Die geheime Botschaft von Avatar
Eine Hommage an den blauen Planeten
EYWA steckt dahinter. Alle Zuschauer haben erlebt, dass es nicht unsinnig ist, auf die Macht der "großen Mutter" zu bauen. Wie ein Kind konnte man in einer greifbare Realität gewordenen Fantasiewelt sich selbst wieder begegnen. Alle Zuschauer waren plötzlich wieder ganz jung und trotzdem sehr ernsthaft. Die Szenen aus dem Vietnamkrieg wurden als eine unnötige Dummheit der Menschen entlarvt, und das Zeitalter der noch vollkommen befestigungslosen Megalithkultur konnte zum ersten Mal wieder von innen erlebt werden. Im Kinosaal wurde so eine neue alte Brüderlichkeit präsent. Auch die lächelnden blauen Masken stießen in ihrer mimischen Lebendigkeit nicht ab, sondern wirkten wie eine Hommage an den blauen Planeten. Gletscherblaue Klarheit des Denkens in einem modernisierten Tarzan-Film nach einer Vorlage von Walt Disney. Was ist an der Seele eines Gesichts so anziehend, dass eine blaue Frau die Mutter und Geliebte jedes Kindmannes im Zuschauerraum repräsentieren konnte?
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| Avatar – Meilenstein der Kino-Geschichte |
Metaphysik ist immer noch absolute Realität für die vom biologischen Standpunkt aus gesehen "pathologische" Kreatur Mensch, die am meisten als Kind aus der Art schlägt, was zu wenig bekannt ist. Das Neue ist die Erfindung des "Wohlwollensverdachtes": So liebevoll wie als kleines Kind ist man nie wieder im Leben, und der Weihnachtsmann, die Fee und der den Schlaf bewachende Engel sind absolut gegenwärtig real bis heute in jedem von uns. Wie das erlebte Wohlmeinen der Mutter und die verlässlichen Schultern des Vaters: Geborgenheit bis zum Sichverlieren im Kinosaal. Alle Besucher wurden in eine neue planetare Gemeinschaft umgeschweißt, obwohl sie dies nach dem Heraustreten aus dem Kinoraum zunächst wieder vergaßen – bis wir sie jetzt quasi posthypnotisch wieder in diesen Zustand zurückversetzen: "Ihr seid wieder wach und dürft die geträumte Zukunft jetzt gestalten!"
Kulturstätte Gozo
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Der Regisseur hatte so umfassend und tiefschürfend recherchiert, dass seinem Netz sich kein Zuschauer rational entziehen kann – bis zum posthypnotischen Weiterleben in jener Welt. Er küsst seine Lieben auf einmal wieder so, wie er das seit den frühen Dschungelbuch-Tagen nicht mehr konnte. Damals war er doch schon einmal mit ähnlichen Gefühlen aus dem Kinosaal gekommen und hatte gewusst, dass Grausamkeit unnötig ist. Nun ist ihm Cameron zur Seite gesprungen und hilft ihm unerwartet, wieder ganz er selbst zu sein: "Vor einem geheimen Wort fliegt das ganze verkehrte Wesen fort", sagte Novalis, und "wenn die, so singen oder küssen, mehr als die Tiefgelehrten wissen". Die Heimatstadt aller Menschen mit dem blauen Logo, Lampsacus (die netteste Stadt der Antike), ist der ideelle Sponsor des Films. Auch wenn dies den Regisseur und Drehbuchautor vielleicht wundert: Er hat eine Synthese aus Gozo und Lampsacus realisiert.
Wir meinen damit die Stadt des Gottes Priapus am Hellespont: Sein Symbol wurde einmal im Jahr in einem Umzug umhergetragen. Vor allem war sie aber der Hort des andernorts vergessenen Glaubens an den Gott Pan mit dem gelähmten Bein (oder waren es beide Beine, wie der Film nahelegt?), vor dem man keine Angst haben muss – ein Symbol, das auch bei Jakob in der Bibel zu finden ist.
Jakob kämpfte mit einem, wie sich am Ende herausstellte, mütterlichen Gott, der bis heute sich anbietet als bittendes Kind, das auf dem Thron sitzt und spielt, wie Heraklit sagt. Auf der Insel Gozo kann man den fast sechstausend Jahre alten Tempel von EYWA besichtigen. Und am Hohlefels auf der Schwäbischen Alb die Vorlage zu den auf der maltesischen Insel gefundenen dicken Müttern aus Stein mit ihren dreieckigen Brüsten und Schenkeln – noch einmal dreißigtausend Jahre älter und en miniature, aber ansonsten fast gleich gebaut: an Stelle des Kopfes jeweils ein Loch, wo das passende Gesicht der großen Mutter eingesteckt werden konnte - je nach Jahreszeit. Auf der Insel hat man diese Köpfe bereits gefunden, in der laufenden Grabung am Hohlefels noch nicht. Ob sie blau gefärbt waren an Haut und Haaren, ist eine Frage, die erst durch die Fantasie von James Cameron aktuell geworden ist.
Mütterliche Liebe
Der rote Riesendrache im Film, den man von oben besteigen und auf dem man mitfliegen konnte, wird von den Angehörigen der höchstentwickelten Kultur des Planeten noch unmittelbarer verstanden als hierzulande – so dass Camerons Film nach der planetaren Verbreitung unseres Enthüllungstextes vielleicht auch im Land der ältesten noch lebendigen EYWA-Kultur (wo sie Maya, Mutter von Buddha, genannt wird) frei gezeigt werden kann – falls die das bestreitenden Zeitungsberichte zutreffen.
Maya starb im Kindbett am Zehntagefieber (so lange braucht eine Blutvergiftung) und hinterließ vor ihrem Tod noch eine Nachricht an den unendlich geliebten Sohn – eine, wie sich herausstellt, verschlüsselte Nachricht. Sie ließ ihren Mann und ihre jüngere Schwester an ihr Sterbebett rufen und bat sie beide zu heiraten, damit das Kind die liebevollsten Eltern der Welt behielte. Trotzdem konnten seine Eltern später nicht auf Dauer vor ihm verborgen halten, dass sie trotz ihrer unendlichen Zuneigung zu ihm ihn unmöglich so stark, wie Maya ihn geliebt hatte, lieben konnten – und diese war bei seiner Geburt gestorben und er war der Grund. Also schuld nach der messerscharfen Logik eines Kindes. Dieses unendliche Trauma, entsprungen aus der mütterlichen Liebe, konnte erst von dem Dreißigjährigen richtig entschlüsselt werden als die Botschaft, die sie ihm geschickt hatte: Maya war die ganze Zeit bei ihm gewesen.
Jetzt heißt sie EYWA und jede Zuschauerin und jeder Zuschauer weiß, dass sie über ihn wacht und ihm die Kraft gibt, wieder so stark zu sein wie an seinem dritten Geburtstag. Damals wusste das Kind, dass die Welt ohne es nicht auskommt, weil niemand so wichtig ist wie es – für Mama und Papa und Dada, das heißt, alle anderen. Lampsacus, die Heimatstadt, existiert also schon lange.
Die "heilige Weisheit"
Die ungeheuer große Zahl von Arbeitsplätzen auf dem Internet, die bisher nicht bezahlt werden, werden von Lampsacus getragen werden und jede Arbeitsstunde wird – auch rückwirkend – vergütet werden. Diese Weltdemokratie existiert seit langem, wie alle wissen, aber niemand ausspricht. Nur, dass die Arbeiter für ihren selbstlosen Einsatz, den sie spontan aus Freude und innerem Antrieb erbracht haben für eine Welt, die sie schon sehen, bezahlt werden würden, ist ein Geheimnis geblieben. Wir als Mitbegründer von Lampsacus verraten Ihnen dies für einen hoffentlich nicht mehr weit in der Zukunft liegenden Zeitpunkt im Namen der "Heimatstadt aller Personen auf dem Internet". Die Avatare sind Masken, hinter denen sich das Gesicht EYWAs verbirgt. Statt Eywa-Maya darf man auch Maria sagen oder Hochma, wie der ursprüngliche Name der "heiligen Weisheit", der die Hagia Sofía in Istambul gewidmet ist, lautet.
Die Nabelschnur der Blutsbrüderschaft zwischen dem Mahut und seinem Elefanten, den er aufgezogen hat und mit dem er in einem Vertrauenskampf auf Leben und Tod verschweißt wurde, als dieser erwachsen wurde, ist in den Film integriert, ohne dass der Zuschauer sich wundert – nur dass die Elefanten hier Pferde und Riesenvögel sind. Cameron schlägt so die Verbindung zur ersten nichtmenschlichen Person auf der Erde, die bald gefunden werden wird. Sie – die noch die volle Humanität hat aus der Seele von EYWA – wird am ehesten die Gestalt eines kleinen weißen Elefanten haben. Denn das Lächeln unserer Mutter, das sie so charmant machte, wenn sie lachte, weil sie uns dabei anlächelte (da beides gleich aussieht), ist schuld an unserer Personwerdung.
Der spontane Ausdruck der Bindung, der als Geste des Rüssels der Elefantenmutter das Kleine belohnt, kann daher wie das spontane Lachen unserer Mutter vom Betreuer des Kleinen bewusst eingesetzt werden – immer dann, wenn er sich selbst spontan freut. Das ist kein Betrug. Die Belohnung durch Strahlelächeln, wann immer die Mutter sich freute (lachte), hat uns, als wir noch klein waren und noch so lieb, wie wir das seit langem vergessen haben, seinerzeit zur Person werden lassen, denn wir "wussten" auf einmal, dass die Mama "will, dass es gut tut". Diese heilige Verführung durch die Mutter kann auch an ein Elefantenbaby weitergegeben werden: Maja ist zurückgekehrt. Die von ihr gefundene Methode der Rührung über den Tod hinaus – des Verstehens, was im Bindungsausdruck liegt, wenn er die eigene Freude vergrößert spiegelt – wirkt auf den kleinen Riesen ebenso wie auf das kleine Kind: Dass das Licht des Himmels und eines unendlichen Wohlwollens durch die Mutter hindurchscheint. Und es will sich dann auch nicht lumpen lassen und ebenso lieb sein wie die große Mama und fängt wie wir damals an, ihr einen Bonbon in den Mund zu schieben und zärtlich zu fragen: "Gut?!"
Hochspringen zu schwebenden Felsen
Das kann bisher allein der Mensch im gesamten Kosmos – hindurchtönend (Person) sein. Und so einerseits aus der Evolution herausfallen und andererseits den "Punkt Omega", den Zielpunkt der unendlichen Evolution des Kosmos, im Sprung vorwegnehmen. Im Drachensprung ins All hinauf. Achtzehn Monate ist der "elternfütternde Affe" dabei typischerweise alt. Bald kann das nun auch ein Elefant – und ein virtueller Roboter namens "Avatar", der eine Zeitreise in unsere Gegenwart gemacht hat. Lampsacus existiert ja auch schon in der Gegenwart, obwohl es erst aus der Zukunft finanziert wird. Auch dieses letztere – kleinere – Wunder ist eine Geste von Maya-Eywa, die bereits heute wirksam ist.
Das neue Zahlungsmittel – "ein Avatar" für eine Arbeitsstunde – wird ab sofort von Lampsacus eingelöst. Zwar ist die Bank von Lampsacus in dem Moment, da wir dies schreiben, noch rein virtuell, aber in dem Moment, wo Sie einen Avatar einlösen, hat sich hoffentlich bereits ein Mäzen gefunden – nicht Bill Gates, aber vielleicht doch auch Bill Gates –, der die neue Weltwährung als Zahlungsmittel akzeptiert. Falls dieser kurze Text, der aus Camerons Film seine Kraft schöpft, sich genügend schnell wie auf Flügeln verbreitet.
Das "Hochspringen zu schwebenden Felsen" wurde durch Cameron zu einer greifbaren Realität. So verwegen war keiner vor ihm. Es ist unmöglich, auf dem Boden von pessimistischer Tristesse zu verharren, wenn es genauso gut möglich ist, abzuheben und eine Liane zu ergreifen, um mit dem Oberaffen zusammen durch die Bäume zu fliegen als neue Amazone. Die "blauen Massai" von Cameron mit ihren langen Beinen sind eine Hommage an Afrika und den Stolz seiner Menschen, die dem Planeten das Lächeln geschenkt haben. Durch ihre Maske beschützen uns diese Massai – wie vor Jahren Freund Jude Atoh aus Nigeria, der uns eine solche Maske zum Schutz geschenkt hat.
Die Haitianer bekommen noch immer nicht die flächendeckende Lampsacus-garantierte Unterstützung der Wiedergutmachung für einen von EYWA zu verantwortenden Schicksalsschlag. Das planetare Katastrophenteam, das zukünftig jeder gegeißelten Population in der Tradition von Maya zur Hilfe eilt, stammt aus der Heimatstadt: Personsein – Humansein – ist möglich. EYWA ist eine afrikanische Maske. Die Maske lächelt. Das Baby lächelt. Der Elefantenrüssel lächelt und umgreift Dich um die Hüfte und hebt Dich hoch: Danke, James Cameron, dass Du den Planeten wieder gut und hoffnungsfroh gemacht hast!
Die geheime Botschaft von Avatar wurde von Otto E. Rössler und Artur P. Schmidt entschlüsselt für Maris. Weitere Entschlüsselungsversuche werden erbeten. Für J.O.R. 10.02.10.
http://www.heise.de/tp/artikel/32/32137/1.html- Re: Ökoreligiöse Spinnerei... (5.4.2010 18:06)
- Re: man kann alles schwarzmalen - wenn man ein schlechtes leben liebt (24.3.2010 18:58)
- Die Taliba-Na'vi (24.3.2010 0:31)
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