Sex-Fantasien in der Hightech-Welt

18.03.2012

Georg Seeßlen über die zunehmende Technisierung der menschlichen Sexualität und die Auflösung der sexuellen Identität

Der Filmkritiker und Theoretiker Georg Seeßlen publiziert in Zeitungen und Zeitschriften wie der Frankfurter Rundschau, der Taz, der Zeit und Konkret. Bekannt wurde er durch Arbeiten über den Gangsterfilm, den Western, die Coen-Büder, David Lynch und Tim und Struppi. Nun hat er drei Bücher zum Thema "Sex-Fantasien in der Hightech-Welt" publiziert.

Herr Seeßlen, Sie schreiben im ersten Buch Ihrer "Sex-Fantasien in der Highttech-Welt"-Trilogie: "Natürlichen Sex hat es nie gegeben." Ist das nicht ein wenig übertrieben?

Georg Seeßlen: Möglicherweise muss man sogar noch radikaler formulieren: Nichts ist "natürlich", seit es den Menschen gibt, und schon gar nichts ist an diesem Menschen "natürlich" (es sei denn, man erfindet es eben, was nicht gerade ins Bild von "Natürlichkeit" passt). Das soll heißen: Jede Regung, jedes Begehren, jede Leidenschaft, jedes Empfinden ist immer auch gesellschaftlich erzeugt und kontrolliert und trägt damit auch das "Maschinelle" in sich.

Sexualität ist nach dem Stoffwechsel und der Bewegung im Raum wohl exemplarisch dafür, wie sich das Menschliche als Kontrolliertes entwickelt: Man kann es steuern, man kann es unterdrücken (sogar "verbieten"), genau so gut aber auch gebrauchen und missbrauchen, erwecken und in bestimmte Richtungen lenken. Natürliche Sexualität wäre im übrigen ja eine, die von sich selber nichts weiß, die einfach geschieht und damit basta. Die kein Gedächtnis, keine Bilder, keine Erzählung und so weiter generiert.

Für den Menschen aber ist Sexualität immer auch Schauspiel, Geschichte, Drama. Und weil es so ist, steckt Sexualität eben von Anfang an für den Menschen auch voller Angst, voller Missverständnis, voller Verstellung, voller Lüge, voller Ausbeutung. Der Eros, das ist einfach das Leben, hat Marcel Duchamps gesagt. Also das, was im Kern der Subjekte steckt. Aber vielleicht ist es noch mehr das, was Gesellschaft ausmacht.

Jeder, der herrschen will, herrscht zunächst einmal über die Sexualität, ganz egal, ob es ein Papst, ein Kaiser, ein Diktator, ein faschistischer Führer oder auch eine Ökonomie, ein Markt, eine Werbestrategie, eine Technologie, eine populistische Hegemonie, eine Mediokratie ist. Und daher ist umgekehrt natürlich auch Sexualität das, was Herrschaft bedroht.

Wenn also eine Verbindung zwischen einer Herrschaftsform - nennen wir es Neoliberalismus plus "Postdemokratie" - und einer Technologie - Digitalisierung, Vernetzung und Robotisierung - herrschen will, dann muss sie vor allem auch die sexuellen Diskurse beherrschen (und vielleicht nicht, wie in den Science Fiction-Romanen früherer Zeit, durch sexuellen Terror wie in "1984", sondern durch die Hegemonialisierung, durch Gewöhnung, durch Ansporn zur Verbesserung und zur Abwehr der Ängste). Der Weg zur Medialisierung, Digitalisierung und Maschinisierung der menschlichen Sexualität - das reicht von der Lust bis zur Reproduktion, von der Definition der Geschlechter bis zur alltäglichen Sitte und dem Sprechen darüber - ist vorgezeichnet.

Sie beschreiben in Ihrem Buch die zunehmende Technisierung der menschlichen Sexualität. Können Sie Ursachen hierzu anführen?

Georg Seeßlen: Die Ursachen liegen ganz parallel zu anderen Prozessen der Technisierung, der Arbeit, der Ordnung, des Krieges, des Denkens, der Kommunikation. Zunächst geht es immer um ein Versprechen der Verbesserung, vermutlich ist "Barbarella" die erste Frau massentauglicher Fiktion, die ausdrücklich die Liebesfähigkeit von Maschinen lobt. Und natürlich ist Barbarella auch ein Symbol der "Befreiung".

Immer ist Medialisierung und Maschinisierung zunächst ein Versprechen auf Befreiung: Wenn die Maschinen uns die Arbeit abnehmen, wie frei sind wir dann. Wenn die Maschinen uns ständig mit Informationen versorgen, wie frei denken wir dann! Wenn wir Medizin haben, die die Vorgänge von Zeugung und Geburt behutsam kontrollieren, wie frei könnten dann die emotionalen Seiten der Angelegenheit werden? Wenn uns die Maschinen lästige Formen der Ordnung abschaffen, wie frei können wir dann phantasieren, undsoweiter.

Dummerweise ist aber immer auch wieder das Gegenteil eingetreten. Mehr Medien und mehr Maschinen bedeutete immer auch mehr Kontrolle, mehr Überwachung, mehr Gleichförmigkeit. Und die Angst vor dem Misslingen und dem Missbrauch, der Enttäuschung oder der Trivialisierung, der wir gerade zu entkommen versuchten, ist gleich wieder in neuer Form da, vielleicht sogar in einer schlimmeren.

Ab und zu werden wir deswegen, auch das so ein gängiges Motiv in der Science Fiction, von einem "Zurück zur Natur" ergriffen, und gerade da spielt dann Sexualität eine große Rolle: Wo maschinelle und diktatorische Zustände herrschen, da soll eine reine, subjektive und natürliche Liebesgeschichte die Erlösung bringen. Oder die Revolte, wenn es da einen Unterschied gibt. Oder als light Version, wenn schon alles künstlich und fiktional sein soll, die Politik und die Wirtschaft sowieso, dann soll wenigstens die Sexualität noch "echt" und "authentisch" sein, was immer das heißen mag.

Aber solche Retardierungen ändern an dem gesamten Prozess wenig. Warum sollten wir auch ausgerechnet das Lustmachen, die Geschlechterdifferenzierung, die Zeugung und die Geburt, aber auch das Bildermachen und Geschichtenerzählen, die Definition des Körperlichen und des Geistigen dabei, aus den Diskursen von Medialisierung und Maschinisierung heraushalten sollen. Wir haben da bloß, und auch darum geht es ja auch in den Büchern, neue Formen von Verdrängung und Verschleierung gefunden.

"Viel alltagskulturelles Brimborium"

Wie spiegelt die Science Fiction diese Entwicklung wieder?

Georg Seeßlen: Science Fiction war schon immer ein wunderbarer Spiegel weniger für die Zukunft als für die Gegenwart. Da sie einer technokratisch-puritanischen, bürgerlichen Tradition entspricht, wie die meisten Genres der Unterhaltung, spiegelt sie gewiss auch das Kämpfen gegen die innere und äußere Zensur, einen langen Prozess der Befreiung, der Bewusstwerdung. Und in der Verbindung von Horror und Science Fiction bekommen wir auch ziemlich drastische Bilder der Verknüpfung von Hardware, Software und Wetware ("Fleisch").Denn in diesen Genres können wir mehr oder weniger gefahrlos ausprobieren, "was wäre wenn".

Also: Was wäre, wenn es androide Sex-Sklaven gäbe, die aber durch irgend einen Zufall plötzlich "echte Gefühle" entwickelten? Was wäre, wenn Sexualität eine radikal öffentliche Angelegenheit würde, die man sich unentwegt einander im Netz zur Verfügung stellt? Was wäre, wenn Maschinen die ihnen anvertrauten Kontrollen der Reproduktion plötzlich benutzten, um neue, mehr maschinelle Wesen zu erzeugen? Was wäre, wenn sexuelle Phantasie nur noch ein Endlos-Traum von willenlosen Menschenwesen wäre?

Alles, was sich Menschen ausdenken können und was technisch realisierbar ist, das wird früher oder später auch gemacht, hat Stanislav Lem gesagt. Wenn wir also von einer Mensch/Maschine-Sexualität träumen können, dann wird sie früher oder später auch kommen. Und das wird möglicherweise eben nicht mit einem Paukenschlag passieren, sondern so wie die Computerisierung unseres Alltags, schleichend, absolut angenehm, mit viel alltagskulturellem Brimborium. Und unsere ursprünglichen apokalyptischen Befürchtungen aus der Science Fiction lösen sich auf.

" Entscheidend ist die Verknüpfung des Mechanischen mit dem Ästhetischen"

Seit wann benutzt der Mensch sexuelle Spielzeuge und welche Entwicklung hat dieses in den letzten 20 Jahren genommen?

Georg Seeßlen: Auch die Archäologie und die Kulturgeschichte können immer nur sehen, was sie sich zu sehen trauen, und mittlerweile trauen sie sich zu sehen, dass es offensichtlich "schon immer" sexuelle Spielzeuge für die Menschen gegeben hat, und offensichtlich auch schon bald solche, die den begüterten Ständen "seltene Schauspiele" boten. Entscheidend dabei ist ja immer die Verknüpfung des Mechanischen mit dem Ästhetischen und die Erzeugung von Differenz: Raffinierte Sexualität muss man sich leisten können, und auch das sexuelle Spielzeug spielt seine Rolle in sexuellen Hierarchien.

Interessant ist wohl, dass auch hier immer zwei Aspekte miteinander verknüpft sind, einer der medizinischen Fürsorge und einer der "Perversion". Ist das eine oder andere Instrument ein "Hilfsmittel" zur Erlangung jener sexuellen Erfüllung, die dem Menschen vielleicht sogar als Grundrecht zusteht, oder ist es ein Mittel, die "normale" Sexualität zu überschreiten, die Lust am Ende ins "Unendliche" zu dehnen, oder ihren performativen Charakter ins Groteske zu steigern.

Hilft das Instrument der Konvergenz oder der Differenzierung im sexuellen Diskurs? Welche Maskeraden wird es annehmen (wie im Beispiel des Vibrators, der ursprünglich ein Instrument in den Händen des fürsorglichen Arztes war, um die "weibliche Hysterie" zu bekämpfen)? Welche politischen und demoskopischen Folgen hat es (wie die Antibabypille, die die sexuelle Grundordnung der bürgerlichen Gesellschaft so drastisch veränderte)?

Ein spannender Diskurs bei alledem ist demnach immer nicht bloß die Existenz von Dingen, sondern die Transformation in die öffentliche Akzeptanz, vom sexuellen Geheimwissen oder von sexuellen Subkulturen in den Mainstream.

"Entstehung neuer sexueller Codes"

Wie verändert der virtuelle Raum die menschliche Sexualität und wie verändert die menschliche Sexualität den virtuellen Raum?

Georg Seeßlen: Im virtuellen Raum gibt es neue Formen von körperlichen und emotionalen Berührungen. Es entsteht ein neuer sexueller Code. Wie das Medium den Code beeinflusst, so beeinflusst der Code auch das Medium. Sexualisierung war ja noch immer ein probates Mittel, einem Medium zum Durchbruch zu verhelfen, beziehungsweise es von einem öffentlich-politischen in einen intim-privaten Gebrauch zu überführen.

Erst als es auch die erotische Beziehung zuließ, wurde das Netz menschlich, und seine in gewissen Sphären durchaus aufdringliche Sexualisierung macht es wieder vergleichsweise trivial. Sexualität ist die Urform einer Interaktion mit einem selten erreichten Ziel, einander nicht-hierarchisch zu begegnen. So strahlen erotische und andere "utopische" Elemente im Netz aufeinander aus.

Aber umgekehrt natürlich auch das Reaktionäre, das sich ja mit derselben Geschwindigkeit bewegt. Die Mehrzahl der sexuellen Bilder und Beziehungen, die sich im Netz bewegen, tun das in einer furchtbaren, alten, ausbeuterischen und gewaltsamen, extrem hierarchischen Art - man kann sich sogar des Eindrucks nicht erwehren, es entwickle sich zu einem Medium der Reaktion (auch was die fatale "Ordnung" der Geschlechter anbetrifft). Aber darüber darf man nicht vergessen, dass dieser virtuelle Raum eben auch andere Formen zulässt.

"Man benötigt neue moralische Codes"

Gibt es eine Tendenz hin zum Avatar-Sex? Wie soll man sich dann das vorstellen?

Georg Seeßlen: Nicht anders als in anderen Bereichen der digitalen Simulation. Es geht einerseits um die mehr oder weniger beliebige (in Wahrheit aber vor allem durch Gesellschaft und Markt bestimmte) regelbare Phantasie und andererseits um ein Feedback der Simulation auf den Körper. "Reale" und simulierte Aspekte der sexuellen Kommunikation lösen sich ineinander auf. Man kann es zum Beispiel wie ein interaktives Sportspiel betreiben oder auch wie ein Rollenspiel.

Auch hier ist die technische Machbarkeit vermutlich das geringste Problem. Das Problem scheint mir viel eher in der mythischen Einschreibung, also in dem Bewusstsein der Menschen, genau so wie beim Sex mit Robotern, auch mit dem Sex als digitales Simulationsspiel mit Bio-Feedback, weder ein "schlechtes Gewissen" noch ein Gefühl zu entwickeln, es fehle zur wirklichen Befriedigung eben doch noch das "Entscheidende", das Echte. Man benötigt also neue moralische Codes und neue Instanzen eines "großen Anderen", der genau diese Art von Sexualität nicht nur erlaubt, sondern als die wahre, richtige und dann irgendwie "einzige" ansieht.

Diese Entwicklung scheint mir auch die Pornographie - oder vielleicht auch schon Post-Pornographie - zu durchlaufen. Es geht nicht mehr um die Produktion und Konsumtion von "x ", es geht im Gegenteil um Erweiterung und Entdeckung. Das Verhältnis zwischen "Original" und "Abbildung" ist auch hier nicht mehr so eindeutig. Der Avatar ist dann die beste mythische Einheit, um die Aspekte von "Performance" und "Empfindung" wieder zusammen zu bringen.

"Polymorphe sexuelle Identität"

Inwiefern geraten mit dieser Entwicklung die Geschlechter-Grenzen durcheinander? Wird dann der 0815-Normalo-Hetero-Sex zum analen Sex von gestern?

Georg Seeßlen: Zweifellos ist das "Queer"-Sein im Zeitalter von digitalen Medien und Neoliberalismus etwas vollkommen anderes als es zu Zeiten der bürgerlichen Gesellschaft war. Das Begehren und das Subjekt haben nicht mehr die unauflösliche, die Schicksals-Einheit, ich kann zum Beispiel einen Teil meines Begehrens, der sich mit anderen Teilen nicht hundertprozentig verträgt, abspalten und auf Reisen durch Subkulturen und digitale Kommunikationsparadiese schicken.

Auch dies ist zunächst ein Aspekt der Befreiung: Gerade dadurch, dass "sexuelle Identität" polymorpher und vielleicht auch vorläufiger wird, kann man den anderen auch nicht mehr darauf reduzieren. Das immerhin lernt man ja schon in den Vorabend-Soap Operas, dass man jemand mit einer "minderheitlichen" sexuellen Identität gefälligst nicht auf diese reduzieren soll.

Aber wie es so geht in unserer Welt, jede Entwicklung produziert ihre Gewinner und ihre Verlierer. Denn natürlich ist unter unseren Bedingungen die Technisierung und Medialisierung aller Aspekte der Sexualität nicht zu haben ohne eine gleichzeitige Ökonomisierung. Deswegen wird es auch hier ein Luxussegment und ein größeres Discounter-Segment geben. Es wird Leute geben, die von den Wandlungen profitieren, und solcher, die nun mehr als ihre Arbeitskraft, vielleicht den ganzen Körper verkaufen müssen (oder die ganze Energie, die ganze "Eigenart").

Daher geht es gar nicht darum, die sexuellen Transitionen zwischen Menschen/Maschinen/Simulationen als solche entweder zu verdammen oder gutzuheißen, sondern darum, darauf zu achten, dass sie auf eine "menschliche" Weise vonstatten gehen, was solche noch ein wenig utopischen Dinge wie Menschenrechte für Maschinen - oder Avatare - beinhaltet. Sexualität ist die heftigste und intimste Form der Interaktion zwischen den Menschen und der "zweiten Schöpfung", das Schrecklichste wäre, wenn es zu nichts anderem führte als zu einer Simulation von sexueller Sklaverei.

Wie auch immer: Es lohnt sich über diesen Diskurs und seine möglichen Folgen nachzudenken. Sehr ernsthaft (aber ein bisschen Humor dabei kann auch nie schaden).

Wagen Sie eine Prognose: Wann hat der Mensch Sex mit Robotern und wann werden die Roboter Spaß dabei haben?

Georg Seeßlen: Der erste Teil ist leicht zu beantworten: Das ist bereits der Fall. Es ist vielleicht nicht einmal mehr etwas allzu Besonderes. Der zweite Teil ist extrem schwierig zu beantworten, da wir eine Grenze zwischen Gefühle "haben" und Gefühle simulieren so wenig ziehen können wie eine Grenze zwischen Empfinden und Wahrnehmen. Vermutlich wäre ein Symptom - jedenfalls wäre es eine hübsche Sache für einen mehr oder weniger komischen SF-Film -, wenn die erste Maschine sich über "schlechten Sex" beklagte.

Das würde voraussetzen, dass diese Maschine alles weiß, was man wissen muss, um "guten Sex" zu definieren. Und eine Maschine, die "weiß", was guter Sex ist - kann die auch guten Sex "haben"? Es begänne jedenfalls mit Programmen zur Unterscheidung von angenehmen und weniger angenehmen Partnern, angenehmen und weniger angenehmen Berührungen etcetera, und vermutlich endete dieses Kapitel der Mensch/Maschine-Beziehung mit der Fähigkeit einer Maschine, "nein" zu sagen.

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