HRP-4C: Das nächste Supermodel?

Florian Rötzer 17.03.2009

Japanische Wissenschaftler haben ein neues Robotermädchen vorgestellt

  • mobil
  • drucken
  • versenden
Bild: AIST

Die Japaner lieben die Roboter. Und die japanischen Männer vor allem die Roboterfrauen. Das haben die Wissenschaftler vom staatlich finanzierten National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) wieder einmal bestätigt und ein Robotermädchen vorgestellt, das lächeln kann und als Model auftreten soll.

Noch darf HRP-4C, wie das schwarzhaarige, 1,58 m große Mädchen ohne Fleisch und Blut heißt, aus Sicherheitsgründen nicht gemeinsam mit Menschen auftreten. Hirohisa Hirukawa, einer ihrer Schöpfer, bedauert auch, dass Leute aus der Modebranche sagten, sie sei zu klein und habe nur eine gewöhnliche Figur. Zwar wird sie ihren öffentlichen Auftritt bei einer Modeschau haben, aber dann doch eher dem Showgeschäft dienen.

Noch haben die Humanoiden den Statuts von Kuriositäten oder Attraktionen auf den früheren Jahrmärkten, auf denen missgebildete oder absonderliche Menschen vorgeführt wurden. Jetzt erfreit man sich an dem Kitzel, wie die Roboter immer menschenähnlicher werden, aber noch weit vom Menschen entfernt sind. Aber es ist eine Herausforderung, die zunehmend einen kleinen Schwindel auslöst, wenn man möglicherweise nicht nur dem künftigen Begleiter, sondern vielleicht auch dem nicht mehr biologischen Nachfolger des Menschen ins Auge blickt.

Beim ersten Auftritt während einer Modeschau wird HRP-4C gewissermaßen nackt auftreten und sich zeigen, wie sie von ihrem Schöpfer gemacht und verkörpert wurde. Wichtig an dieser Roboterin war, dass sie möglichst klein und leicht ist, aber weiterhin wie eine junge Frau mit dünnen Füßen aussieht. Trotz der 39 Motoren im Körper und der 8 im Kopf sind Bewegungen und Mimik noch nicht wirklich überzeugend, wie man auch an diesem Video sehen kann. Dennoch geht es mit Riesenschritten voran bei den Humanoiden, was Gestalt, Gesicht und Bewegungen angeht. Der Verdacht in diesem Fall ist wohl, dass sich die Wissenschaftler eine technische Gespielin schaffen wollen.

http://www.heise.de/tp/artikel/29/29940/1.html
Kommentare lesen (106 Beiträge) mehr...
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Des Führers Arzt trifft des Satans nackte Sklavin

Subversive Arztfilme der 1950er - Teil 2

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen
Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
FOTOBLOG

Abgefahren

Auch der endgültige Stillstand gehört zur Dromologie

bilder

seen.by


TELEPOLIS