Hunderte neuer Arten im Meer entdeckt

25.01.2009

Bei der Erforschung von unterseeischen Vulkanen sind australische Wissenschaftler auf eine große Artenvielfalt gestoßen

Eine vermutlich neue Art des Lebbeus-Krebses. Bild: CSIRO

Australische Wissenschaftler der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), der nationalen australischen Wissenschaftsbehörde, haben bei der Erforschung von Vulkanen unter dem Meeresspiegel südlich von Tasmanien Hunderte neuer Tier- und Pflanzenarten entdeckt (siehe auch: Saure Zeiten und neue Arten in der Tiefsee).

Eine neue Art des Amphioplus-Seesterns. Bild: CSIRO

Auf zwei Reisen im Rahmen des Programms Wealth from Oceans Flagship, mit dem das Meer um Australien, das mit 11 Millionen Quadratkilometern eine größere Fläche als das Land umfasst, erforscht werden sollen, haben die Wissenschaftler 2006 und 2007 von der Unterwasserwelt 8000 Fotos und 100 Stunden Filmaufnahmen gemacht. Einige faszinierende Fotos und Videos wurden auf der Website von CSIRO vor einiger Zeit veröffentlicht.

Eine bislang unbekannte Art des Marginaster-Seesterns. Bild: CSIRO

Die 1000 bis 2000 m unter der Meeresoberfläche liegenden Vulkane waren bislang weitgehend unbekannt. Entdeckt wurden auf den Forschungsfahrten 80 neue Vulkane und 145 Canyons unter der Meersoberfläche.

Eine Lebensgemeinschaft auf einem Vulkan in mehr als 1000 Metern Tiefe. Bild: CSIRO

Die erloschenen Vulkane sind Inseln der Artenvielfalt. Mit einem Durchmesser am Meeresboden von bis zu 25 km ragen sie mehrere hundert Meter auf und bieten Schutz und Lebensraum für viele Arten.

Ein Pistolenkrebs Alpheus. Bild: CSIRO

Von den 418 identifizierten Tierarten - Seeanemonen, Seesterne, Krabben, Korallen, Schwämme, Spinnen und Garnelen - sind 274, gut zwei Drittel, bislang unbekannt gewesen.

Bis in Tiefen von 1.400 Metern wurden auf den erloschenen Vulkanen dicke Teppiche von steinernen Korallen entdeckt, die für eine Vielzahl anderer Tierarten einen Lebensraum bilden. Allerdings wurden vor allem die weiter oben gelegenen Korallen von Schleppnetzen richtiggehend geschleift. In größeren Tiefen gebe es aber noch viele unbeschädigte Korallenteppiche.

Eine neue Art Ophiomyxa-Seestern. Bild: Gregory Heath, CSIRO

Die nächste Forschungsfahrt in diese Region ist in sieben Jahren geplant. Die Wissenschaftler hoffen, dass sich zumindest in den zu Meeresreservaten erklärten Gebieten dann die ersten Zeichen der Erholung feststellen lassen.

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