Der ausgebrannte Nikolaus

15.07.2012

Über den Zusammenhang von Burn-Out und Rausch

Am 6.12.2001 hatte ein Nikolaus in der Eifel einen schlechten Tag. In der Zeitung stand am nächsten Tag darüber die Schlagzeile: "Burn-out eines Nikolaus: Heiliger Mann schläft Rausch auf Theke aus." Die Details dieser Geschichte sind bestechend menschlich. Weil er sich auf seiner Geschenketour quer durch ein Eifeldörfchen verausgabt hat, ist ein Nikolaus nach getaner Arbeit auf der Theke einer Gastwirtschaft fest eingeschlafen, und zwar nachdem er bei seinem Rundgang auf ein Damenkränzchen gestoßen war, das ihn mit Weihnachtsliedern beglückt hatte. Eigentlich hätte der Nikolaus in dieser Wohnung einem Kind einen Besuch abstatten sollen, das war aber schon schlafen gegangen, weil der Nikolaus sich der vielen Begleitschnäpse bei seinen Kunden wegen verspätet hatte.

Doch spiegelt diese Krankenbiographie nicht das klassische Bild eines Burn-Out wieder, und auch nicht die klassischen Beschreibungen: Nach der klassischen antiken Literatur bedeutet Ausgebranntsein, dass die Seele nicht die ihr gebührende Nahrung erhalten hat, die sie für ihren inneren Verbrennungsprozess braucht, durch den sich das Lebewesen seine Nahrung aneignet bzw. die Pferde vor dem Gespann der Seele hier Kraft für ihre Pferdestärke bekommen: Dieses Gespann läuft laut Platon (Phaidros 246 a ff.) dem Ausritt der Götter über die Himmelskugel hinterher und kann dabei so weit nach oben kommen, dass der Wagenlenker an einem überhimmlischen Ort des wahren, unkörperlichen Seienden seine Seelenpferde auf "die dem Edelsten der Seele angemessene Weide" (248b) führen kann - was für deren Befiederung gut ist. Schlecht im Futter stehende Seelenpferde dagegen ziehen das Gespann nach unten; vor allem das dunklere Ross der beiden "beugt sich zum Boden hinunter und drückt mit seiner ganzen Schwere, woraus viel Beschwerde und der äußerste Kampf der Seele entsteht" (247b). Und tatsächlich soll der Eifeler Nikolaus aufgrund seiner Probleme bei den ihm innewohnenden Verbrennungsprozessen mit so viel Schwere auf der Theke gelegen haben, dass er dort auch von erneuten Weihnachtslieder der Umstehenden nicht aufgeweckt werden konnte…

Das Bild des inneren Feuers zieht sich durch die Philosophie[1]: Aristoteles schreibt in "De anima" von diesem ernährenden Feuer, von dem zuviel oder zuwenig jeweils den Tod des Lebewesens zur Folge hat (De an. II 11). Zuwenig an Brennstoff würde heute wohl als "Bore-out" bezeichnet werden, der Burn-Out hingegen wäre nach Aristoteles dann ein peinlicher Rückfall hinter bestimmte Entwicklungsstufen aus dem Bereich des geistlosen Pflanzen- und Tierreichs. Und auch hier ist zu konstatieren, wie geistlos der Nikolaus auf der Theke gewesen sein muss, trotz und aufgrund des Einsatzes von viel Feuerwasser.

Im Arbeitsrausch

Die Phänomene Rausch und Burn-Out scheinen auch aufgrund anderer Indizienhinweise etwas miteinander zu tun zu haben. Nicht umsonst gibt es den Begriff des Arbeitsrausches. Zwar sehen Krankenkassen solche Verwandtschaftsbeziehungen skeptisch und stufen zum Beispiel Alkoholismus als Krankheit ein, den Burn-Out aber nicht. Burn-Out gilt nicht als eine Krankheit, sondern als eine selbstverschuldete Überlastung. In den psychologischen Fachbüchern gibt es diesen Begriff darum auch kaum. Das heißt: Sich krank zu arbeiten ist versicherungstechnisch ungünstiger, als seine Berufung in alkoholbedingten Rauschzuständen zu suchen. Mit dieser unterschiedlichen Einschätzung geht auch die Annehme einher, dass Alkoholismus eine genetische Komponente enthält, der Burn-Out hingegen nicht. Es sei denn, man könnte letzterem artverwandte Strukturen nachweisen – und ob das geht, ist im Folgenden zu klären.

Einige alltagspsychologische Parallelen beider Zustande sind ebenfalls zu verzeichnen: Sowohl Alkoholiker, als auch Arbeitswütige sind gesellschaftlich erwünscht. Lange Zeit sind die Vertreter beider Formen eigentlich schon nicht mehr ganz Herr ihrer Lage, doch das ist nach außen hin nicht ersichtlich bzw. wird erst dann deutlich, wenn das System "zuviel Alkohol" oder "zuviel Arbeit" kippt. Dann werden beiderlei Leiden aus medizinischer Sicht gleich behandelt, nämlich mit einer Psychotherapie. In der Phase des jeweiligen "Entzugs" zeichnen sich die Vertreter beider Lager durch eine Antriebslosigkeit aus, bei der bereits kleinste Handlungen die eigenen Kräfte überfordern.

Aber was an kann an zuviel Arbeit so schön sein, dass man vielleicht tatsächlich so süchtig danach wird, wie ein Alkoholiker nach dem Alkohol bzw. ein Rauschmittelsüchtiger nach seinem Lieblingsstoff? Stammen die berühmtesten Zitate über das sprichwörtliche "Ausbrennen" nicht ohne Grund von drogenerfahrenen Musikern wie Kurt Cobain und Neil Young, der es nach eigener Aussage für besser hielt, "zu verbrennen als zu verblassen"? Es gibt so viele Große der Geschichte, die auch zeitweise ausgebrannt waren, wie Marc Aurel, Napoleon, Abraham Lincoln, Honoré de Balzac, Verdi oder Albert Schweitzer - waren die im Grunde ihres Herzens alle suchtgefährdet?

Was in solchen Zuständen als schön empfunden wird, beschreibt die Theoretische Psychologie in beiden Fällen ähnlich, und spricht von "hohem Auflösungsgrad und niedriger Selektionsschwelle", oder anders formuliert: Da geht man in seinem Tun richtiggehend auf, wenn auch mittelfristig auf Kosten der Rationalität. Das befreit auch automatisch von äußerem Druck, in manchen Fällen auch von jedem Bezug zur Außenwelt. Das ist wie Briefmarkenordnen, wenn man eigentlich die Wohnung räumen sollte, hat aber auch den Vorteil, dass man dergestalt sehr offen wird für intuitive Geistesblitze. Diese Art der menschlichen Informationsverarbeitung mit leicht meditativen Anklängen, oft auch "Flow-Erleben" genannt, hat darum durchaus seine lustbringende Berechtigung für den menschlichen Seelenhaushalt, vor allem für Künstler und Kreative. Auch Genialität an sich ist auch nichts anderes als die kompetente Handhabung kognitiver Vorgänge mit viel Auflösungsgrad und wenig Selektion. Das Problem dabei ist aber: Die Sache ist nur dann gut für das Gesamtsystem Mensch, solange der Rückweg in das so genannte "Normalbewusstsein" funktioniert. Ist das System aber überlastet und das eigene Leistungsvermögen vor lauter rauschhaften Elan falsch eingeschätzt worden, dann funktioniert dieser Rückweg nicht mehr richtig.

Dann treten typische Verarbeitungsfehler auf, die von unangebrachten Pauschalisierungen und Verwirrungszuständen über Halluzinationen bis hin zur Schizophrenie reichen, so als ob man sich nach dem Erwachen aus einem Traum nicht mehr richtig in der Realität zurechtfinden würde. Im Rausch mag es erlaubt sein zu denken, dass sich einem ein Baum absichtlich in den Weg stellt, nüchtern sollte man diesem Vorwurf nicht verlauten lassen, und auch beim Burn-Out ist das Austritt aus einem permanent andauernden Arbeitsmodus problematisch, weil entweder kaum möglich oder mit überzogenen Interpretationen der Realität verbunden. Dann wird das Wohltuende des Arbeitsrausches zum Zersetzungsmittel, und früher oder später kommt dann der Zeitpunkt einer nach außen hin scheinbar völlig überzogenen Reaktion auf Stress, entweder aufbrausend oder weinerlich, je nachdem. Aus der Innensicht ist die Überreaktion aber nur logisch.

Das Problem ist laut Psychologen, dass man, um sich aus dieser eigenen Welt wieder durch und durch alltagstauglich zu machen, eine klare Vorstellung von seinem Selbst haben muss, als einer Art Rahmen für alle anderen kleinen Informationseinheiten. Es ist wie bei einer Reise: Ist der Zielort nicht klar eingegeben, führen die Wege eventuell woanders hin. Aber genau das ist das Problem: Wer Rauschzustände oder Überarbeitung in selbstzerstörerischer Weise konsumiert, hat sehr wahrscheinlich irgendwelche Probleme mit diesem Selbst – sei es so etwas wie ein geringes Selbstwertgefühl oder die Tatsache, dass das eigene Selbst aufgrund äußerer Umstände zu viel arbeiten muss. Das heißt, diese hohe Anforderung an die eigenen Fähigkeiten, das eigene Selbst zu organisieren, werden sowohl an Leute gestellt, die sich an der sozialen Anerkennung durch geleistete Arbeit berauschen, als auch an diejenigen, die schlichtweg durch äußere Zwänge dazu gezwungen sind, so viel zu arbeiten, bis zwangsläufig der gleiche Mechanismus einer solchen Art der Wirklichkeitswahrnehmung dauerhaft eintritt.

Wer nicht ab und zu den Verstand verliert, hat keinen

Daran sind zwei Dinge paradox: Erstens ist der Arbeitsrausch eigentlich eine perfekte Anpassung an die Anforderungen der Gesellschaft, die sich über Leistung definiert und solche fordert. Die Diskussion über das Phänomen Burn-Out aber, und das ist das zweite Paradoxon, widmet sich in erster Linie letzterem Typus und thematisiert dann klischeehaft den über den Fluch der modernen Freiheit, die überfordernden Menge an Optionen, die Menschen mit Hang zur Entscheidungsschwäche in den kognitiven Burn-Out zwingt, wie Esel zwischen zwei Heuhaufen in den Hungertod.

Der Aspekt des Reizes an der Arbeitüberlastung, der Rausch an der Arbeit, wird, wenngleich er auch nur ein Teilaspekt dieses Gesamtvorgangs ist, dabei selten diskutiert, denn zu wenig passt das Dionysische zu dem Vorwurf, der Begriff Burn-Out würde nur das umtaufen, was andere als Depression bezeichnen. Zu wenig passt der Reiz des Rausches in das Bild des ausgebrannten Menschen, Opfer seiner Lebensumstände oder Opfer seiner selbst. Dieses Bild des in sich gekehrten, erschöpften Menschen in einer kognitiven Warteschleife ist ein alter Topos, der von der mittelalterlichen acedia, der Sünde der Motivationsarmut über die frühneuzeitliche Melancholie als Vorform der Neurasthenie bzw. über die Neurasthenie als "Modekrankheit" der letzten 200 Jahre als wahrscheinliche Folge von zunehmender Technisierung reicht. Als philosophische Ikone dieses Zustands gilt Rodins Denker mit aufgestütztem Kopf und Dürers Personifikation der Melancholie, die ähnlich dasitzt und kaum besser gelaunt scheint.

Vergleicht man aber diese Art von sprichwörtlichem Arbeitsrausch mit wortwörtlichen Räuschen, dann ist zu überdenken, warum der Rausch aus anthropologischer Sicht in archaischen Gesellschaften etwas durchaus Positives war. Das waren ritualisierte Rauschphasen, in denen man aufgrund bestimmter chemischer Einflüsse und kraft bestimmter kultureller Vorstellungen von der Welt nicht selten in den Genuss vermeintlich göttlicher Erfahrungen kam, die dann deutlich motivationssteigernd und psychisch stabilisierend wirkten. Diesen Vorgang kulturell zu perfektionieren, war die Idee verschiedener Initiationsriten, die nicht nur mit Hilfe von Drogen, sondern teilweise auch ohne Drogen besonders auserwählte Menschen mit viel Leidensfähigkeit so starker Überreizung aussetzten, dass deren Hirn und deren Körper unter der Belastung auf eine bestimmte Art versagen musste. Die Aspiranten wurden für einen bestimmten Augenblick das, was man von außen wahnsinnig nennen würde – aus der Innensicht war es wie eine ekstatische Erleuchtung, wie der Neustart eines Computers. Diese Gefühle und Erfahrungen wurden im jeweiligen kulturellen Kontext mit Begriffen definiert, die man aus moderner Sicht einer irrationalen Religiosität zuordnen würde. Sie hatten aber den Vorteil, dass dieser kurze Rauschzustand eine Art Eigenberechtigung bekam, und nicht zum Problem wurde.

Wenn heutzutage Menschen aufgrund ähnlicher Vorgänge diese vereinsamende Austrocknung und ein Auseinanderbersten des eigenen Denkens erleben, fürchten sie, schlichtweg tatsächlich wahnsinnig bzw. krank geworden zu sein – was aber nur teilweise stimmt. Denn es gilt: Wer nicht ab und zu den Verstand verliert, hat keinen. Nicht umsonst gleichen sich viele Schilderungen von Burn-Out und mancher dieser Initiationsriten. Schamanen beschrieben rituell ein ekstatisches Gefühl und die Vorstellung, ihr Körper oder ihre Wahrnehmung der Welt im Allgemeinen würde sich in Einzelteile zerlegen. Hier wie dort werden die subjektiven Grenzen der eigenen Leidensfähigkeit bewusst überschritten. Hier wie dort sprechen die Menschen von dieser Phase bzw. auch von der Phase danach als einer Art Erweckungserlebnis nach einer Art subjektiven Sterbens (eine klare Konsequenz dessen, das sich der Körper in Einzelteile zerlegt). Und auch relativ aufgeklärte Menschen kennen in ihren Träumen archaische Vorstellungen vom Feuer und innerem Verbrennen, Feuer als ekstatische Verschmelzung mit dem Kosmos, als leidenschaftliche Reibungswärme, als behagliche Gemütlichkeit oder in ihrer Literatur als Symbol für zerstörerisches Verschmelzen mit einem Aggressor (Gaston Bachelard, La psychanalyse du feu, Paris 1938).

Ohne den Vergleich auf die Spitze treiben zu wollen, ist feststellbar, dass Menschen, die eine Burn-Out-Phase erfolgreich bewältigt haben, zur Beschreibung ihres dazugehörigen Lernerfolges Vokabular verwenden, das in manchem Fällen durchaus archaische Anklänge hat – wenn auch gerne subsumiert unter psychologisch gängigen oder esoterischen Begriffen.

Chance zur Neufiguration

Diese Parallelen von Rausch, Arbeitsrausch und Initiation sind insofern wichtig, als der Burn-Out bei der Annahme vergleichbarer Strukturen nicht nur als bedrohlicher Zusammenbruch, sondern auch als Chance zur Neukonfiguration interpretiert werden kann. Direkt bezogen auf diesen Vergleich wäre also nicht auszuschließen, dass sich vielleicht ab einem bestimmten Punkt das System Psyche in diesen Vorgang eines lustvollen Hineinsteigerns in den Rausch verselbstständigt und dann nicht mehr zu stoppen ist, auch wenn das ganze dann zunehmend unangenehm und problematisch wird. Aber nur ein völliger Zusammenbruch gewährleistet dann eine Neuordnung aller vermeintlich zerrissenen Einzelteile der eigenen Denkmuster, so dass der Burn-Out im Grunde genommen auch als eine besonders ausgefeilte Technik der psychischen Neujustierung interpretiert werden kann, die heutzutage zwar nur bedingt zu emotionalen "Auferweckungs-" bzw. "Bekehrungserlebnis" führt, aber zumindest zu neuen Arten der Lebensführung - wenn auch mit geringen Abstrichen an die Intellektualisierung des eigenen Lebenskonzepts, die dann diesen anthropologischen Abteilen des Menschen ein wenig Platz machen muss. Nicht umsonst ist in akademisierten Kreisen die Interpretation des Burn-Out als Ausbruch aus dem alltagspsychologisch als "normal" geltenden Denken aufgrund seiner metaphysischen Komponente verpönt und trotz diverser Einzelaussagen durchaus anerkannter Denker nicht anerkannt als obligatorische Argumentationslücke der bevorzugt rationalisierenden Psychologie. Wer als Akademiker ausgebrannt ist, macht den Burn-Out zum beruflichen Knock-out, und der Geruch des Versagens bleibt wahrscheinlich.

Doch auch für alle anderen Berufe gilt angesichts heutiger Unsicherheiten und hohem Arbeits- und Sozialdruck: Bei einem bestimmten Anspruch an das eigene Denken ist heutzutage ein Burn-Out sicher nicht unausweichlich, aber trotzdem relativ wahrscheinlich. Das hat dann gar nicht so viel mit zu viel Freiheit zu tun, sondern viel mehr mit der Unfreiheit, diese Freiheiten nicht mehr genießen zu können. Der Burn-Out ist eine letzte Schutzreaktion des Gesamtpakets Mensch, um das zu retten, was jenseits der Psychologie auch als "Seele" bezeichnet wird. Von daher ist Überlastung insofern vorprogrammiert, weil in unserer Zeit für so etwas oder für Lebenskonzepte mit dem Zielfaktor Zufriedenheit nicht so viel Anerkennung gibt, wie für quantitative Rekorde an Tätigkeiten und Erfolgen.

Die Notwendigkeit von irrationalen und ästhetischen bzw. rauschhaften Ausgleichsphasen zur Arbeitswelt wird heutzutage so vernachlässig, dass sich die Sucht nach intensivem Erleben teils freiwillig, teils unfreiwillig, auf einen Umgang mit Arbeit hin verlagert hat, der noch vor zweihundert Jahren nicht vorstellbar gewesen wäre. Kulturen außerhalb der unseren haben sich mit dem Rausch "schöne" Erfahrungen verschafft, den Rausch durchaus positiv gesehen und sich davon religiöse Erleuchtungen versprochen. Unsere Kultur hat viel vom menschennotwendigen Schönheitsempfinden in einen Kult um die Arbeit verlagert. Dass dann der Burn-Out vor allem die Berufssparten trifft, die am meisten idealistische Werte vermitteln und leben wollen, also Lehrer, Mütter und Arbeitnehmer in sozialen Berufen, passt dazu. Auch, dass Überwinder des Burn-Out mit Vorliebe bestimmte Metaphern von neuem "Sinn", "Lebenswert" und "Seele" verwenden. Über so etwas wie eine letztere redet man heutzutage normalerweise mit der gleichen Distanz wie über Gespenstererscheinungen in englischen Schlössern. Aber daran krankt das System, und infolgedessen erkranken die Menschen, und zwar auf eine Art und Weise, die eine gewisse Vergleichbarkeit von weit entfernten Zeiten und der heutigen Arbeitswelt bzw. partielle Parallele von Rausch und Arbeitsrausch aufzeigt.

Aber bei diesem Vergleich sollte man nicht vergessen, dass auch archaische Räusche nur dann ein nützlicher Teil der Kultur sein konnten, wenn sie kein Dauerzustand waren, ebenso wenig wie Arbeit ein Dauerzustand sein sollte. Der Nikolaus kommt normalerweise auch nicht jeden Tag ins Haus.

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