Werden die Dicken auch dümmer?
Nach einer US-Studie ist die Gehirnmasse bei Fetten und Übergewichtigen geringer als bei Normalgewichtigen
Wir überhitzen nicht nur unseren Planeten, wir erdrücken ihn auch, weil die Menschen nicht nur mehr, sondern auch dicker werden. 300 Millionen Fettleibige (BMI über 30) soll es bereits geben, eine Milliarde Übergewichtige (BMI 25-30), Tendenz trotz aller Kampagnen weiter steigend.
Gewarnt wird vor allem in den reichen Ländern vor der schlummernden Zeitbombe der fetten Körper, die nicht durch erhöhtes Krankheitsrisiko (Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck) die Menschen direkt gefährdet, sondern womöglich auch die Gesundheitskosten weiter ansteigen lässt.
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Nun haben die Dicken und Fetten schon lange ein Problem. Der Slogan "Dick oder gar Fett ist schön", hat nie recht gegriffen, ästhetisch sind die Dicken unten durch, mittlerweile haben sie auch die Bürde zu tragen, nicht selbst verantwortlich zu leben und eher bildungsfernen Schichten anzugehören. US-Wissenschaftler haben jetzt einen neuen Knüppel gegen die Fetten ausgegraben: offenbar schrumpft mit den Fettmassen am Körper das Gehirn. Wie die Wissenschaftler in ihrer Studie berichten, die in der Zeitschrift Human Brain Mapping erschienen ist, haben Fette im Vergleich zu Normalgewichtigen 8 Prozent weniger Gehirnmasse und Übergewichtige 4 Prozent weniger.
Für Paul Thompson, Professor für Neurologie an der UCLA und Mitautor der Studie, ist das "ein großer Verlust". Damit würden die kognitiven Reserven schneller verbraucht und steige das Risiko für Alzheimer und andere Gehirnerkrankungen. Grundlage waren Gehirnscans von 94 alten und gesunden Menschen im Alter von 70 Jahren, die fünf Jahre nach der Bildaufnahme untersucht wurden, wobei ihr BMI festgestellt und ein erneuter Gehirnscan durchgeführt wurde.
Fettleibige haben vor allem Gehirngewebe in den Frontal- und Temporallappen (zuständig für Planung und Gedächtnis), im Gyrus cingulatus (Aufmerksamkeit), im Hippocampus (Langzeitgedächtnis) und in den Basalganglien (Bewegung) eingebüßt. Bei den Übergewichtigen sind ebenfalls die Basalganlien betroffen, dazu die Corona radiata und der Parietallappen (Verarbeitung sensorischen Informationen). Die Gehirne der Fetten sehen, so Thompson, 16 Jahre älter aus als die der Schlanken, die der Übergewichtigen 8 Jahre älter. Sport, richtige Ernährung und Abnehmen empfehlen die Wissenschaftler, um körperlich und nun auch geistig fitter zu bleiben.
http://www.heise.de/tp/artikel/30/30986/1.html- Re: endlich mal einer (1.9.2009 22:52)
- Re: endlich mal einer (1.9.2009 22:04)
- Re: endlich mal einer (31.8.2009 21:08)
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