Nukleare Schönheiten

Florian Rötzer 15.02.2009

Die russische Atomlobby veranstaltet einmal wieder den Online-Schönheitswettbewerb Miss Nuclear

Die Atomlobby ist zwar auch in Deutschland mächtig am Rühren. Aber die Russen könnten den deutschen Nuklearfreunden einen Schritt voraus sein. Die Pro-Atom Website nuclear.ru organisiert, zusammen mit Atomenergoprom und Nuclear Power, zum sechsten Mal den jährlichen Schönheitswettbewerb Miss Atom im Internet.

  • mobil
  • drucken
  • versenden

Das sei das "Juwel" der Pro-Atom-Aktivitäten, heißt es bei nuclear.ru. Gerade ist wieder der neue Schönheitswettbewerb gestartet, an dem Frauen mitmachen können, die in Unternehmen der russischen Atomindustrie oder entsprechenden Forschungsinstitutionen in den ehemaligen Ländern der Sowjetunion arbeiten. Auch Studentinnen, die an Unis oder anderen Ausbildungsinstitutionen irgendetwas in Richtung Nukleartechnik oder –wissenschaft lernen, dürfen mitmachen.

miss Atom 2008: Alyona Kirsanova

Dieses Jahr stellt sich die 23jährige Alyona Kirsanova aus Novovoronezh ganz im Sinne der Atomlobby dar und entsteigt als Nuklearnymphe dem sauberen Kühlgewässer eines Atomkraftwerks. Bislang liegt sie an zweiter Stelle. Favoritin ist noch die 21jährige Tatjana Smagina, die als Hobbys Reisen, Malen und Bedienen angibt.

Tatjana Smagina

Abstimmen können bis 6. März alle Besucher der Website, so dass es eigentlich ein internationaler Wettbewerb ist, zu dem die "charmanten und faszinierenden Vertreterinnen der Atomindustrien von Russland, Kasachstan, der Ukraine, von Weißrussland und anderen Ländern" eingeladen sind. Natürlich spricht man hier auch von der "nuklearen Renaissance", den die Schönen aus der Nuklearindustrie befördern sollen.

2008 haben 344 Frauen mitgemacht, den ersten Preis, eine Reise zu zweit nach Italien, hat Yulia Nagaeva gewonnen. Die übrigen Preise sind für die Atomindustrie eher bescheiden, wenn nicht mickrig.

http://www.heise.de/tp/artikel/29/29734/1.html
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Des Führers Arzt trifft des Satans nackte Sklavin

Subversive Arztfilme der 1950er - Teil 2

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen
Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
FOTOBLOG

Abgefahren

Auch der endgültige Stillstand gehört zur Dromologie

bilder

seen.by


TELEPOLIS