Teherans vergessenes Woodstock der Poesie
Die iranische Revolution: Die letzte klassische Revolution
Die Monate Januar und Februar 1979 sind als historische Monate der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingegangen. Am 16. Januar verließ der Schah aufgrund der landesweiten heftigen Proteste gegen sein Regime das Land. Auf dem Teheraner Flughafen hatten die Generäle des Schahs mit weinenden Augen noch einmal ihren Argwohn gegenüber seiner Reise ins Exil kundgetan. Noch vor dem Abflug rief er den frisch vom Parlament bestätigten Premier Bakhtiar zu sich und beschwor ihn, die Generäle daran zu hindern, mit einem Coup ein Blutbad unter dem Volk anzurichten.
![]() |
|
| Ayatollah Khomeini bei seiner Rückkehr aus dem Pariser Exil am Flughafen Teheran ( |
Am 1. Februar kehrte Ayatollah Khomeini aus dem Exil zurück und die Revolution siegte am 11. Februar. Die Auswirkungen der iranischen Revolution blieben nicht an den Grenzen Irans stehen. Sie wirbelte den ganzen Nahen Osten durcheinander und beeinflusste die Weltpolitik. Der Iran-Kenner und London School of Economy-Professor Fred Halliday vergleicht zu Recht die iranische Revolution mit der Französischen (1789) und Russischen (1917). Denn während die Französische den liberalistischen Westen und die Russische den kommunistischen Osten hervorbrachten, durchwirbelte die iranische Revolution, obwohl schiitisch, die gesamte überwiegend sunnitische islamische Welt.
![]() |
|
| Massendemonstration am Freiheitsturm in Teheran (1979). Quelle: www.sajed.ir |
Die klassischen Revolutionen des 20. Jahrhunderts zeichneten sich durch Massenbeteiligung des Volkes aus, auch wenn sie von zahlenmäßig kleinen Gruppen ausgehen kann. Ferner braucht eine solche eine Revolution eine Führung und eine revolutionäre Situation. Die Gesellschaft bzw. das Land muss sich also in einem gesellschaftspolitischen Krisenzustand befinden, in dem das Volk das bestehende Regime nicht mehr will. Der Iran der Jahre 1978/79 erfüllte alle diese Kriterien. Der prominente Iraner Dariusch Homayun, der ehemalige Informations- und Tourismusminister im Kabinett Amouzeghar (bis August 1978) greift auf den berühmten Satz Lenins zurück, um die iranische Revolution in einem Satz zu begründen:
Weil die Gesellschaft nicht mehr will und das Regime nicht mehr kann.
Extrem schneller Verlauf vom Ausbruch bis zum Sieg
Irans Revolution unterscheidet sich jedoch zumindest in zwei Bereichen von den anderen: im extrem schnellen Verlauf von Ausbruch bis zum Sieg und der revolutionären Situation, die fast nur mangelnden politischen Freiheiten geschuldet war. Die ökonomische Krise, die ab 1977 infolge der OPEC-Konferenz in Doha im Dezember 1976 einsetzte, hatte sich noch nicht beim Volk bemerkbar gemacht. In Doha hatten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Wohlwollen der US-Administration unter Gerald Ford gegen den Schah niedrigere Erdölpreise durchgesetzt.
![]() |
|
| Gerald Ford |
Der Behauptungen mancher Experten, die Doha als Ausgangspunkt für den Sturz der Monarchie im Iran halten, bedürfen der Relativierung. Denn auch auf dem Höhepunkt der Revolution im Herbst und Winter 1978/79 ging die Kluft zwischen reich und arm nicht gravierend auseinander.
![]() |
|
| Schah Reza Pahlavi mit Kaiserin Farah Diba |
Der Iran hatte zu diesem Zeitpunkt, verglichen mit vielen anderen Staaten der "Dritten Welt" im Revolutionszustand, die wenigsten Probleme. Trotz der leichten Wirtschaftskrise gegen Ende der 70er Jahre verzeichnete die iranische Wirtschaft ein beachtliches Wirtschaftswachstum, für viele westliche Beobachter ein mustergültiges Beispiel gelungener Modernisierung. Das Land steuerte unaufhaltsam auf Industrialisierungskurs, die Staatskasse war voll, die Mittelschicht satt, die Arbeiter hungerten nicht und die Lage der Frauen verbesserte sich immer mehr. Die Armee, nach der israelischen die stärkste in der Region, war völlig intakt.
|
|
Außenpolitisch unterhielt der Schah, der enge Verbündete des Westens, auch gut ausgebaute Beziehungen zum Ostblock und China. Kein Land im vergleichbaren Zustand hat sich einer Revolution ergeben. Kurz nach dem Sieg der iranischen Revolution kommentierte der zitierte Fred Halliday das Potenzial des Landes wie folgt: "Von allen Ländern der Dritten Welt, ob kapitalistisch oder kommunistisch, ist der Iran eines der am besten entwickelten, und er hat eine der höchsten anhaltenden Wachstumsraten." Der Brite begleitete seinen Kommentar mit optimistischen Wünschen für eine rosige Zukunft des Iran.
Ursachen der Revolution: Eine Revolution ohne Not
Dabei schien noch ein Jahr zuvor alles in bester Ordnung. Am 31. Dezember 1977 besuchte der amerikanische Präsident Jimmy Carter mit Gattin Rosalynn den Iran. Der Besuch war der letzte eines US-Präsidenten im Iran. Das Paar, das sich ursprünglich nur sechs Stunden in Teheran aufhalten wollte, verbrachte, imponiert von seinem Gastgeber, die Silvesternacht in der iranischen Hauptstadt. Auch das gehört zum historischen Charakter des Besuchs. Denn bis dato hatte kein US-Präsiden die Sylvesternacht außerhalb des Weißen Hauses gefeiert. Carter hat dort dem Schah überraschend mit ungewöhnlichen Worten gehuldigt. Für ihn sei der Schah das meistrespektierte Staatsoberhaupt der Welt und der Iran sei eine "Insel der Stabilität".
![]() |
|
| Jimmy Carter |
Carters Worte haben selbst die US-Delegation überrascht. Denn bis dato herrschte eine unterkühlte Beziehung zum Schah, der im Wahlkampf 1976 seinen republikanischen Rivalen Gerald Ford massiv finanziell unterstützt hatte. Carters Menschenrechtsparolen und seine Doktrin, mehr Stabilität bei den Verbündeten in der Dritten Welt durch umfassende Reformen statt einer Politik der eisernen Faust, hatte den Monarchen beunruhigt. Der Besuch Carters trug zur Überheblichkeit des Monarchen bei und war maßgeblich für spätere Entwicklungen im Iran. Er war aber nicht der Urheber der Revolution. Zuvor hatte der Schah in einem langwierigen Prozess seine Alleinherrschaft verfestigen wollen.
Dramatischer Höhepunkt dieses Prozesses war der Versuch des Schahs, aus Anlass des 2500-jährigen Bestehens der Monarchie im Jahre 1971 durch pompöse Feste und mit international großem Echo seine Allmacht zu demonstrieren. Parallel zur scheinbar erfolgreichen ökonomischen Modernisierung versäumte es der Schah, auch eine politische Modernisierung durchzuführen. Wirtschaftliche Modernisierung geht im liberalen Modell mit politischer Öffnung einher. Der Schah tat das Gegenteil.
Er verschärfte mit seinem 1957 ins Leben gerufenen berüchtigten Geheimdienst SAVAK (Sazemen-e Amniat va Ettelaat-e Keschwar/ Organisation für Information und Sicherheit des Staates) die Repressalien. 1975 wagte der Kaiser sogar, auf dem Zenit seiner Macht, den islamischen Kalender durch einen neuen königlichen zu ersetzen, dessen Zeitrechnung mit der Inthronisierung des Kaisers Kyros, des ersten Achämeniden-Königs, einsetzte. Im selben Jahr verwandelte er das bis dahin bestehende Zweiparteiensystem in ein Einparteiensystem, in dem die Rastakhiz-Partei (Partei der Wiederauferstehung) das politische Monopol erhielt. Beide Maßnahmen musste er aufgrund aufflammender Proteste im August 1978 zurücknehmen.
Verlauf: Die Revolution hatte keinen genuin klerikalen Ursprung
Die Auswirkungen der politischen Unzufriedenheit im Iran, hervorgerufen durch die maßlose Arroganz des Schahs und seiner Umgebung ließen nicht lange auf sich warten. 1978 wurde das Land erstmals seit knapp zwei Jahrzehnten von Massenprotesten erschüttert. Im Gegensatz zu den früheren Krisen von 1941, 1953 und 1963 sollte das kaiserliche Regime diese neue Herausforderung nicht mehr überleben. Carters Besuch hatte den Schah zu unüberlegten Entscheidungen ermutigt. Nur sechs Tage danach ließ der Schah in der größten iranischen Zeitung, Ettelaat, einen Artikel veröffentlichen, in dem der noch im Exil weilende Ayatollah Khomeini mit wüsten Beleidigungen belegt wurde - eine völlig unnötige Provokation.
![]() |
|
| Ayatollah Khomeini |
Der Lastwagen, der die Ettelaat in die heilige schiitische Stadt Qom bringen sollte, erreichte die Stadt nicht, sondern wurde vor ihren Toren in Brand gesteckt. Proteste der Mullahs in Qom ließ der Schah brutal niederschlagen. Mehrere Personen starben. Die schiitischen Trauerrituale am 7. und 40. Todestag wurden dem Kaiser zum Verhängnis. Jeder Todestag der Demonstranten wurde zu einem Massenprotest. Der Name Ayatollah Khomeinis war vor dem Abdruck des Artikels den meisten Iranern nicht geläufig. Bereits im Juni 1977 hatten drei prominente iranische Politiker der verbotenen "Nationale Front Irans", Karim Sanjabi, Schapur Bakhtiar und Darjusch Foruhar, in einem offenen Brief den Schah vor den Folgen seiner Alleinherrschaft und Menschenrechtsverletzungen gewarnt. Die letzten beiden wurden später Opfer der Mordanschläge des neuen islamistischen Regimes.
Dem offenen Brief folgte ein weiterer, von 40 Persönlichkeiten (Politiker, Dichter, Schriftsteller etc.) des öffentlichen Lebens, an den Premier Amir Abbas Hoveyda. Als Meilenstein bleiben die zehn Nächte im Oktober 1977, die in die Geschichte der modernen Lyrik eingegangen sind. In diesen Nächten versammelten sich eine große Zahl von Dichtern, Schriftstellern und Intellektuellen bei einer Dichterlesung des deutschen Goethe-Instituts in den Räumen der Deutsch-Iranischen Gesellschaft in Teheran. Teherans vergessenes Woodstock der Poesie, das es nie zuvor und danach gegeben hat, gedenken die ca. 10.000 Altrevolutionäre, die damals anwesend waren und das Mullah-Regime überlebt haben, mit einiger Wehmut.
Ein Rückblick auf die unmittelbare Vorgeschichte der Revolution gibt Aufschluss darüber, dass die Opposition zu Beginn intellektueller Natur war. Erst zwei eher zufällige Ereignisse veranlassten die Mullahs, die Führung der Revolution zu übernehmen. Ende 1977 starb Mustafa Khomeini, der älteste Sohn des späteren Revolutionsführers Ayatollah Khomeini, bei einem Autounfall im Irak, der sehr schnell dem SAVAK zur Last gelegt wurde. Daraufhin kam es im Januar 1978 ausgehend von der Stadt Ghom zu Protesten.
"Der Mond (der Schah) strahlt Aura und Licht aus und der Hund (seine Kritiker) bellt"
Und dann kam der Artikel im Regierungsblatt Ettelaat, in dem der Klerus als "black reactionaries" beschimpft wurde, die Hand in Hand mit dem internationalen Kommunismus die Errungenschaften der "Weißen Revolution" (Politik des Schahs seit 1963) in Frage stellen würden. Von den Protesten hat sich der Monarch nicht beeindrucken lassen. Im März 1978 glorifizierte der Schah öffentlich seine Dienste und attackierte seine Kritiker heftig: "Der Mond (der Schah) strahlt Aura und Licht aus und der Hund (seine Kritiker) bellt". Die Carter-Administration versuchte bei gleichzeitiger ständiger Beistandsbekundung für den Schah, Teheran zu Reformen zu bewegen. Washingtons Spagat zwischen Unterstützung und Druck und der Streit über die Iranpolitik zwischen Außenminister Vance und dem Nationalen Sicherheitsberater Brzezinski irritierten den Schah und nahmen ihm die Handlungsfähigkeit.
Mit ihm erlahmte das ganze System der personifizierten Macht, das nur er selber handhaben konnte. Im August 1978 erschien der Schah sichtlich gebrochen im Nationalen Iranischen Fernsehen, zeigte Verständnis für den Volksaufstand und bat um eine Chance zur Wiedergutmachung. Er bekam sie nicht. Es war zu spät. Am 8. September 1978, dem "Schwarzen Freitag", kam es zum Blutbad auf dem Jaleh-Platz in Teheran, was eine Versöhnung mit der Krone endgültig zunichte machte. Revolutionen ereignen sich nicht zwingend aufgrund der Stärke der Revolutionäre, sondern auch als Folge des Missmanagements der Regierenden in Krisenzeiten. Jimmy Carter
Vom Tag des Besuchs Carters an hat der Schah alles falsch gemacht, was er hätte falsch machen können. Er ersetzte den Premierminister durch ein Symbol der Korruption, der selbst bei seiner Regierungserklärung beteuerte: "Von nun an bin ich nicht die Person, die ich vor ein paar Tagen war." Später folgte ein greiser farbloser General an der Spitze einer Militärregierung und schließlich die Ernennung eines Führungsmitglieds der bis 1978 verbotenen liberalen Nationalen Front Irans, der gegen den fahrenden Zug der Revolution chancenlos war. Innerhalb von sechs Monaten erlebte der Iran drei Kabinette. Washington war in seiner Iranpolitik völlig ratlos und bot keine Hilfe.
Das größte Pech der Monarchie bestand darin, dass sie zu diesem schicksalsschweren Zeitpunkt eine mit einer unentschlossenen, konfus agierenden und in sich zerstrittenen US-Administration zu tun hatte. Carters Menschenrechtspolitik im Bezug auf den Iran hätte funktionieren können, wenn sie zwei oder drei Jahre vor 1977 eingesetzt hätte. Seine Vorgänger, Ford und Nixon, hatten den Schah mit modernsten Waffen überschüttet und ihn mit ihrer bedingungslosen Unterstützung in seiner Überheblichkeit gestärkt.
Der Schah verließ den Iran am 16.01.1979 ins Exil, Ayatollah Khomeini kehrte am 1. Februar zurück. Die Revolution siegte am 11. Februar 1979. Der Rest ist Geschichte.
Folgen: Hamas und Hisbollah
Aus einem weltweit angesehenen Staat vor der Revolution, in dem sich die Staatsoberhäupter der Welt zu Besuchen die Klinke in die Hand gaben, ist der Iran zum Schreckgespenst der Weltpolitik geworden. Der Freund Amerikas und Israels verwandelte sich über Nacht zum erbitterten Feind beider. Die Islamische Republik stellte mit dem Heraufbeschwören islamistischer Kräfte den Nahen Osten auf den Kopf. Bis auf zwei zuvor existierende und völlig unter Kontrolle ihrer Staaten stehenden Gruppen, der Muslimbrüder in Ägypten und der Gama’at Islami in Pakistan, existierte kaum eine islamistische Gruppe.
Die Hamas, die Hisbollah, die FIS in Algerien sind allesamt direkte bzw. indirekte Produkte der Islamischen Republik. Weltpolitisch mutierte der Gottesstaat mit seinem Atomprogramm zu einer Bedrohung der Weltsicherheit. Die Hoffnung auf bessere Zeiten für den Iran bleibt angesichts der bestehenden internen Machtverhältnisse zugunsten der Konservativen ungewiss.
Für den Iran selbst erwies sich die Revolution als Desaster. Es hätte auch nicht gut gehen können, da die Revolutionsführung bis auf eine winzige Minderheit genauso wenig von Demokratie und Menschenrechten hielt wie der Schah selbst. Irans Revolution war der Sieg der Ignoranz gegen die Tyrannei des Schahs. Ein gedemütigtes Volk und ein Regime, dessen Arme vom Afghanistan bis Nordafrika reicht. Was der Schah am Ansehen im Ausland hatte, hat die Islamische Republik an Macht und Einfluss in der Weltpolitik.
Mullahs übertreffen Opferzahlen des Pahlawi-Regimes
Zweifellos war der Schah ein Diktator. Doch Diktatoren unterscheiden sich voneinander. Im Inland war der Schah bei weitem nicht so, wie ihn beispielsweise die iranische Auslandsopposition darstellte. Die Monarchie zählte nicht zu den brutalsten Despotien der Welt. Die iranische Auslandsopposition verbreitete dämonisierende Gerüchte, wonach das Land Zehntausende politische Gefangene hätte. Tatsächlich waren es weniger als dreitausend. Tausende sollten allein beim Massaker auf dem Teheraner Jaleh-Platz am 8. September 1978 getötet worden sein.
Heute wissen wir nach der offizieller Statistik der Märtyrer-Stiftung, einer Revolutionseinrichtung, dass von 1963 (Jahr Exils Khomeinis) bis zum 11. Februar 1979 insgesamt 3 164 Menschen Opfer des Pahlawi-Regimes geworden sind. Die Mullahs haben bereits in den ersten zwei Jahren ihres Bestehens diese Zahl weit übertroffen. Außenpolitisch erhellt etwa ein authentisches Beispiel aus der Feder des prominenten iranischen Journalisten Masoud Behnud das Ansehen der Monarchie:
Ein Foto zeigt den chinesischen Ministerpräsidenten Hua Kuo-Feng (1976-1980), der mitsamt seinen Kabinettsministern den damaligen iranischen Botschafter in Peking zum Pekinger Flughafen begleitet. Auf dem Foto ist auch sein Vize Deng Xiaoping zu sehen. Alle auf dem Foto sind kleinwüchsig bis auf Irans Botschafter Ahmad-Ali Bahrami und Hua selbst. Interessant ist, dass dieses Foto bzw. diese Begleitung des gesamten chinesischen Kabinetts keinen besonderen Anlass hat, nicht einmal Bahramis Beginn oder Ende der Mission. Der Botschafter ist auf dem Weg zu einem zehntägigen Urlaub in Teheran!
China war eine Vetomacht des UN-Sicherheitsrats und schon damals ein mächtiges Land, um dessen Gunst die Carter-Administration warb und Bahrami war nur ein Botschafter.
Heute ist Präsident Ahmadinedschad froh, wenn er einige weltpolitisch völlig unbedeutende Staatsoberhäupter in Teheran empfangen kann.
Die Armeegeneräle haben noch am Vormittag des 11. Februars die Neutralität der Armee offiziell verkündet, nicht ahnend, welch tragisches Schicksal sie erwartet. Die Generäle, die am Teheraner Flughafen den Schah an jenem 16. Januar 1979 begleitet hatten, durften Recht behalten. Die Bakhtiar-Regierung hielt nur 37 Tage stand. Kaum einer der Militärs, die am Flughafen den Schah begleitet hatten und die, die die Neutralitätserklärung unterzeichnet hatten (27 hochrangige Generäle), haben die Revolution überlebt.
Irans Revolution wurde erst nach dem Sieg blutig. In jener heißen Phase der Revolution hatte ein Satiriker dem langjährigen Premier Amir Abbas Hoveyda, der 1975 den Iran mit einem Flugzeug, das startbereit an der Landebahn zum großen Entwicklungssprung verglichen hatte, gesagt: es sähe so aus, als ob das Flugzeug nicht abheben würde. Der Premier erwiderte: "Der Kontrollturm hat mitgeteilt, das Wetter ist schlecht. Wir warten, das ist alles". Hoveyda wurde unmittelbar nach der Revolution hingerichtet.
http://www.heise.de/tp/artikel/29/29669/1.html- Und deswegen ist Faschismus jetzt gut? (10.2.2009 1:27)
- ausgeglichener Artikel (10.2.2009 0:55)
- takka-tukka-land (9.2.2009 23:30)
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.
Aktive und passive Alien-Artefakte im Sonnensystem
SETA - Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen - Teil 2






