Der Aufbau der Neuen Weltinformationsordnung

10.07.2000

World-Information.Org ist das Medienleitprojekt der Kulturhauptstadt Brüssel 2000

Nur durch Sehschlitze einsehbar, fliegt im fahl ausgeleuchteten Lichtschacht eines ausgeräumten Möbelhauses eine anthrazitfarbene Cruise Missile. Auf psychische Systeme wirkt ihre Radarsignale nicht reflektierende "seltsame Geometrie" wie von einem anderen Stern. Der Atem stockt, rast die Cruise Missile doch direkt auf Marko Peljhans Medieninstallation "Electronic Media Monitoring" zu.

Foto

Mit drei Ausstellungen, die zusammen 900 qm des vierten und fünften Stocks des Centres Brussel 2000 belegen, der am 13. und 14. Juli stattfindenen World Info Konferenz und einem guten Dutzend hochkarätiger Präsentationen füllt das Medienleitprojekt der Kulturhauptstadt Brüssel 2000 den ganzen Juli. World-Information.Org wird darüber hinaus im November 2000 in Wien und im Frühjahr 2001 in München präsentiert. Es gibt eine jetzt schon sehr ansehnliche Webseite, die man im Lauf der nächsten zwei Monate im Auge behalten sollte, wird doch sehr viel Material dort implementiert.

Um es klar zu sagen: World-Information.Org unternimt nicht weniger als eine umfassende Darstellung der bestehenden Weltinformationsordnung, eine Analyse der Machtstrukturen globaler Infosphären und einen Überblick herausragender informatischer, künstlerischer und soziologischer Positionen, die den Rohstoff Information umcodieren, die Informationsströme einer kritischen Analyse unterziehen und Vorschläge für eine demokratische Entwicklung der Informationsgesellschaft ausarbeiten.

Cultural Intelligence

Leitbegriff von World-Information.Org ist "Cultural Intelligence". Das englische "intelligence" schillert zwischen Geheimdienst, Spionage, Kompetenz, Vernunftgebrauch, Intelligenz, Aufklärung und übersinnlichem Wesen. Bin gespannt, welche deutschen Übersetzungen die mitlesende Intelligenz ins Forum einträgt.

Im während des Endspiels der Fußballeuropameisterschaft - Schande über Deutschland für 2006 - stattfindenden Gespräch mit Konrad Becker, wies der Leiter des World-Information.Org ausrichtenden Wiener Medienkunstproviders "Public Netbase" auf die das staatliche Intelligence-Monopol aushöhlende Technologisierung privater Think Tanks hin, die, wie Stratfor im Kosovo-Krieg, eigene Satellitenauswertungen vornähmen. Die Aufrüstung und Ausrüstung von "Cultural Intelligence" ist für Becker die Zentralaufgabe einer Weltkulturpolitik, die dem politisch-militärischen und ökonomisch-totalitären einen weltkulturell-emanzipatorischen Gestaltungsanspruch der Informationsgesellschaft entgegensetzt.

Deshalb die Cruise Missile im Lichtschacht! Marko Peljhan beabsichtigt, eine Cruise Missile in eine Aufklärungsrakete zu konvertieren, die, von der "Cultural Intelligence"-Community über Krisengebieten eingesetzt, unabhängige Daten erhebt und auswertet.

Das Projekt einer "Cultural Intelligence" ist nicht utopisch. In den letzten sieben Jahren ist im Netz ein derartiger technologischer, ästhetischer und soziologischer Sachverstand entstanden, hat sich über hunderte von Mailinglisten und Konferenzen vernetzt und ist nur partiell (und wenn, oft unglücklich) in die politischen, militärischen und ökonomischen Machtformationen (die selbst oft auf tönernen Füßen stehen) abgewandert, so dass bereits jetzt ein vieltausendköpfiges Netzwerk kultureller Intelligenz existiert, das in vielfältiger Form weltkulturkapitalbildende Codierungen in Programme, Netzartikulationen und Sozialmuster einträgt und als weltumspannende Consultancy auf Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft einwirkt.

Was an Public Netbase mit ihrem Führungstrio Konrad Becker, Francisco de Sousa Webber und Marie Ringler am meisten beeindruckt, ist - selbst dieser Ausdruck läßt sich einmal ohne Erröten gebrauchen - die Nachhaltigkeit dieser Arbeit. Im März 1995 als nichtkommerzieller Provider entstanden, heute hostet Public Netbase 500 Medien- und Netzkunstprojekte, kam bald mit dem später im Wiener Museumsquartier - diese Räume wurden durch die derzeitige österreichische Kulturadministration gekündigt - angesiedelten Media~Space eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit führenden Medien- und Netzkünstlern und -theoretikern dazu, ergänzt um eine Vielzahl infrastruktur-, content- und networkbildender Aktivitäten. Nur auf Basis dieser Nachhaltigkeit war es möglich, dass World-Information.Org die Quintessenz einer fünfjährigen Arbeit unter Schirmherrschaft der UNESCO und in Koproduktion mit Brüssel 2000 ziehen konnte.

Technokultur

Ingo Guenther, "Globen", Foto

World-Information.Org konkretisiert die Leitidee der "Cultural Intelligence" kulturpolitisch als "Zukünftiges Kulturerbe", sozialpolitisch als "Digitale Ökologie" und rechtspolitisch als "Digitale Menschenrechte".

Wir leben tatsächlich in einem antiquarischen Zeitalter. Jeder Kulturrest wird einbalsamiert und in einem Sarkophag der Vergötzung preisgegeben. Allzuoft dienen Gedenken und Erinnern der Flucht aus der Gegenwart, anstatt diese zu bereichern, zu relativieren und in die Zukunft zu öffnen. Ganz zu schweigen von den Geisteswissenschaften, die nur noch als Subventionseffekte einer längst untergegangenen Buchkultur dahinvegetieren. Die ohnehin bescheidenen Innovationsmittel der Gesellschaft sind auf geradezu groteske Weise falsch gepolt. "Future Heritage" macht darauf aufmerksam, dass das zukünftige Kulturerbe JETZT produziert werden muss - oder eben niemals produziert werden wird. Es bedarf einer "Lex Technokultur", die allen öffentlichen Förderungen für Kultur und Wissenschaft den Ausweis abverlangt, was sie zur gegenwärtigen und zukünftigen Technokultur beizutragen haben. Jahr für Jahr sollten 3% der in traditionelle Kultur- und Wissenschaftsbereiche fließenden Mittel progredierend für Projekte der Technokultur und Netzwissenschaft umgewidmet werden, bis Privatvergnügen wie Oper und Geisteswissenschaften sich gänzlich am freien Markt refinanzieren.

"Digitale Ökologie" untersucht die Datenströme der globalen Infosphäre. Wer kontrolliert die Technologien der Konnektivität? Welche Topographien des Zugangs, des Inputs, der Verlinkung und der Fließrichtung bilden sich heraus? Wie sind die Sprachen repräsentiert? Verschiebt sich das Verhältnis passwortgeschützter und frei zugänglicher Bereiche? Gewinnen geographisch und sozial machtferne Themen Aufmerksamkeit, oder fallen sie immer mehr aus der Datenkommunikation heraus? Welche von der öffentlichen Hand geförderten Projekte eröffnen Artikulationschancen für Diversität? Erleichtern gesetzliche Regelungen die überraschende Verbindung von Heterogenem, oder muss jeder gesetzte Link transnationale Expertisen kabarettistischen Ausmaßes beibringen? Gerade die sich herausbildenden informationellen Monokulturen mit ihrer Tendenz zur Entropie sind darauf angewiesen, dass Hunderttausende und Millionen ektropischer Plurikulturen das Netz offen, lebendig, überraschend und kontrovers gestalten.

Ausstellung 1 erläutert Zusammenhänge der globalen Informations-Infrastruktur, Foto

Eine Vielzahl von Kulturen kennt ein doppeltes Rechtssystem, worin jede legal gesetzte Norm sich vor einem göttlichen, naturrechtlichen, verfassungsrechtlichen bzw. grundrechtlichen Normenkatalog legitimieren muss. Die Umlaufgeschwindigkeit der legitimierenden Rechtsordnung ist, von Revolutionen der Rechtskultur abgesehen, langsamer als die der Einzelgesetze, Verordnungen und Maßnahmen. Doch auch Langsames kommt voran. Sage uns niemand, ein derart junges Rechtsfeld wie die Menschenrechte sei bereits in allen Einzelheiten durchkodifiziert.

Ziehen wir die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" vom 10.12.1948 zu Rate, stoßen wir gleich auf mindestens drei für die Entwicklung digitaler Menschenrechte einschlägiger Artikel. Artikel 19 beschreibt das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. Artikel 27 begründet sowohl das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, als auch das Recht auf Schutz der Urheberrechte aus wissenschaftlicher, literarischer und künstlerischer Produktion. Artikel 12 definiert Rechte betreffend den Schutz der Privatsphäre. Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, sein Heim oder seinen Briefwechsel oder Angriffen auf seine Ehre oder seinen Beruf ausgesetzt werden. Jeder hat hiergegen einen Anspruch auf rechtlichen Schutz.

Seit es solche Normen gibt, geht der Streit immer darum, ob formelles Recht impliziert, dass Bedingungen seiner materiellen Ausübung geschaffen werden müssen. Und zweitens: Die weiterentwickelte Lebenswirklichkeit, z.B. die virtuelle Abwicklung zahlreicher Lebensäußerungen, kann sowohl die Konkretisierung einzelner Bestimmungen, die Modifizierung ihres Rechtssinns als auch eine weitergehende Rechtsentwicklung erforderlich machen.

Honigpumpen am Arbeitsplatz

Teilansicht von "Electronic Media Monitoring" von Marko Peljhan, Foto

Täglich von 10-20 und samstags bis 22 Uhr geöffnet, fand die Kasseler documenta 6 vom 24. Juni bis 2. Oktober 1977 statt. Während dieser 100 Tage stand Joseph Beuys in einem winzigen bogenförmigen Raum neben dem Umlauf der Fridericianum-Treppe, durch den, wie durch das ganze Treppenhaus, angetrieben von einer in Butter rotierenden Kurbelwelle, ein in Schläuchen zirkulierender dreizentriger Honigstrom pulsierte. Beuys beschrieb Hunderte von Schultafeln, diskutierte mit allen, die keinen Bogen um ihn machten, und erläuterte seine "Freie Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung".

Damit ist ein Maßstab für Medien-, Netz- und Vortragskunst gesetzt. Weil jemand kommt und sich etwas ansieht oder etwas anhört, ist der Künstler oder Autor für den Besucher da, damit beide im Dialog den Honigfluss voranbringen.

Nirgends sind Repräsentationsräume unangebrachter als für Medien- und Netzkunst. Ausstellungsräume müssen Arbeits-, Begegnungs- und Austauschräume sein - Labors für kulturelle Entwicklung. Das ausgestellte Werk allein ist gewissermaßen sinnlos, präsentiert jeder Elektronikladen die Visibilität der eingesetzten technischen Apparaturen perfekter.

Triaden sind unser Schicksal. Hat einen die Namens-, Gesichts- und Fingerabdruckserkennungssoftware der Firma Bergdata passieren lassen, öffnet sich linker Hand die erste von drei, den ganzen Juli zu sehenden Ausstellungen, nämlich "The World Infrastructure Exhibition: From the Alphabet to the Internet - a Journey into the World of Information" (world-information.org/html/wis/index.htm). Wahre Textgebirge, wie nur Alpenbewohner sie gestalten können, zeichnen zunächst die Geschichte der Informations- und Kommunikationsmedien nach, untersuchen in einem zweiten Schritt die technischen Infrastrukturen der globalen Datenflüsse und die Kapitalverflechtungen der weltinformationsbeherrschenden Medienkonzerne. Eine partizipatorische Mediendemokratie, damit schließt diese Ausstellung, bedarf einer Erweiterung digitaler Menschenrechte, insbesondere für Zugang, Meinungsfreiheit, Assoziationsfreiheit und Datenschutz.

Es folgt "The Future Heritage Expo: Arts for the Digital Millennium" world-information.org/html/events/exhibitions/fhe.htm. Hier werden Künstler vorgestellt, die mit dem Rohstoff Information arbeiten.

Weil die Cruise Missile in ihrem Lichtschacht nicht richtig vorankommt, gehört hierzu, man dankt, der durch seine dX-Makrolab-Installation auf dem Kasseler Lutterberg und durch seine jüngste Australien-Expedition nach Rottnest Island bekannt gewordene Slowene Marko Peljhan. Seine Installation "Electronic Media Monitoring" steht am Ende eines ansonsten leeren, eine gute Stufe über den Besucherplafond erhobenen Podests, gerade soweit von der nächsten Wand entfernt, dass ein gigantischer Kabelsalat dahinter Platz findet. Das Mediengestell (Anklänge an Heidegger mitgedacht) besteht aus einer Apparateschichtung und -reihung, die in Form von Kurzwellenempfängern, Videomonitoren und Funkempfangsanlagen auf globale Datenströme zugreifen und auf Basis von zehn Computern decodieren und menschlichen Sinnen zugänglich machen. Flankiert wird das Mediengestell von zwei Leinwänden, auf denen der aktuelle Standort der MIR und die aktuelle Fluglage über dem Frankfurter Flughafen zu sehen sind.

Da sind sie wieder, der "working artist" und sein apparativer Arbeitsplatz, mittels dem er Kostproben der globalen informationellen Honigströme abzweigt, decodiert, evaluiert und als Embleme des Weltgeschehens freistellt. Der Weltgeist, das sind wir alle, und deshalb haben wir alle ein Recht auf unser privates Echelon. Peljhans "Electronic Media Monitoring" wird damit zur Leitreferenz für "Cultural Intelligence".

Im Gespräch erläutert Peljhan sein Gegenmodell zur Revolution der Massen. Eine kleine Gruppe von Leuten kann mehr Code für soziale Evolution erzeugen als große soziale Bewegungen.

Sehr angenehm in der Ausstellung sind die frei besurfbaren Computer. So kann man aus irgendeinem Gespräch heraus eine Referenzseite abrufen, während das Aufsichtspersonal klaglos seine Runden dreht, um die Starteinstellungen wiederherzustellen.

Statt mich nun - ich weiß, dass ich es verdiene - durchzuschimpfen, weil ich mich mit den übrigen Projekten dieses Ausstellungssektors nicht näher befasse, bitte ich darum, den Unmut durch den Besuch der Aussteller-Webseiten Ingo Günther, "Globen", Oliver Ressler, "The Global 500", Critical Art Ensemble, "The Cult of the New Eve", Mongrel, "Natural Selection", RTMark, Apsolutno, re-lab und constant vzw, "Information" zu kühlen.

Die dritte Ausstellung heißt "The World-C4U-Exhibition: Command, Control, Computer, Communication. Total Security and the Virtual Doppelganger" world-information.org/html/events/exhibitions/c4u.htm und beschäftigt sich mit dem biometrisch identifizierten und authentifizierten, dem aus seinen Datenspuren rekonstruierten und profilierten, sowie dem in seinen Kommunikations- und Bewegungsbildern auffällig gewordenen Körper. Noch bevor der Klon unsere Existenz als schlechte Kopie seiner selbst verwirft, gehen wir gerade noch als materielle Substrate für eine Plethora an Abziehbildern durch, die, sobald sie ein bisschen mit künstlicher Intelligenz aufgepäppelt sind, mit unverhohlener Verachtung auf ihren armseligen körperlichen Verwandten herunterblicken, um die Standardabweichungen seines Verhaltens als Gefahrenmomente für seine Umwelten abzuschätzen. Der virtuelle Doppelgänger ist wirklich der Schutzengel unserer Zeit. Noch haben wir nichts Böses getan, hat er uns auch schon davor bewahrt.

Arbeitsplatz der Gruppe monochrom, Foto

Nirgends sind Repräsentationsräume unangebrachter als für Medien- und Netzkunst

Um vom übermächtigen Marko Peljhan wegzukommen, über dessen Zuordnung sich die Organisatoren selbst nicht schlüssig werden konnten, referieren wir hier auf die seit 1992 existierende, als "Medienmogulerie" kaum ein Medium auslassende, fünf bis 40 Personen zählende österreichische Künstlergruppe "monochrom", die meiner Einschätzung nach die Inkompatibilitäten psychischer und virtueller Codierungen witzig, ironisch und melodramatisch gegeneinander ausspielen. Gerade erschien als "ontologisches sanierungsportfolio" Nummer 11-14einhalb der Zeitschrift "monochrom", und mit einer minimal veränderten Bezeichnung ließe sich, geradezu biblisch, aus monochrom 11-14,5 zitieren. Auf der Ars Electronica, bekanntlich dem "Next Sex" verpflichtet, zeigt monochrom, begleitet von einer entsprechenden Vortragsreihe, 82 kg Menschenmaterial im Aquarium. Sie seien die Generation der Challenger-Katastrophe, sagt Johannes Grenzfurthner im Gespräch, und man wolle - fast ein Konsens unter den World-Information.Org-Ausstellern - die utopischen Potentiale der Raumfahrt reaktivieren. Im Oktober kann man die Gruppe auf Deutschlandtournee erleben.

Geradezu festlich mutet das riesige Büro an, das monochrom in der Ausstellung als Arbeitsplatz nutzt. Und wer nicht strammen Schritts das Weite sucht, findet sich alsbald in einem tiefen Sessel in ein noch tiefsinnigeres Gespräch verwickelt. Für World-Information.Org haben sich monochrom mit den Technologien privater Überwachung befasst und mehrere Environments aufgebaut, in denen Instanzen psychischer Realitätsprüfung durch Apparaturen virtueller Fremdüberwachung verunsichert werden. Da man auf dem Gebiet der Überwachung ohnehin alles für möglich hält, glaubt man den museumsreif präsentierten "verdeckten Ermittlern" auch dann noch, wenn sie nicht nur ein Fake sind, sondern auch so aussehen.

Diplomatische Replik

Eine lesenswerte regimetheoretische Analyse der Auseinandersetzungen um die Neue Informations- und Kommunikationsordnung in den siebziger und achtziger Jahren liefert H.P. Schmitz, Konflikte in der UNESCO. Online ist auch der Report "Many Voices, One World" (1980) des Nobel- und Lenin-Preisträgers Sean MacBride. Ein wichtiges Orientierungspapier für Public Netbase ist die Amsterdam Agenda von 1997. UNESCO-Programm "Kommunikation, Information und Informatik" von August 1998. Im Beratungsstatus: Creating a new programme for a just information society. UNESCO WebWorld: Communication and Information. Der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen berät gerade den Bericht "Development and international cooperation in the twenty-first century (Achtung: pdf-Format). Linkliste zu "Information Developing Programmes".

wurde mit der Arbeit "Sehnsucht nach Weltkultur: Grenzüberschreitung und Nichtung im zweiten ökumenischen Zeitalter" promoviert. Derzeit leitet er das Projekt "Netzwissenschaft" an der Universität Konstanz.

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