Klagegeschützter Torrent-Tracker im Aufbau
TheHiddenTracker soll die Nachfolge von The Pirate Bay antreten
In den vergangenen Jahren stützte sich der Löwenanteil des BitTorrent-Datenverkehrs in der einen oder anderen Weise auf The Pirate Bay (TPB). Dazu mussten Teilnehmer die schwedische Website selbst gar nicht aufsuchen: Auch andere Dienste nutzten sehr häufig Torrents, die von TPB getrackt wurden. Würde TPB aufgrund polizeilicher oder unternehmerischer Entscheidungen wegfallen, dann würden deshalb mit einem Schlag sehr viele Torrents sehr viel langsamer laufen und manche wahrscheinlich ganz verschwinden.
Nachdem Gerichtsprozesse und eine Übernahme ein Ende der Arbeit des TPB-Torrent-Trackers in seiner bisherigen Form in zeitlich greifbare Nähe zu rücken scheinen, bringen sich derzeit mehrere Alternativen in Stellung. Die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich bald eine breitflächige Umstellung auf einen dieser neuen Tracker erfolgt, erhöht sich möglicherweise auch durch ein gewisses Misstrauen in den TPB-Käufer Global Gaming Factory X. Schließlich könnte der, wie viele Filesharer derzeit öffentlich spekulieren, auf die Idee kommen, Nutzerdaten zu speichern und sie an die Rechteinhaberindustrie zu verkaufen.
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Der bekannteste der TPB-Alternativen ist derzeit OpenBitTorrent (OBT). Allerdings wäre OBT als einziger Nachfolger potentiell ähnlichen juristischen Risiken ausgesetzt wie TPB. Aus diesem Grunde wurde von den Betreibern mehrerer wichtiger BitTorrent-Suchmaschinen wie BTJunkie ein weiterer Tracker aufgebaut, PublicBitTorrent (PBT). Ebenso wie OBT und TPB stützt sich PBT auf die von Dirk Engling entwickelte und unter einer Beerware-Lizenz veröffentlichte Opentracker-Serversoftware.
Neben diesen beiden bereits funktionstüchtigen Lösungen gibt es den derzeit noch im Aufbau befindlichen HiddenTracker (THT), hinter dem das ambitionierteste Konzept der drei potentiellen TPB-Nachfolger steckt. THT nutzt nämlich das Anonymisierungsnetzwerk TOR. Allerdings nicht für den Dateitransport (zu dem Onion Routing bisher nicht praktisch geeignet ist), sondern lediglich zum Verstecken der IP-Adresse des Trackers, der so vor juristischen Angriffen geschützt werden soll.
Dazu lässt der Tracker selbst eine TOR-Installation laufen. Nutzer haben dagegen die Wahl, ob sie den Dienst mit oder ohne TOR nutzen. Ein direkter Sicherheitsgewinn für sie selbst ergibt sich durch eine Nutzung zusammen mit einer TOR-Installation auf dem eigenen Rechner zwar nicht, allerdings bekommen sie dadurch etwas aktuellere Torrents. Ausgeschlossen wird aber niemand, was die Akzeptanz von THT deutlich steigern dürfte.
http://www.heise.de/tp/artikel/30/30850/1.html- Re: Frage: (5.8.2009 13:24)
- Re: Erst den Artikel lesen... (4.8.2009 9:34)
- Re: Frage: (3.8.2009 23:29)
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