US-Klimaforscher Hansen hofft auf Scheitern des UN-Klimagipfels
Nach den bislang von den Ländern vorgeschlagenen Zielen ließe sich die Zwei-Grad-Grenze nicht halten
Der weltweit bekannte und umstrittene Klimaforscher James Hansen, für die amerikanischen Anhänger der Klimalüge, die nun wieder vermehrt und lautstark auftreten, einer der Hauptverantwortlichen für den Klimahype, hat nun in einem Gespräch mit der britischen Zeitung Guardian erklärt, es wäre besser, wenn auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen kein Ergebnis erreicht werde. Jedes Abkommen, das sich jetzt noch erzielen lasse, sei für die Erde schlechter als keines. Wenn dabei ein Abkommen herauskäme, das dem von Kyoto gleicht, würden erst einmal Jahre mit Verhandlungen vergehen, bis geklärt sei, was das bedeutet: "Der ganze Ansatz ist so grundsätzlich falsch, dass es besser wäre, die Situation neu zu bewerten."
Falsch ist für Hansen der von den Regierungen favorisierte Emissionshandel, den er mit dem Ablasshandel der katholischen Kirche im Mittelalter vergleicht. Der Wissenschaftler wurde jetzt auch in seiner Skepsis bestätigt, da just in Dänemark ein betrügerischer Handel mit Emissionsrechten bekannt wurde. Dabei nutzten Kriminelle eine gesetzliche Lücke bei der Mehrwertsteuer aus, nach dem Frankreich, Großbritannien und die Niederlande im Sommer diese Lücke bereits geschlossen hatten.
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Und für Hansen handeln die Politiker zu wenig entschlossen und sind damit unverantwortlich:
This is analogous to the issue of slavery faced by Abraham Lincoln or the issue of Nazism faced by Winston Churchill. On those kind of issues you cannot compromise. You can't say let's reduce slavery, let's find a compromise and reduce it 50 percent or reduce it 40 percent. We don't have a leader who is able to grasp it and say what is really needed.
Gerade haben China, Indien, Brasilien und Südafrika den Vorschlag der dänischen Regierung für ein Abkommen abgelehnt, die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2050 zu halbieren, um die Klimaerwärmung, so hatte der IPCC geraten, maximal um 2 Grad steigen zulassen. Ab 2020 spätestens, eigentlich schon ab 2015 sollten die globalen Emissionen sinken, was auch die Autoren des Berichts The Copenhagen Diagnosis vor kurzem noch eindringlich deutlich gemacht haben. Allerdings könnten sie ihre Position noch ändern, gaben sie bekannt, falls die Industriestaaten sich verpflichten, ihre Emissionen noch stärker als bislang angekündigt zu senken. Die sind allerdings weit entfernt von den Zielen, die für die 2-Grad-Grenze erforderlich wären.
In Australien hat gerade die Opposition die Verabschiedung eines Klimagesetzes im Senat verhindert, so dass die Regierung erst einmal lahm gelegt ist, die u.a. deswegen gewählt wurde, weil die konservative Vorgängerregierung alle Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung blockierte. Die Stimmung könnte nach dem Email-Hack auch in anderen Ländern kippen, da sich nun diejenigen, für die die Vertreter der wissenschaftlichen Hypothese einer von Menschen verursachten Klimaerwärmung, Verschwörer und Datenfälscher sind, im Aufwind sehen (Von Climategate, Klimalüge und dem Wissenschaftsbetrieb). Hansen sieht auch, dass die von den Emails ausgelöste Debatte über die Glaubwürdigkeit von Klimawissenschaftlern die Menschen beeinflussen könnte und fordert eine Untersuchung. Aber er sagt auch, dass sich durch all das, was nun diskutiert wird, die Analyse nicht verändern würde.
Nach dem Rat des IPCC müssten die Industrieländer die Emissionen bis 2020 um 25-40 Prozent unter die Werte von 1990 und bis 2050 um 80-95 Prozent unter die Werte von 1990 reduzieren. Die USA wollen die Emissionen bis 2020 nur um 17 Prozent gegenüber den Werten von 2005 senken, die EU will sich auf eine Reduktion von 20 Prozent gegenüber 1990 verpflichten, vielleicht auch auf 30 Prozent, wenn sich die anderen Staaten bewegen. Indien hat nun doch auch – allerdings unverbindlich - versprochen, seine Emissionen um 20-25 Prozent gegenüber den Werten von 2005 bis 2020 herunterzufahren, China will um 40-45 Prozent reduzieren.
Nach dem Beratungsunternehmen EcoFYS sieht es gegenwärtig so aus, als würden sich die Treibhausgasemissionen, selbst wenn die bislang vorliegenden Reduktionsziele eingehalten würden, bis 2040 gegenüber 1990 verdoppeln. Damit würde sich die Welt bis Ende des Jahrhunderts um 3, vielleicht sogar um 4 Grad erwärmen, käme also auf jeden Fall in den gefährlichen Bereich. Vor 2040 würden, auch wenn ein Abkommen zustande käme, die Emissionen nicht zu sinken beginnen. Daher hat Hansen vermutlich recht, wenn er auf ein Scheitern des Klimagipfels hofft, allerdings ist dann sehr fraglich, wann es dann wieder zu einem neuen, besseren Abkommen kommen könnte. Die Zeit dafür könnte abgelaufen sein.
Nach EcoFYS würden die Emissionen der Industrieländer bis 2020 nicht, wie vom Klimarat empfohlen, um 25-40 Prozent, sondern gerade einmal um 8-14 Prozent gegenüber 1990 sinken. Nach dem Climate Action Tracker sind die Klimaziele der USA, der EU-27, von China oder von Russland inadäquat. Ausreichende Ziele hätten Japan, Norwegen und Brasilien angegeben, als Vorbild werden Costa Rica und die Malediven dargestellt, die bis 2020 klimaneutral sein wollen.
James Hansen, Leiter des Goddard Institute for Space Studies, ist einer der bekanntesten Klimaforscher, der schon früh auf die drohende Klimaerwärmung hingewiesen hat und seit langem fordert, dass schnell gehandelt werden muss. Hansen wies etwa darauf hin, dass es auf der Erde zuletzt vor über einer Million Jahren um zwei Grad wärmer und der Meeresspiegel um mehrere Meter höher gewesen sei (Kommt alles noch viel schlimmer?). Weil er zum Handeln drängt und dabei auch zum Alarmismus neigt, eckte er immer wieder an. Unter der Bush-Präsidenschaft wurde die "Klimalüge" zunächst selbst gepflegt und Berichte von Wissenschaftlern entsprechend verändert, um nicht handeln zu müssen. So hat das Weiße Haus unter anderem auch Nasa-Wissenschaftlern untersagt, über die Klimaerwärmung zu sprechen, die vor allem nach Emmerichs Film 2004 auch in den USA zu einem "heißen" Thema wurde. Hansen protestierte 2006 laut und deutlich (Maulkorb für US-Wissenschaftler).
http://www.heise.de/tp/artikel/31/31650/1.html- Etwas abseitig und geltungsgeil ist dieser Mann ganz offenbar. (9.12.2009 8:37)
- Neben den NebenThemlern ist es gewerbe-getriebener Fanatismus/Hetze! (9.12.2009 8:31)
- Re: Verkehrte Welt (8.12.2009 3:54)
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