Dubai hat den Höchsten
Am Montag wird der Burj Dubai, der weltweit höchste Wolkenkratzer, im Pleite-Emirat Dubai eingeweiht
Abu Dhabi hat Dubai im Dezember mit 10 Milliarden Dollar Hilfe vor einem möglichen Staatsbankrott gerettet. Der Baukonzern Nakheel, der Dubai World zu verantworten hat, hat 60 Milliarden Schulden angehäuft. Die 10 Milliarden sind erst einmal eine Notrettung gewesen, die Immobilienblase, die das Emirat in den vergangenen Boomjahren inszeniert hat, um mit spektakulären Architektur- und Stadtprojekten den Standort zu sichern, ist damit längst noch nicht gebannt (Wenn ein Emirat die 1001 Träume platzen lässt).
Immerhin kann nun Emaar, ein anderer Konzern Dubais, der auch durch die Finanzkrise angeschlagen ist, eines der Spektakelprojekte am 4. Januar eröffnen. Burj Dubai, der mit über 800 Metern weltweit höchste Wolkenkratzer, kann nun bezogen werden. In Dubai ist weder Büro-, Geschäfts- oder Wohnraum rar, geboten wird nur ein Superlativ für eine Adresse in der Aufmerksamkeitsökonomie – allerdings dürfte jetzt auch der Turm als Ziel für islamistische Terroristen interessant werden. Im Februar sollen die ersten der 12.000 erwarteten Bewohner einziehen, im März sollen die Büros ihre Arbeit aufnehmen können.
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Angeblich sollen aber die 1.100 Wohnungen bereits weitgehend in dem Turm mit 164 Stockwerken verkauft und 57 Aufzügen sein, der mehr als 4 Milliarden Dollar gekostet haben soll und an dem mitunter gleichzeitig 14.000 Menschen gearbeitet haben sollen. Noch immer ist die genaue Höhe des Turms, der Pyramide von Dubai, unbekannt, es sollen aber mindesten 818 Meter sein. Ein paar Jahre dürfte der Weltrekord halten, dann könnte ein saudisches Projekt Dubai entthronen. Auf dem 124. Stockwerk befindet sich jetzt noch die weltweit höchste Aussichtsplattform. Wer die Bewohner sind, wird noch nicht verraten.
Wer will, muss den Turm nicht verlassen oder tiefer als zum 108. Stockwerk herunterfahren. Das Bauwerk soll eine Stadt in sich sein. Hier gibt es auch den weltweit höchsten Nightclub, nämlich auf dem 143. Stockwerk. Und auch den höchsten Aufzug, der nämlich überwindet die Strecke von über 500 Metern mit 9 Metern pro Sekunde. Dubai also hat nun das höchste Gebäude, die Erektion aus Stahlbeton und Zement soll sich aus 90 Kilometern Entfernung noch sehen lassen. Die Frage wird nur sein, ob dieses Zeichen der Potenz in der Wüste lange Bestand haben und attraktiv sein wird. Länger, höher, schneller, reicher – das könnte bald mehr Langeweile sein.
http://www.heise.de/tp/artikel/31/31805/1.html- da lob ich mir die kurzen hauptsätze aus den audiomedien. (4.8.2011 6:21)
- Re: horizontal Hochhäuser - Landscape-Scraper (4.1.2010 14:34)
- Re: horizontal Hochhäuser - Landscape-Scraper (4.1.2010 14:11)
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