mitgliedern diverser Geheimdienste oder anderer Regierungsorganisationen in Terror-Anschläge und sonstige Gewalttaten, wie beispielsweise bei dem blutigen Anschlag auf dem Bahnhof von Bologna, oder bei dem Programm COINTELPRO des FBI. Nur macht dieses Beispiel für mutmaßliche Geheimdienstbeteiligung aus Vermutungen und Annahmen, die auf Ungereimtheiten und offenen Fragen hinsichtlich des "Oklahoma City bombing" basieren, noch lange keine Tatsachen.

Auch an anderer Stelle neigt der Autor der Erwiderung zu Unsachlichkeiten und schlichtweg falschen Aussagen. Ersichtlich wird dies, wenn der Autor in einer geradezu grotesken Verdrehung einer Aussage Noam Chomskys behauptet, dieser würde "den Tod von tausenden amerikanischen Zivilisten und Soldaten sowie hunderttausenden Afghanis und Irakis [schmälern]". Chomsky ist der Meinung, dass der Aktivismus, der sich auf die Untersuchung von 9/11 bezog, besser gegen Kriege wie den Irak-Krieg eingesetzt werden sollte, denn dieses – ungleich größere – Verbrechen ließe sich wesentlich eher beweisen.

Diese Sichtweise, nachzulesen in einem empfehlenswerten Artikel über "Verschwörungstheorien und den Zustand der Linken in den USA", wird im Übrigen auch von anderen US-Regierungskritikern, wie beispielsweise Alexander Cockburn und Howard Zinn vertreten. "Infokrieg.tv" zieht es jedoch vor, diese Tatsachen zu ignorieren und stattdessen die Opfer der Anschläge vom 11.09.2001 zu instrumentalisieren, indem sie als Kronzeugen für die Anklage gegen Skeptiker der kursierenden Verschwörungstheorien aufgerufen werden.

"New World Order"

Ereignisse wie der Anschlag in Oklahoma City und "9/11" sind – in dem Kontext, in dem Alex Jones seine Theorien präsentiert – Teil eines "Masterplans", der von Regierungsbürokraten und Eliten in Washington exerziert wird, orchestriert von internationalen Institutionen, wie den in "America: Destroyed by Design" erwähnten europäischen Banken. Deren Bestrebungen dienten der Errichtung einer neuen Weltordnung ("New World Order" - "NWO"), welche die Versklavung der Menschheit zum Ziel hat. Dieser Kontext unterscheidet Jones auch von anderen, ungleich seriöseren "truthern", deren Anstrengungen sich auf eine wissenschaftliche und unabhängige Überprüfung der offiziellen Darstellung beschränken.

Die Theorie der "New World Order" florierte in den USA erstmals in den 50er und 60er Jahren. Senator McCarthys antikommunistische Hexenjagd und, nur wenig später, Barry Goldwaters "grassroots"- Wahlkampagne schürten das Feindbild des kosmopolitischen, liberalen Intellektuellen, der – natürlich – ein Agent des Kommunismus war. Versinnbildlicht wurde dieses Weltbild durch die Rhetorik eines Robert W. Welch, des Gründers der "John Birch Society". In Welchs Augen war sogar der republikanische Präsident Dwight D. Eisenhower Agent einer kommunistischen Verschwörung, mit dem Ziel der "Übernahme [der] gesamten [US-] Regierung".

Die Annahme der Existenz eines "ausgedehnten, heimtückischen, außergewöhnlich effektiven, internationalen verschwörerischen Netzwerks", welches geschaffen wurde, um "diabolische Taten" durchzuführen und die bestehende amerikanische Gesellschaftsordnung umzustürzen, ist allerdings schon wesentlich älter.2 Als Profiteure oder Handlanger dieser Verschwörungen wurden im Laufe der amerikanischen Geschichte wahlweise die Illuminaten, Freimaurer, Katholiken, Juden, wie generell auch Einwanderer unterschiedlichster Nationalität identifiziert.

Die "New World Order"-Verschwörungstheorie erfuhr in den Vereinigten Staaten zu Beginn der 90er Jahre einen erneuten Aufschwung, als George Bush Sen. 1991 davon sprach, nach Ende des Kalten Krieges eine "Neue Weltordnung" schaffen zu wollen. Vor allem in Kreisen rechter Republikaner und Libertärer führte dies zu einem regelrechten Schock. In Verbindung mit dem damaligen wirtschaftlichen Abschwung setzte die Blütezeit einer Milizszene in den USA ein, deren Feindbilder von illegalen Einwanderern und der Bundesregierung in Washington, bis hin zur UNO reichen.

In der modernisierten "NWO"-Version amerikanischer Paläokonservativer und Libertärer bilden dabei internationale Institutionen wie die UNO und die WTO die Handlanger von "Frontorganisationen der Verschwörer", wie dem "Council of Foreign Relations", oder der "Bilderberger-Gruppe". Wie auch schon bei einigen der historischen Vorläufer dieser Verschwörungstheorie, ist diese um im Kern durchaus problematische Entwicklungen herum aufgebaut.

Das Organisationen wie der UN-Sicherheitsrat oder die Welthandelsorganisation WTO demokratische Defizite aufweisen, oder dass in den Vereinigten Staaten antidemokratische Tendenzen zu sehen waren, ist unbestritten. Derartige Entwicklungen müssen thematisiert und kritisiert werden, um eine möglichst breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Auch Treffen wie die der "Bilderberg-Gruppe" oder der G8 sind, im Zusammenhang mit der Informationspolitik dieser Organisationen, sehr wohl kritisch zu betrachten. Jedoch ist der verschwörungstheoretische Ansatz bei der Betrachtung dieser Aspekte problematisch, da im Zuge dessen – und im Gegensatz zu einer strukturellen Analyse – nur allzu oft die rationale Ebene verlassen wird, wie dieser lesenswerte Aufsatz aus dem "ZMag" zeigt.

Skeptiker vs. Gläubige

Es war und ist ein Charakteristikum dessen, was Richard Hofstadter als "paranoid style in American politics" bezeichnete, dass ein "absolutes" und kohärentes, anscheinend logisches Weltbild geformt wird, in dem sämtliche Ereignisse Bausteine eines ungeheuerlichen Plans sind. In diesem Weltbild gibt es keine Zufälle – für ernsthaftes Hinterfragen ist kein Platz, es gibt nur "schwarz" oder "weiß". Derlei binäres Denken lässt keinen Platz für Grautöne in Form rationaler Untersuchungen zu, da geschichtliche und politische Ereignisse aus Sicht eines kompromisslosen "Verschwörungstheoretikers" zwangsläufig in eine bestimmte Richtung führen müssen, wie zum Beispiel die "NWO".

Dieses Denken weist durchaus Parallelen zum Verhalten religiöser Eiferer auf. Gegenbeweise werden als Fälschungen abgetan, Kritiker werden als gekaufte Propagandisten oder fehlgeleitete Dummköpfe diffamiert und es wird generell eine Denkweise propagiert, die nach dem Motto "wer nicht für uns ist, ist gegen uns" angelegt scheint. In diesem Zusammenhang seien auch die Vorwürfe genannt, die zum Teil im Telepolis-Forum erhoben wurden und in der Heise-Verlag kritisiert wurde, weil er einem Artikel Raum bot, der sich kritisch mit den Auswüchsen von Verschwörungstheorien auseinander setzte. Jene Vorwürfe lassen auf ein recht eingeschränktes Spektrum gelesener Artikel schließen: bereits 1998 hat Gundolf Freyermuth zum Thema "Verschwörungstheorien" einen sehr interessanten Artikel in der c’t–Ausgabe 13/1998 unter dem Titel "Sie beobachten uns" veröffentlicht.

Darin wird auch die "New World Order"-Verschwörungstheorie thematisiert, die Alex Jones und seine deutsche Dependance, "infokrieg.tv", so eifrig verkünden. Freyermuth kommt zu dem Schluss, dass sich "’rechte’ und ‚linke’ Militanz" inzwischen unentwirrbar zu einem, den Staat gleichermaßen fürchtenden Wahnsinn, verknotet [haben]". Jedoch profitiere davon in den USA statistisch gesehen in erster Linie die Milizszene. Und wenngleich bei weitem nicht jede dieser Milizen – und jedes ihrer Mitglieder – rechtsextrem ist, so sind die Übergänge in diesem schwer überschaubaren Milieu teilweise doch recht fließend.3 So fließend, wie es am Beispiel Alex Jones erkennbar ist, der sich rechtskonservativ nennt und sich trotzdem nicht scheut, Rechtsextremen ein Forum zu bieten.

Dies wirft natürlich die Frage auf, ob denn der Zweck die Mittel heiligt. Welchen Preis ist man bereit, auf der vorgeblichen Suche nach der Wahrheit, zu zahlen? Rechtfertigt der politische und publizistische Kampf gegen einen Überwachungsstaat und gegen antidemokratische Tendenzen eine – direkte oder indirekte – Zusammenarbeit mit Medien und Organisationen, welche sich vorgenommen haben, die Sache der Rechtsextremisten massenkompatibel zu gestalten? Ohne Zweifel lässt Alex Jones auch anerkannte Kritiker der "offiziellen Lesart" zu Wort kommen. Aber gerade diese ähnlich unkritische Behandlung von seriösen und dubiosen Quellen, sowie von Tatsachen und Theorien, stellt letztendlich das Problem dar.


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