Korrektur: Kunst-Website doch nicht versteigert

Tilman Baumgärtel 03.05.1999

Noch ist die "antike" Website von The Thing nicht verkauft

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Die folgende Meldung hat sich inzwischen leider als verfrüht herausgestellt. Noch ist Old.Thing nicht verkauft. Wir bedauern den Irrtum und verweisen auf das Update zu diesem Thema, in Form eines Interviews mit Wolfgang Staehle, Initiator des Thing Netzwerks.

Originaltext:
Das New Yorker Guggenheim Museum hat die erste Version der Homepage des New Yorker Netzkunst-Projekts The Thing gekauft. Das Besondere an dem Geschäft: die Site war bei dem amerikanischen Internet-Auktionshaus eBay eine Woche lang angeboten worden. Bei der Auktion hatten verschiedene Bieter den Preis von 100 auf 1150 Dollar hochgetrieben. Zu den Bietern gehörten neben einigen Museumskuratoren auch Privatleute.

Auf den Seiten befinden sich unter anderem die "Thing Reviews" und verschiedene Diskussions-Threads zu Netzkultur. Ob auch die hier gespeicherten Netzkunst-Arbeiten zu den versteigerten HTML-Seiten gehören, ist nicht bekannt.

The Thing war 1992 als Kunst-Mailbox von dem deutschen Videokünstler Wolfgang Staehle in New York gegründet worden. In den nächsten zwei Jahren entstanden auch in Europa eigene Thing-Mailboxen, die über das Fido-Netz Messages und Postings austauschten. "Nodes" existierten unter anderem in Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Berlin, Basel und Wien.

1995 ging The Thing mit einer eigenen Homepage ins Netz; auch die Projekte in Berlin, Wien und Basel folgten ins WWW. Auf der "alten" Seite von The Thing, die jetzt das Guggenheim ersteigert hat, finden sich auch einige ausgewählte Postings aus der Thing-Mailbox.

http://www.heise.de/tp/artikel/3/3367/1.html
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