Auf ins Emsland mit der Deichkönigin

24.06.2011

YouTube und Co. - unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

Heute starten wir ins Wochenende mit einem zünftigen Gänsemarsch. Ein Filmchen, das so ähnlich auch im Emsland spielen könnte. Einem deutschen Landstrich, den eine Userin namens Deichkönigin die kleine YouTube-Filmreihe "Deprimierendes Emsland" gewidmet hat. Die Frau, eine Zugereiste, bleibt wohl aus gutem Grund anonym, weil einige besonders große Emsköppe in den Kommentaren auf YouTube nicht gerade freundlich auf die Videos reagieren.

Aber es gibt dort zum Glück auch wohlwollende Anmerkungen:

Als gebürtiger Emsländer möchte ich hier mal den Beweis antreten, dass auch Eingeborene einen Sinn für ,Realsatire’ haben. Wer das hier alles zu ernst nimmt oder sich in seinem verirrten Lokalpatriotismus getroffen fühlt... sorry, aber so empfindlich muss man ja nun wirklich nicht sein. Einfach einen drüber trinken, drüber lachen oder, wenn mans gar nicht rafft, ignorieren. Ich bin begeistert, weitermachen (und im übrigen könnte man hier in der fränkischen Walachei genau solche Videos abfilmen).

Der eben zitierte User heißt übrigens "RevolvermannOnline", ein typischer Name im Emsland. Den Videokanal von Deichkönigin findet man unter dieser Adresse. So bunt ist das Leben an einer Tankstelle in Meppen. Und hier gibt es einen Bericht über die Deichkönigin.

Weiter geht’s mit "ein bisschen Spaß muss sein" und einem schon älteren Video über die armen Neo-Nazis. Weil wir gerade schon bei Tieren waren: eine boxende Katze. Ein Hund, der mittels Prothesen läuft. Ein Krokodil, das aus der Hand frisst. Und ein lustiger Tanzhund.

Jetzt wird es musikalisch mit unserem Lesertipp Waterbubble und mit Dr. Faustus, Losing His Soul. Auch ein Lesetipp muss sein: Heute ist das Thema die Gema und YouTube.

Und schon wird es Zeit für unseren Schnelldurchlauf. Zuvor aber noch einen TV-Bericht über einen aufregenden Zombie-Angriff im englischen Leicester. Jetzt geht es aber Schlag auf Schlag: Los geht’s mit dem lieben Herrn Obama. Danach unterhalten uns ein gewisser Mördan, ein toller Kartentrickser, 50 Jahre Morgenmüdigkeit, eine Kinogeschichte aus dem Jahre 1911 und Bubba Gracie. Den Schlusspunkt setzt der filmische Hinweis, dass bald der Winter wieder vor der Tür steht.

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