Jemen und die "demografische Aufrüstung"
Der Westen verliert, wenn nicht mehr ungeschützt gevögelt wird – sagen Manche
Nach Afghanistan und Irak rücken nun Jemen und Somalia in den Blickpunkt der Angst vor dem islamistischen Terrorismus. Saudi-Arabien lässt man lieber mal außen vor, obgleich die reaktionäre und islamistische Monarchie nicht nur hinter der Islamisierung steckt, sondern auch aufgrund des autoritären und korrupten Regimes für terroristischen Nachwuchs sorgt.
Während die Politiker weltweit nach dem gescheiterten Anschlagversuch des Nigerianers Umar Faruk Abdulmutallab für eine Aufrüstung der technischen Sicherheitsmauer durch wie immer auch politisch korrekte Nacktscanner plädieren, sehen Manche den Westen trotz aller Ressourcen und Hochrüstung aus einer anderen Perspektive als langfristigen Verlierer. Im ideologischen Kampf versage nämlich der Westen schon allein deswegen, weil die Menschen hier sexuell weniger Nachwuchs erzeugen und daher immer sorgsamer darauf aufpassen müssen, dass die wenigen Soldaten und Soldatinnen nicht verheizt werden.
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In den islamischen Ländern gäbe es jedoch eine überbordende Fortpflanzungsrate. Da wird dann auch schon mal von einer "demografischen Aufrüstung" gesprochen, wie dies Gunnar Heinsohn vom Institut für vergleichende Völkermordforschung (Raphael-Lemkin-Institut für Xenophobie- und Genozidforschung) gerade macht und in der Welt ausbreiten durfte. Da wird mächtig Angst vor der demografischen Bombe geschürt, die überzählige junge Männer produziert, die sich gerne als Attentäter und Angreifer verheizen lassen, man hat ja nichts anderes zu tun:
"Das ganze Unruhequartett Afghanistan-Jemen-Pakistan-Somalia eliminiert auf die eine oder andere Weise überzählige junge Männer, kämpft also mit youth bulges, bei denen mindestens 30 Prozent der männlichen Bevölkerung 15 bis 29 Jahre alt sind. Jemen mit 24 Millionen Einwohnern liegt im Islam bei der demografischen Aufrüstung noch vor dem Gazastreifen. 2008 folgen auf 1000 Männer zwischen 40 und 44 Jahren 5950 Knaben zwischen 0 und 4. … In Afghanistan mit 32 Millionen Einwohnern lautet das Verhältnis 1000:4010, in Somalia mit 10 Millionen steht es bei 1000:4080 und in Pakistan mit seinen 176 Millionen Menschen bei 1000:3000."
Da wäre eigentlich weniger Krieg gefragt, sondern Maßnahmen, um die vielen jungen Menschen nicht auf der Straße stehen zu lassen, sondern ihnen eine Arbeit und Zukunft zu verschaffen. Wer Zukunft hat, sprengt sich nicht in die Luft. Aber demografisch ergibt sich ein anderes Bild, solange nicht Frauen und Männer in die Betten steigen und für vermehrten Nachwuchs sorgen, der sich dann in die Kriege schicken lässt und sich selbstlos opfert: "Beim begehrten Friedens-Interventionisten USA hingegen folgen auf 1000 Männer von 40 bis 44 Jahren gerade mal 977 Knaben zwischen 0 und 4. Beim Juniorpartner England sind es anämische 677. In Deutschland hingegen registriert man die entschieden suizidale Relation 1000:477."
Wenn nicht mehr ungezügelt und ungeschützt gevögelt wird, sieht es also schlecht aus mit dem Abendland.
"Zusammen haben sie (USA, England, Kanada und Deutschland) 2010 mit 484 Millionen doppelt so viele Einwohner wie unser islamisches Quartett, aber mit 45 Millionen Söhnen unter 15 drei Millionen weniger als die Kriegsschauplätze. Von diesen 45 Millionen Söhnen sind die 32 Millionen amerikanischen statistisch die einzigen Söhne ihrer Mamas. Die verbleibenden 13 Millionen sind zu einem guten Teil sogar die einzigen Kinder ihrer Mütter. Verlierbare Söhne hat bei den vieren niemand. Mit jedem Gefallenen verlöscht eine Familie. Deshalb steht es bei den entbehrlichen Söhnen 32 Millionen zu Null für die anderen."
Oje, was also sollen die westlichen Länder machen? Massenvernichtung oder Massenvermehrung? Mit der Massenvermehrung sieht es eher schlecht aus, bliebe also noch die nukleare Massenvernichtung. Oder könnte man sich ein demografisches Konjunkturprogramm vorstellen? Man verschrottet nicht altes Zeug, sondern gewinnt, wenn man neues, eigentlich überflüssiges Leben schafft? Man verhält sich ganz rational irrational? Bleibt also doch die Angst, der Griff zur Massenvernichtung, dem nuklearen Spray, oder der Einsicht, die Grenzen zu öffnen.
http://www.heise.de/tp/artikel/31/31812/1.html- Re: Einfluss des Feminismus auf die Geburtenrate (6.1.2010 20:19)
- Re: Heinsohn wird immer faschistischer (6.1.2010 15:09)
- Das siehst Du falsch (6.1.2010 7:56)
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